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SPD-Kreisvorstand Enzkreis zu Besuch beim Arbeitskreis Leben in Pforzheim

Veröffentlicht in Kreisverband


(v.l.) Timo Steinhilper, Ute Fiedrich, Klaus-Jürgen Link

SPD-Kreisvorsitzender Timo Steinhilper: „Die Geschichte des Arbeitskreises Lebens ist eine Erfolgsgeschichte“

„Die Geschichte des AK Lebens ist eine Erfolgsgeschichte“, so SPD-Kreisvorsitzender Timo Steinhilper. Grund genug also für Mitglieder des SPD-Kreisvorstandes Enzkreis, sich dieser Tage bei einem Vor-Ort-Termin über die Arbeit des AK Leben Pforzheim-Enzkreis (AKL) zu informieren. Ebenfalls mit dabei, der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp.

Der AKL ist ein wichtiger Bestandteil des psychosozialen Systems in Pforzheim und dem Enzkreis. Er arbeitet eng mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei und Feuerwehr, der Telefonseelsorge, mit Diakonie und Caritas, mit den Ärzten, Therapeuten und Kliniken, allen Beratungsstellen und mit anderen Institutionen zusammen.

„Der AKL hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu helfen, die sich in akuten Lebenskrisen befinden. Unsere Begleitung gilt für Menschen, die sich mit Selbsttötungsgedanken tragen, ebenso für solche, die bereits einen Suizidversuch hinter sich haben und deren Angehörige sowie Hinterbliebene von Suizidtoten“, so AKL- Geschäftsführerin Ute Fiedrich.

Durch therapeutisch-pädagogische Fachkräfte, besonders geschulte freiwillige Krisenbegleiter und ggf. durch die Vermittlung zusätzlicher Hilfsangebote, z.B. durch Ärzte, Therapeuten, Behörden und andere Beratungsstellen, steht der AKL Menschen bei, die in schwierigen Lebenssituationen keinen Sinn mehr im Leben sehen. Der AKL will diesen Menschen helfen, trotz aller Not, wieder Zuversicht zum Leben zu fassen und sie auf dem Weg dorthin konstruktiv begleiten. Das Hilfsangebot ist konfessionell ungebunden und richtet sich an einem humanistischen Menschenbild aus.

AKL-Vorsitzender Link: „Wir wollen den Menschen unvoreingenommen begegnen und mit ihnen zusammen nach Lösungsmöglichkeiten suchen, die ein Weiterleben wieder sinnvoll erscheinen lassen. Denn in jeder Krise liegt auch die Chance, notwendige Veränderungen hin zu einem erfüllten Leben zu unternehmen.“ Diese Hilfestellung steht allen Menschen in einer Krise offen, ist unbürokratisch und erfolgt zeitnah. Jeder Erstkontakt ist kostenlos und offen für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Konfession und Nationalität. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht. Persönliche Daten und Informationen werden seitens des AKL streng vertraulich behandelt.

Geschäftsführerin Ute Fiedrich: „Wir wollen ein lebensförderndes Klima schaffen und im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit und Prävention das Tabu um das Thema Suizidalität brechen.“ Ein besonderes Angebot richtet der AKL daher an Menschen, die einen Angehörigen oder Freund durch Suizid verloren haben. Der AKL bietet diesen Menschen ein Forum, sich auszutauschen und sich mit dem Geschehenen auseinandersetzen zu können. Die Hinterbliebenengruppe trifft sich hierzu an jedem ersten Montag im Monat um 20 Uhr. Eine Anmeldung ist unter der Telefon-Nummer 07231-8000878 jederzeit möglich.
Weiterhin bietet der AKL Vorträge und Seminare für Firmen, Schulen, Vereine und Beratungsstellen an, in denen es um eine Auseinandersetzung mit Themen wie Krisenbewältigung, Sinnfragen und Suizidalität gehen kann.

Finanziell wird der AKL zurzeit von der „Aktion Mensch“ anschubfinanziert. Die Stadt Pforzheim und der Enzkreis unterstützen den AKL ebenso. Darüber hinaus ist man seitens des AKL auf Fördermitglieder sowie Einnahmen aus Bußgeldern und Spenden angewiesen. Da der AKL als gemeinnützig und mildtätig anerkannt wird, sind Spenden steuerlich absetzbar.

Namens des Kreisvorstandes der SPD-Enzkreis, sagten SPD-Kreisvorsitzender Timo Steinhilper und SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Knapp dem AK Leben auch zukünftig die weitere Unterstützung durch die SPD vor. Als Ergebnis des Gespräches kündigte der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp an, eine „Kleine Anfrage“ bezüglich der weiteren Unterstützung des AK Lebens in den Landtag einzubringen.

„Es zeigt sich wieder einmal“, so der SPD-Kreisvorsitzende zum Abschluss des Vor-Ort-Termins, „welches großartige, ehrenamtliche Engagement durch die Menschen in unserer Region geleistet wird.“

Timo Steinhilper

 

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