Mit einem Umbau der Führungsgremien reagiert die SPD-Landtagsfraktion auf ihre veränderte Situation im Stuttgarter Parlament. Der bisherige Geschäftsführende Fraktionsvorstand und der um die Ausschuss- und Arbeitskreisvorsitzenden erweiterte Fraktionsvorstand werden zusammengelegt in nur noch einem Gremium, das künftig Fraktionsvorstand heißt. „Mit der Konzentration des Führungspersonals bewahren wir Schlagkraft und Effizienz und passen uns zugleich an die neuen Arbeitsbedinungen in der Opposition an“, begründete Fraktionschef Andreas Stoch den Schritt.
Dem neuen Führungsgremium gehören der Fraktionsvorsitzende, vier Stellvertreter, der Parlamentarische Geschäftsführer und die beiden Ausschussvorsitzenden der SPD an. Der SPD-Landesvorsitzende kann an den Sitzungen des Fraktionsvorstands mit Stimmrecht teilnehmen. Stoch erläuterte, dass die vier stellvertretenden Vorsitzenden künftig auch von ihrer Terminwahrnehmung her politisch in die vier Regierungsbezirke hineinwirken sollen und deshalb in der Regel dort ihre Wurzeln haben müssten.
Als stellvertretender Vorsitzender für die Region Nordwürttemberg wurde der Geislinger Abgeordnete Sascha Binder gewählt. Den Bereich Nordbaden soll künftig der Mannheimer Abgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei als stellvertretender Vorsitzender abdecken. Für die Region Südwürttemberg wird der Ulmer Abgeordnete Martin Rivoir als stellvertretender Vorsitzender zuständig sein. Und die Region Südbaden repräsentieren wird die Emmendinger Abgeordnete Sabine Wölfle.
Neuer Parlamentarischer Geschäftsführer wird der ehemalige Innenminister und Neckarsulmer Abgeordnete Reinhold Gall, der dieses Amt bereits von 2006 bis 2011 innehatte.
Die beiden Ausschussvorsitzenden, die künftig dem Fraktionsvorstand angehören, sind die von der Fraktion zum einen für den Umwelt- und Energieausschuss und zum anderen für den Sozial- und Integrationsausschuss nominierten Abgeordneten: das sind die Freiburger Abgeordnete Gabi Rolland und der Heilbronner Abgeordnete Rainer Hinderer.