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Studenten finanzieren Professoren: Minister Frankenberg lässt die Katze aus dem Sack

Veröffentlicht in MdB und MdL

MdL Thomas Knapp: "Es ist Aufgabe des Staates und nicht der Studierenden, Lehre und Forschung an den Hochschulen zu finanzieren"

SPD-Landtagsfraktion erneuert ihre Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren

Thomas Knapp und seine Kollegen aus der SPD-Landtagsfraktion wenden sich ganz entschieden gegen die Pläne des Wissenschaftsministers, neue Professorenstellen aus Studiengebühren zu finanzieren.

Lehre und Forschung an den Hochschulen zu finanzieren sei Aufgabe des Staates und nicht der Studierenden und ihrer Eltern, kritisiert Knapp.

Nach Auffassung von Thomas Knapp bewahrheitet sich nun, was die SPD seit der Einführung der Studiengebühren immer befürchtet hat. Wo immer es eine Möglichkeit gebe, ziehe sich das Land aus der Hochschulfinanzierung zurück. Drei Semester lang seien jetzt aus den Studiengebühren Rechner, Beamer und Hilfskräfte finanziert worden. Wegen der bisherigen Verwendungseinschränkungen häuften die Hochschulen immer mehr „unausgebbares“ Geld an, so Knapp. Es sei von Anfang an Frankenbergs Kalkül gewesen, nach einer gewissen "Schamfrist" auch Professorenstellen aus dem Studiengebührenaufkommen zu finanzieren, so Knapp. Er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Landesregierung allein an den Universitäten zwischen 1997 und 2006 etwa 1.500 Stellen gestrichen hat.

Thomas Knapp plädiert entschieden dafür, die Studiengebührenverwendung nicht für die Grundfinanzierung der Hochschulen zu öffnen, sondern sie umgehend wieder abzuschaffen. "Wenn das Studiengebührenaufkommen über die ursprünglich vom Gesetzgeber gewollten Zwecke hinausreicht, dann muss man sie abschaffen und nicht neue Zwecke finden."

Timo Steinhilper

 

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