Quelle: ww.photocase.com / Bratscher Solidaritätsadresse von Reinhold Gall MdL an die Beschäftigten bei Läpple Heilbronn. Der Abgerodnete steht in engem Kontakt mit der IG Metall und versucht dort, wo es Möglichkeiten gibt, unterstützend tätig zu werden.
"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit Bestürzung habe ich in den Medien von den Plänen des Läpple-Vorstands gelesen, bis zu 700 Stellen streichen zu wollen. Dies ist ein schwerer Schlag für unsere Raumschaft und ganz besonders für jeden Einzelnen von Ihnen, der nun Angst um seinen Arbeitsplatz und seine Existenz haben muss.
Ich möchte Ihnen an dieser Stelle meine Solidarität aussprechen und meine Hilfe anbieten. Ich bin gerne bereit, Sie gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze zu unterstützen.
Ich möchte Sie ermutigen, den Kampf aufzunehmen. Es kann nicht sein, dass für jahrelanges Missmanagement und für zahlreiche Fehlentscheidungen der Führungsetage am Ende wieder einmal nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter büßen müssen. Wo ist die Bereitschaft des Vorstandes, Verantwortung zu übernehmen? Wer ist bereit, Konsequenzen zu ziehen? Das sind Fragen, die Sie stellen und auf die Sie laut eine Antwort einfordern sollten.
Liebe Läpple-Belegschaft,
Sie haben mit Ihrer Arbeitskraft und Ihrem Engagement maßgeblich dazu beigetragen, dass das Unternehmen Läpple überhaupt zu einem weltweit erfolgreich agierenden Konzern werden konnte, was es nun leider nicht mehr ist. Tragen Sie nun dazu bei, dass möglichst viele Arbeitsplätze doch erhalten werden, dass es endlich vernünftige strukturelle Veränderungen gibt und dass Läpple eine weitere Chance erhält.
Ich kenne und schätze Ihren Betriebsratsvorsitzenden Valentin Luschenz. Geben Sie ihm in den kommenden Wochen die Unterstützung, die er benötigt. Ich bin sicher, dass Ihre Belange bei ihm in den besten Händen sind."