Auch Reinhold Gall ist sportlich - hier beim Nordic Walking Grußwort von Reinhold Gall MdL anlässlich seines Besuchs beim Sportkreis Heilbronn:
Lieber Klaus Ranger,
liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
gerne habe ich Ihre Einladung zum ordentlichen Sportkreistag 2010 angenommen und möchte mich für die Gelegenheit bedanken, einige Worte an Sie zu richten. Ich tue dies auch im Namen meiner Kollegen Ingo Rust und Josip Juratovic, von denen ich Sie herzlich grüßen soll.
Viele von Ihnen haben am heutigen Samstag bereits Sport gemacht, andere heben sich das vielleicht für den morgigen Sonntag auf. Heute Nachmittag jedenfalls haben Sie sich hier in Obereisesheim versammelt, um über die Arbeit des Sportkreises Heilbronn zu diskutieren, Anträge zu beraten und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Prima finde ich übrigens, dass Sie den Sporttag und die Verbandstagung der Jugendvertreter am gleichen Ort abhalten. So kann ein guter und fruchtbarer Dialog zwischen den Generationen entstehen, der helfen wird, Sportvereine für junge wie ältere Menschen gleichsam attraktiv zu halten. Für dieses Engagement möchte ich Ihnen ausdrücklich danken, denn der Sport nimmt nach wie vor eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft ein übernimmt wichtige Funktionen – für den Einzelnen, aber auch für unser Gemeinwesen als Ganzes.
Prävention ist die beste Sozialpolitik heißt es gemeinhin. Doch nicht nur das. Sie ist - und diese Feststellung muss in Zeiten leerer öffentlicher Kassen erlaubt sein – auch die kostengünstigste. Und Sport, insbesondere der im Verein und in der Schule, gehört für mich eindeutig dazu. Sport ist Prävention - und zwar nicht nur im Bereich der Gesundheit, sondern auch soziale Prävention. Hier leistet der Sport einen ebenso wichtigen Beitrag wie eine gute Bildungspolitik, Schulsozialarbeit oder Jugendarbeit von kirchlichen und sozialen Einrichtungen.
Hier erhalten junge Menschen die Möglichkeit geben, sich sinnstiftend zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und so das Gefühl zu bekommen, gebraucht zu werden. Gerade Sportvereine helfen jungen Menschen, die in ihrer Entwicklung ja manchmal schwierige Phasen durchmachen, ihre Stärken zu erkennen, ihre Schwächen zu akzeptieren und ihre Grenzen zu testen.
Deswegen bedauere ich ausdrücklich, dass die Landesregierung ihre Zusage gegenüber den Sportverbänden nicht einhält und den sogenannten Solidarpakt, der ja Kürzungen in Millionenhöhe bedeutet über das Jahr 2010 hinaus einfach fortschreibt. Da ich erstens der Meinung bin, dass der Sport eine angemessene Förderung insbesondere im Bereich der Jugendarbeit benötigt – und auch verdient hat ! – und zweitens finde, dass Sie und die viele hunderttausend Menschen, die in Baden-Württemberg Mitglied in einem Sportverein sind, verlässliche Aussagen bezüglich der Sportförderung verdient haben, haben meine Fraktion und ich beantragt, sofort mit den Sportverbänden in Verhandlung zu treten. Leider fand dieser Antrag keine Mehrheit.
Dennoch möchte ich Sie ermuntern: lassen Sie nicht nach in Ihrem Engagement und leisten Sie weiterhin ihren Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft. Sie können stolz sein auf Ihre Arbeit!
An die Landesregierung Baden-Württemberg appelliere ich, den Sport weiterhin angemessen zu unterstützen. Die Arbeit, die Sie leisten, ist unbezahlbar und darf deswegen nicht daran scheitern, dass Fördermittel gekürzt werden, die nur einen Bruchteil des gesamten Landeshaushaltes bilden.
Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Arbeit gutes Gelingen und Ihren Vereinen im Jahr 2010 schöne Erfolge! Und weil man nicht umsonst sagt: Sport und Humor gehen Hand in Hand, darf ich Ihnen zum Schluss meines Grußwortes einen Sinnspruch von Joachim Ringelnatz mit auf den Weg geben:
Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
Kürzt die öde Zeit,
Und er schützt uns durch Vereine,
Vor der Einsamkeit.
In diesem Sinne weiterhin alles Gute und Glückauf!