Quelle: www.photoxpress.com, Otmar Smit Bereits zum vierten Mal fand am Wochenende in Möckmühl die Umwelt- und Energieausstellung satt. Organisiert vom örtlichen Handels- udn Gewerbeverein (HGV) präsentierten im Agria-Industriepark rund 20 Aussteller aus den Bereichen Bauhandwerk, Inneneinrichtung, Finanzdienstleister und Elektrofahrzeugen ihre Produkte und Dienstleistungen. Gemeinsamer Nenner: alle sind in der Solarbranche tätig. Denn das Schwerpunktthema der Ausstellung war die Erzeugung von Solarstrom.
Reinhold Gall besuchte die Messe auf Einladung des HGV-Vorsitzenden Andreas Capelle und richtete natürlich auch gerne ein Grußwort an die Aussteller und Gäste.
Liebe Aussteller, liebe Organisatoren, liebe Gäste,
als Schwerpunktthema für die 4. Umwelt- und Energieausstellung haben Sie in diesem Jahr „Erzeugung von Solarstrom“ gewählt. Eine gute Wahl, wie ich finde, interessieren sich doch immer mehr Privatleute und Gewerbetreibende dafür, wie sie nachhaltige Energie nutzen oder selbst erzeugen können, um somit das Klima zu schützen und mittelfristig Geld zu sparen.
Die Erzeugung von Solarstrom ist jedoch nicht nur ökologisch und finanziell interessant. Solaranlagen sind – zumindest in Zeiten, wo Sonnenkraftwerke in der Sahara noch unter dem Stichwort „Vision“ diskutiert werden – eine Form der Energiegewinnung, die dezentral organisiert ist und durch den Bau vieler kleiner und mittelgroßer Anlagen die regionale Wirtschaft ankurbelt.
Aufgrund der Förderung der früheren Jahre und des Erneuerbare Energiengesetz, das im Jahr 2000 von der Regierung Schröder beschlossen wurde, hat sich eine Solarstrom-Branche in Deutschland entwickeln können, die langsam eine relevante Größe erreicht: Der Bundesverband für Solarwirtschaft schätzt, dass in diesem Jahr rund 10.000 Betriebe (inklusive Hersteller, Zulieferer und Handwerker) in diesem Bereich existieren, weitere entstehen derzeit. Laut BSW waren im Jahr 2008 rund 48.000 Beschäftigte der Solarstrombranche zuzuordnen.
Die Branche umfasst sowohl die Hersteller z.B. von Solarmodulen und Wechselrichtern, aber auch Großhändler, Händler, Planer, Finanzdienstleister und viele Handwerker, die Solarstromanlage auf Dächer montieren und den Service übernehmen. Dieser breite Mix bildet sich ja auch in der Zusammensetzung der 20 Aussteller dieser Messe ab. Insbesondere für viele Handwerksbetriebe sind Solarstromanlagen inzwischen ein zuverlässiger Umsatzträger und eine Garantie für Arbeitsplätze.
Deswegen ist es ja auch so wichtig, dass an der Förderung Erneuerbarer Energien nicht gerüttelt wird. Das dürfen Sie gerne als einen Appell an die neu gewählte Bundesregierung verstehen. Übrigens kein Appell, den nur ich persönlich an die Koalitionsparteien richte. Die Befürchtung, dass eine Renaissance der Atomenergie und ein Abbau der Subventionen bei den Erneuerbaren dazu führen, dass insbesondere die jungen Betriebe dieser Branche große Schwierigkeiten bekommen können und die technologische Entwicklung gebremst wird, teilen Experten und Branchenverbände.
Deswegen finde ich es toll, dass der Möckmühler Handels- und Gewerbeverein die Gewinnung von Solarstrom zum Thema dieser Ausstellung gemacht hat und damit auch deutlich macht: dieser Wirtschaftszweig ist für unsere Raumschaft ein ganz wichtiger. Und ich finde es auch grundsätzlich beeindruckend, wie Sie es regelmäßig schaffen, eine solche Messe auf die Beine zu stellen. Ich will dies ausdrücklich loben. Eine solche Veranstaltung stärkt – neben allen wirtschaftlichen Impulsen – auch das Wir-Gefühl einer Stadt und hilft, den Standort positiv zu platzieren. Auf das, was Sie hier leisten, können Sie wirklich stolz sein. Und hier darf auch mal für das Organisationsteam geklatscht werden!
Ich freue mich nun auf die Gelegenheit, bei einem Rundgang durch die Ausstellung mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und etwas über Ihre Produkte und Dienstleistungen zu erfahren. Und vielleicht reicht die Zeit am Ende ja auch für eine Probefahrt mit dem Elektroauto...
Ihnen wünsche ich zwei erfolgreiche Tage und in der Folge neue Kunden und Aufträge!