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Politik hautnah - SPD Bundestagsabgeordnete Katja Mast im Königsbacher Gymnasium

Veröffentlicht in MdB und MdL

Stuttgart 21, Sarrazin, die Hartz IV-Debatte, Revolutionen in Arabien, Finanzkrise – die Herausforderungen für die Demokratie in Deutschland und der Welt bieten dem vierstündigen Politik-Kurs des Lise-Meitner-Gymnasiums jede Menge Diskussionsschwerpunkte, damit die Schülerinnen und Schüler sich über diese Themen ihr eigenes fundiertes Urteil bilden können. Deswegen ist es Lehrerin Stefanie Wally ein Anliegen, innerhalb der zwei Jahre in der Kursstufe immer wieder Experten sowie Vertreter verschiedenster Parteien zum Informieren und Diskutieren in die Schule zu holen. Im Rahmen des Themas „Die Zukunft des Sozialstaats“ machte Katja Mast, SPD-Politikerin und Bundestagsabgeordnete den Anfang und die Schülerinnen und Schüler nutzten ihre Chance, Frau Mast mit kritischen und sachlichen Fragen zu konfrontieren.

In der knapp zweistündigen Diskussion mit den Schülern des Kernfachs Politik des Lise-Meitner-Gymnasiums klärte sie offene Fragen und schloss Wissenslücken zu Themen wie den Herausforderungen des Sozialstaats, dem Mindestlohn oder der Frauenquote. Auch die aktuelle Hartz IV Debatte kam währenddessen immer wieder zur Sprache. So machte sie deutlich, dass sie, ebenso wie andere SPD-Politiker, die Regelsatzerhöhung um 5€ für nicht verfassungskonform halte. Sie verlangt eine transparentere, nachvollziehbare Berechnung der Regelsätze. Auch den Bildungsgutschein hält sie für zu knapp bemessen. Das Konzept, Gutscheine an Kinder von Hartz IV-Empfängern auszuzahlen an sich findet sie aber gut: „Jedes Kind muss die gleichen Chancen haben“.

Als Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales liegt ihr auch ein Mindestlohn am Herzen. „Die Würde der Arbeit“ müsse gesichert werden, und ein Mindestlohn oberhalb der Hartz IV Regelsätze soll Arbeit lohnend machen. Auch das Thema Frauenquote bewegte die Schüler. Auf die Frage, ob einige Frauen in Führungspositionen durch eine gesetzliche Regelung als „Quotenfrauen“ bezeichnet werden könnten, stellte Frau Mast klar, dass Frauen nur bei gleicher Qualifikation vorgezogen werden müssten.

Zuletzt erklärte sie, dass sie immer wieder gerne gerade junge Menschen wie Schulklassen oder Auszubildende besuche, da „die Stimme der Jugend in der Politik“ nicht untergehen dürfe.

Das erwies sich auch als ihr wichtigstes Anliegen. Mit den einfachen Worten „Geht wählen!“ forderte sie die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu auf, ihre Stimme zu nutzen und somit die Politik aktiv mitzugestalten.

Die Möglichkeit die Diskussion fortzusetzen gibt es dann auch im Herbst 2011, wenn die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses auf Einladung von Katja Mast den Deutschen Bundestag in Berlin besuchen.

Ein Artikel von Nina Schmidt

 

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