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Peter Simon MdEP: "Spekulanten an die Kette"

Veröffentlicht in Europa

Wirtschaftsausschuss fordert strengere Regeln bei Rohstoffspekulation und Hochfrequenzhandel und stärkt Verbraucherschutz

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments hat in seiner heutigen Sitzung in Brüssel beschlossen, den Handel mit Finanzinstrumenten und Wertpapierdienstleistungen strenger zu regulieren. "Wir haben dafür gesorgt, dass das Regulierungsnetz immer engmaschiger wird und der 'Artenschutz' für Rohstoff- und Hochfrequenzspekulanten damit der Vergangenheit angehört", unterstreicht der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON. "Dem Wildwuchs auf den Finanzmärkten ein Ende zu machen und nachhaltige Konsequenzen aus der Krise zu ziehen, sind zentralen Ziele von uns Sozialdemokraten im Wirtschafts- und Währungsausschuss. Die heutige Abstimmung ist deshalb ein weiterer wichtiger Schritt hin zu Finanzmärkten mit klaren Spielregeln. Und an solchen führt mit uns auch in Zukunft kein Weg vorbei", bekräftigt Peter SIMON. Im Rahmen der Revision der Finanzmarktrichtlinie MiFID fordern die Europaabgeordneten u. a. die Spekulation mit Rohstoffen und den computergestützten Hochfrequenzhandel einzudämmen und den Verbraucherschutz zu stärken.

"Spekulation mit Agrar- und Industrierohstoffen treibt die Entwicklungsländer in den Hunger und führt zu Engpässen in der Realwirtschaft. Zocken mit Rohstoffen gehört schlichtweg verboten", fordert das Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses.

Deshalb hat er gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen durchgesetzt, dass zukünftig die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) mit sogenannten Positionslimits festlegt, welche Marktteilnehmer in welchem Umfang bestimmte Rohstoffe kaufen und halten dürfen. "Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen sich nicht mehr gegen Preisschwankungen absichern dürfen", erklärt Peter SIMON weiter, "aber keine Bank muss sich zum virtuellen Getreidegroßhändler aufschwingen."
Auf Initiative der sozialdemokratischen Fraktion konnte zudem festgeschrieben werden, den computergestützten Hochfrequenzhandel einzudämmen. Auf europäischen Handelsplätzen soll künftig jede im Computerhandel platzierte Order eine halbe Sekunde gehalten werden. "In der Millisekunden-Welt des Hochfrequenzhandels führt bereits eine halbe Sekunde zu einer wesentlichen Entschleunigung", unterstreicht Peter
SIMON.

Mit seinem Votum stärkt der Wirtschaftsausschuss auch den Verbraucherschutz. So sollen in der Anlageberatung künftig entweder die Kunden die Provisionen direkt und in vollem Umfang weitergeleitet bekommen oder sie werden darüber informiert, welcher Berater bei Geschäftsabschluss welche Provision in welcher Höhe erhält. "Bei allen
Regelungen stand und steht für uns klar der Kunde im Mittelpunkt. Volle Transparenz für den Verbraucher - das ist unser Ziel", so Peter SIMON abschließend.

Im Oktober wird das MiFID-Paket dem Plenum des Europäischen Parlaments zur Abstimmung vorgelegt. Im Anschluss an die Plenarabstimmung beginnen die Verhandlungen mit dem Rat der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission.

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. +32 2 2847558

 

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