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Lärmschutz an der A8 in Remchingen: Ministerium sagt Tempolimit, lärmmindernden Asphalt und passiven Lärmschutz zu

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Um mögliche Optionen für einen verbesserten Lärmschutz an der A8 in Remchingen auszuloten, gab es auf Initiative von Katja Mast am Montag im Bundesverkehrsministerium in Berlin ein Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle. Das Ergebnis: Das Verkehrsministerium sagte ein Tempolimit, lärmmindernden Asphalt sowie passiven Lärmschutz zu.

Gemeinsam mit dem Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon und Bauamtsleiter Jürgen Schneider, Ingrid Zachmann und Till Siegenthaler von der Remchinger Bürgerinitaitive "Ruhe jetzt!" sowie Oberbaurätin Christina Finkbeiner und Baudirektor Axel Speer als Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe haben sich die beiden Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Nobert Barthle in Berlin zu einem Gespräch getroffen, um mögliche Optionen für einen verbesserten Lärmschutz an der A8 in Remchingen auszuloten.

Der Termin hat auf Initiative der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast stattgefunden, die bereits Ende vergangenen Jahres das Gespräch im Bundesverkehrsministerium vermittelt hatte, um zeitnah nach Bekanntwerden der Ergebnisse Klarheit zu schaffen, wie sich der Bund in Bezug auf die Ergebnisse der beiden neuen Gutachten des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Gemeinde Remchingen für besseren Lärmschutz an der A8 in Remchingen verhält. emeinsam haben sich die beiden Abgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) seit 2012 für einen verbesserten Lärmschutz an der A8 in Remchingen eingesetzt.

Bei dem Gespräch erklärte Staatssekretär Barthle, dass der Bund die Menschen an der A8 in Remchingen mit passiven Lärmschutzmaßnahmen für die zusätzlich betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner und einem Tempolimit auf 120 km/h vor Autobahnlärm schützen will. Darüber hinaus hat sich der Bund bereit erklärt, den Anwohnerinnen und Anwohnern an der A8 in Remchingen mit lärmminderndem Asphalt bei der nächsten turnusmäßigen Asphaltierung entgegenzukommen - diese Aspahltierung findet allerdings nur ca. alle 15 Jahre statt. Der gewünschte lärmmindernde SMALA-Asphalt ist derzeit noch in der Pilotphase, so dass er bei der aktuellen Asphaltierung noch keine Anwendung finden kann.

"Der heutige Termin hat Klarheit für die Remchinger Bürgerinnen und Bürger gebracht. Dafür danken wir dem Parlamentarischen Staatssekreträr Norbert Barthle, dass er sich die Zeit genommen hat, um mit den Vertretern der Region zu beraten. Mit der freiwilligen Zusage für mehr passiven Lärmschutz, den lärmmindernden Asphalt und dem Tempolimit an der Autobahn ist der Bund den Bürgerinnen und Bürgern entgegengekommen - auch wenn der bittere Beigeschmack bleibt: Wären bei der damaligen Planfeststellung die Fehler im Lärmgutachten bemerkt worden, hätte vielleicht beim aktiven Lärmschutz mehr bewegt werden können. Das heutige Ergebnis ist das, was maximal nachgesteuert werden kann. Wir haben damit mit den bestehenden Gegebenheiten das maximale an Lärmschutz für die Bürgerinnen und Bürger an der Remchinger A 8 erreicht", so die Abgeordneten Mast und Krichbaum am Rande des Gesprächs in Berlin. "Vom Grundsatz her begrüßen wir es, dass sich das Ministerium bewegt, aber die Maßnahme ist sehr dürftig. Für die Bürger ist es ein Hopser, aber kein Sprung. Wir haben erreicht, was wir erreichen konnten. Ich danke den beiden Abgeordneten Katja Mast und Gunther Krichbaum für ihre Unterstützung", so Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon für die Gemeindevertreter.

Nachdem Versäumnisse in Sachen Lärmschutz durch die vergangenen Gutachten festgestellt wurden, hatte der Bund vor einem Jahr bei einem von Krichbaum in Berlin vermittelten Gespräch das Regierungspräsidium Karlsruhe beauftragt, ein erneutes Gutachten in Auftrag zu geben. Auch die Gemeinde Remchingen hat diesbezüglich ein zweites unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten des Regierungspräsidiums kommt zu dem Ergebnis, dass passiver Lärmschutz für die betroffenen Häuser und zusätzlich die, die durch das neue Gutachten ebenfalls von erhöhten Lärmwerten betroffen sind, als geeignete Lärmschutzmaßnahme möglich ist. Darüber hinaus kann lärmmindernder Asphalt bei der nächsten turnusmäßigen Asphaltierung zusätzliche Verbesserungen für weitere 93 Gebäude bringen. Weitere 17 Gebäude sollen durch ein Tempolimit auf 120 km/h am Tag und in der Nacht die gesetzlichen Lärmwerte erreichen. Das Remchinger Gutachten setzt verstärkt auf aktiven Lärmschutz durch erhöhte Wälle um 2m und die Erhöhung der Mittelwand. Diese Maßnahmen sind statisch nicht umsetzbar.

 

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