SPD Illingen / Schützingen

 

Ländlichen Raum zukunftsfähig machen

Veröffentlicht in Wahlkreis

Andreas Stoch plädiert für den Erhalt ländlicher Lebensqualität

Bei seinem Besuch in Burgberg legte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch ein klares Bekenntnis für die Förderung des ländlichen Raumes ab. Bedingt durch die demografische Entwicklung und die unzureichende bzw. fehlende gezielte Förderung durch die Landesregierung würden Städte und Gemeinden in der Fläche Gefahr laufen, den Wettlauf um Menschen, Arbeitsplätze und Infrastruktur zu verlieren. Noch verfüge Burgberg über wichtige Einrichtungen der Nahversorgung, wie Bäckerei, Metzgerei, Bank und Arzt, aber man müsse sich für die nächsten Jahre die Frage stellen, wie die Entwicklung weitergehe und ob diese Angebote auch in Zukunft vorhanden sein werden.

Für die SPD in Baden-Württemberg habe die Aufgabe, den ländlichen Raum intakt und stabil zu halten, eine hohe politische Priorität. Städte und Gemeinden müssten stark und leistungsfähig gehalten und in die zentralen Standortfaktoren Bildung und Lebensqualität investiert werden. Die sozialen Strukturen in den Orten müssten gesichert und ausgebaut werden. Während die schwarz-gelbe Landesregierung mit der Einführung der Werkrealschule ein landesweites Sterben der einzügigen und gut funktionierenden Hauptschulen herbeiführe, plädiere die SPD mit ihrem Konzept des längeren gemeinsamen Lernens für die Erhaltung der Schulen im Ort.

Ferner wolle die SPD das vorschulische Angebot qualitativ ausbauen und jedes Kind individuell fördern. Für diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe verweigere derzeit die Landesregierung die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel und schiebe die Verantwortung auf die finanzschwachen Kommunen ab. Eine von der SPD geführte Landesregierung werde diesen Missstand im Interesse der Kommunen und der Familien ändern.

Kritisch betrachtete Stoch auch die Entwicklung im ländlichen Raum bezüglich Unterhaltung und Ausbau der Straßen- und Schieneninfrastruktur. Hier betreibe die CDU ohne klares Zukunftskonzept nur Flickschusterei und auch die Wirtschaft beklage sich zunehmend über den miserablen Zustand der Landesstraßen. Im Fall des Regierungswechsels werde die SPD hierfür mehr Geld zur Verfügung stellen, u.a. auch für Ortsumgehungen. Dringend notwendig hält Stoch auch eine gezielte Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Brenzbahn.

Viel Lob fand der Parlamentarier für die in den letzten Jahren in Burgberg geschaffenen touristischen Einrichtungen rund um die alte Mahlmühle. Es sei erforderlich, durch realistische Konzepte die bestehenden Einrichtungen zu festigen und auszubauen, denn auch der sanfte Tourismus entwickle sich als eine große Chance für die Menschen im ländlichen Raum. Es sei in diesem Wirtschaftsbereich möglich, Wertschöpfung vor Ort mit eigenen attraktiven Angeboten zu betreiben und Menschen ein Zusatzeinkommen zu ermöglichen. Hier müsse sich aber auch das Land Baden-Württemberg klar bekennen und gezielte Hilfe und Unterstützung den Akteuren vor Ort gewähren.

Stoch rief seine Zuhörer auf, im März 2011 für einen „echten politischen Wechsel“ zu kämpfen, um das Land Baden-Württemberg sozialer, gerechter und zukunftsfähig zu machen.

 

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