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JOB Center Heidenheim weiterhin auf erfolgreichem Kurs

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Fragen der Entwicklung des örtlichen Arbeitsmarktes, die Auswirkungen der drastischen Mittelkürzungen und die gezielte Förderung von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen standen im Mittelpunkt des Besuchs von MdL Andreas Stoch im JOB-Center Heidenheim.

Geschäftsführer Norbert Bach und Bereichsleiter Albert Köble informierten über die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Zum Stand Januar 2012 werden rund 2881 Bedarfsgemeinschaften mit 5420 Menschen vom JOB-Center Heidenheim betreut. Darunter befinden sich ca.1800 Arbeitslose. Bei etwa 25 % dieser Kunden würden die klassischen Instrumente der Arbeitsmarktintegration nicht wirken. Es sei sehr schwierig, so Bach, diese Menschen zu mobilisieren und zu einem strukturierenden Lebensablauf zu bewegen. Es sei daher wichtig, dass man sich bei diesem Klientel verstärkt um die Förderung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen kümmert. Der weitere Ausbau der Kleinkindbetreuung, der Ganztageshorte und der Ganztagesschulen im Landkreis Heidenheim sei daher dringlich, um vor allem Alleinerziehenden den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.
Dazu zähle auch, dass man mit den Trägern der Jugend- und Familienhilfe im Landkreis noch enger und abgestimmter zusammenarbeiten werde.

MdL Andreas Stoch begrüßte die verstärkten Bemühungen des JOB-Center, die Arbeitgeber stärker für die Bereitstellung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zu gewinnen. Es sei lobenswert, dass insbesondere das Handwerk eine führende Rolle in der Berufsausbildung spiele. Es wäre vor den Auswirkungen des demografischen Wandels aber auch wünschenswert, wenn zukünftig auch die schwächeren Schulabgänger verstärkt durch Handwerk und Industrie eine Chance für eine qualifizierte Ausbildung erhalten würden.

Norbert Bach merkte an, dass in den letzten beiden Jahren konjunkturbedingt die Zahl der vermittelbaren Arbeitssuchenden deutlich zurückgegangen sei. Immerhin habe man im Jahresvergleich einen Rückgang von 327 Personen verzeichnen können. Diese an sich positive Tendenz dürfte sich auch 2012 fortsetzen.
Leider würde sich aber ein großer Anteil dieses Rückgangs auch in der deutlichen Zunahme von Leiharbeitsverhältnissen widerspiegeln.
„Die Zunahme der prekären Beschäftigungsverhältnisse ist eine unsoziale und gesellschaftlich nicht akzeptable Entwicklung und sollte durch die Bundesregierung in Berlin umgehend eingeschränkt werden“ befand hierzu MdL Stoch.

Als nach wie vor eine große Herausforderung bezeichnete Geschäftsführer Bach den hohen Bestand an Langzeitarbeitslosen (832 Personen) und Arbeitslosen zwischen 50-60 Jahren (538 Personen).
Es sei ferner ein kritischer Zustand, dass von den rund 1800 arbeitssuchenden Personen rund 49 % keine abgeschlossene Ausbildung haben.
In diesen Handlungsfeldern würden sich die deutlichen Mittelkürzungen, u.a. bei den Qualifizierungsmaßnahmen (-33 %) und den Beschäftigung begleitenden Leistungen, wie z.B. die Eingliederungszuschüsse (-66%) negativ bemerkbar machen. Unbeschadet der Mittelkürzungen um fast 40 % im Vergleich zu dem Jahr 2010 werde jedoch das Jobcenter Heidenheim durch flexible Maßnahmen und intensive Beratung und Betreuung versuchen, die bisher erfolgreiche Entwicklung im Interesse der arbeitssuchenden Menschen fortzusetzen.

MdL Andreas Stoch kritisierte diese massive Mittelkürzung im SGB II durch die Bundesregierung, welche den notwendigen Handlungsspielraum des Jobcenter offensichtlich einschränke. Es sei spürbar, dass der bisher geltende Grundsatz von „Fördern und Fördern“ durch die schwarz-gelbe Koalition in Berlin zulasten der Menschen in Hartz IV verschoben werde.

MdL Stoch dankte Norbert Bach, Albert Köble und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im JOB-Center Heidenheim für ihre engagierte und wirksame Arbeit und freute sich, als Geschäftsführer Norbert Bach bemerkte: „ Ich habe den Wechsel zum JOB-Center und diesem tollen Team nicht bereut. Die Aufgabe macht Spaß und man kann doch Einiges bewegen.“

 

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