Bildquelle: photocase.com // knallgruen In diesem Jahr findet in der beschaulichen Altstadt von Bad Wimpfen zum 525. Mal der Altdeutsche Weihnachtsmarkt statt. Ein großes Ereignis für die Stauferstadt und zur Eröffnung am vergangenen Freitag kamen nicht nur viele Bad Wimpfner Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Gäste von nah und fern. Darunter Hans Niessl, Landeshauptmann des Burgenlandes, das in diesem Jahr Gastland auf dem Weihnachtsmarkt ist, EU-Energiekommissar Günther Oettinger und natürlich der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete und Innenminister Reinhold Gall.
In seinem Grußwort lobte er, dass Bad Wimpfen sich viele schönE Traditionen bewahrt habe und dass sich der Weihnachtsmarkt im Stauferstädtchen jahrzehntelang erfolgreich gegen eine über Hand nehmende Kommerzialisierung gewehrt habe. Den Zuhörer/innen wünschte er eine schöne Adventszeit und gab ihnen eine Weisheit von Wilhelm Busch mit auf den Weg, der einmal gesagt hat: "Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen."
Grußwort des Ministers:
"Mit der Verleihung der Marktrechte im Jahr 1487 entstand die Grundlage für den Altdeutschen Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen, dessen 525. Jubiläum wir in diesem Jahr feiern können. In ihrer Anfangszeit waren die Märkte so etwas wie winterliche Verkaufsmessen, die den Menschen zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums und damit zu Weihnachtsmärkten, wie wir sie heute kennen.
Doch Weihnachtsmarkt ist nicht gleich Weihnachtsmarkt. Da gibt es die Märkte in den großen Städten, mit hunderten von Ständen und einer Dauer von bis zu fünf Wochen. Märkte, die eine feste Größe in der vorweihnachtlichen Umsatzbilanz nicht nur der Standbetreiber, sondern ganzer Innenstädte geworden sind. So schätzt die Stadt München den Wirtschaftswert des Christkindlmarktes auf rund 200 Millionen Euro…
Und da gibt es kleinere Märkte in kleineren Städten, die ebenfalls eine beeindruckende Tradition haben, zahlreiche Besucher aus dem Umland und von weiter her anlocken und die sich – das ist zumindest meine persönliche Meinung – oft mehr vom weihnachtlichen Flair, von Ruhe und Besinnlichkeit erhalten haben. Märkte, die sich beim Termin und beim Angebot tatsächlich am bevorstehenden Weihnachtsfest orientieren. Weihnachtsmärkte, bei denen Kunsthandwerk, Selbstgemachtes, Weihnachtsschmuck und winterliche Gaumenfreuden im Mittelpunkt stehen und nicht dasselbe Angebot herrscht, das man das ganze Jahr über auf Märkten finden kann.
Ein solches Schmuckstück ist auch der Altdeutsche Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen und deswegen will ich die Gelegenheit nutzen, nicht nur von Herzen zum 525. Jubiläum zu gratulieren, sondern will auch meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass der Kern dieses Weihnachtsmarktes, nämlich die authentische Weihnachtsstimmung, noch viele Jahre und Jahrzehnte bestehen bleibt.
Ihnen, meine Damen und Herren, wünsche ich schöne Adventstage mit viel Zeit und Raum für Familie und Freunde, mit Momenten der Freude und der Begeisterung, aber auch mit Momenten des Innehaltens, der Besinnung und des Nachdenkens.
Lassen Sie sich nicht erdrücken von der fortschreitenden Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. Machen Sie einfach mal langsam und denken Sie dabei an Wilhelm Busch, der gesagt hat: „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute!"
(es gilt das gesprochene Wort)