Martin Naumann, Vanessa Naumann, Reinhold Gall MdL Zurzeit macht die sechzehnjährige Vanessa Naumann Praktikum im Wahlkreisbüro von Reinhold Gall und Rainer Hinderer. Am vergangenen Samstag war sie mit ihrem Vater bei der Menschenkette gegen Rechts dabei und hat einen kleinen Bericht über die Aktion geschrieben:
Am Samstag, dem 06.07.2013 um 14 Uhr fand die Menschenkette gegen Rechts statt. Man hatte eigentlich mit 15000 Menschen gerechnet, doch am Ende waren es nur 5000 Menschen, laut Polizei waren es nur knapp 3500 Menschen. Die Kette war insgesamt 28 Kilometer lang. Die Kette gegen Rechts ging von der Heilbronner Theresienwiese bis nach Bietigheim-Bissingen. Man startete an der Heilbronner Theresienwiese, da dort 2007 die Polizistin Michèle Kiesewetter umgebracht wurde und man endete am Bietigheim-Bissingener Bahnhof, da dieser zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft als Umschlagbahnhof für die Deportation jüdischen Mitbürger missbraucht wurde.
Die Menschenkette wurde unter anderem von Sozialdemokraten, Grünen, Linken, den Gewerkschaften und weiteren Organisationen unterstützt. Die Mobilisierung der Heilbronner SPD im Vorfeld zahlte sich aus, da rund 300 SPDler kamen. Die SPD stand von der Erwin-Fuchs-Brücke bis zur Zabergäustraße. Die Plätze im Schatten waren heiß begehrt, da sich die Sonne von ihrer besten Seite zeigte. Aber viele waren auch deswegen früher gekommen, um neue Kontakte zu schließen oder sich mit anderen zu unterhalten.

Von links nach rechts: Christoph Beil, Gemeinderat in Altlußheim, Tanja Sagasser, Stadträtin in Heilbronn, Innenminister Reinhold Gall, Bürgermeister Harry Mergel, Stadtrat und Landtagsabgeordneter Rainer Hinderer
Der Landtagsabgeordnete Rainer Hinderer, Innenminister Reinhold Gall, der Bundestagsabgeordnete Josip Jouratovic und Heilbronns Bürgermeister Harry Mergel mischten sich an der Böckinger Viehweiden unter die anderen Sozialdemokraten. Ich selber war mit meinem Vater zu dieser Veranstaltung gekommen. Als wir so gegen 13.30 Uhr ankamen, waren schon viele Menschen da. Nach und nach wurden es immer mehr.

Hand in Hand für mehr Toleranz im Land
Die Ordner verteilten Bänder, auf denen stand: „Heilbronn sagt nein.“ Diese nahm man zwischen sich und seinem Nachbar. Doch schnell waren diese Bänder weg, denn es kamen immer mehr Menschen und es gab keinen Nachschub mehr. Deshalb überlegten sich die, die kein Band hatten etwas anderes. Manche nahmen seinen Nachbar an die Hand und andere wiederum nahmen die SPD-Fahnen, die verteilt wurden, als Bandersatz. Zunächst war ich schwer beeindruckt davon, wie viele Menschen gegen Rechts sind und diesem Hand in Hand den „Kampf“ ansagen.

Bürgermeister Harry Mergel und Innenminister Reinhold Gall bedanken sich bei den diensthabenden Polizisten.
Ich selber fand die Aktion gelungen, auch wenn am Ende nicht alle Lücken geschlossen werden konnten. Diejenigen die mitmachten zeigten ihr Engagement im Kampf gegen Rechts. Vielleicht hätte man im Vorfeld mehr Werbung machen sollen und auch durch Schulen gehen sollen um viele Schüler und Schülerinnen für diese Aktion zu gewinnen, aber man hätte auch mehr in den verschiedenen Landkreisen Werbung machen sollen, denn dort sah es an einigen Stellen ziemlich mau aus. Die Menschenkette gegen Rechts zeigte auf, wie viele Menschen in Heilbronn bis Bietigheim-Bissingen gegen Rechts sind. Ich fand es gut, dass man eine Menschenkette organisierte, denn jetzt wissen die Politiker, dass viele Menschen hinter Ihnen stehen.
Text: Vanessa Naumann