SPD Illingen / Schützingen

 

"Die Verantwortung für den Sozialen Wohnungsbau muss in den Händen der Mitgliedstaaten bleiben"

Veröffentlicht in Europa


Peter Simon MdEP

Fraktionsübergreifende Parlamentariergruppe befragt die Kommission zu Bedingungen und Kriterien für den Sozialen Wohnungsbau.

Auf Initiative der parlamentarischen Intergruppe URBAN, deren Vizepräsident der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter Simon ist, wurde gestern im Rahmen der aktuellen Plenartagung die Kommission zu ihrer Haltung zum Sozialen Wohnungsbau befragt. "Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Gute Wohnstandards und intakte Städte sind für die Lebensqualität des Einzelnen von Ausschlag gebender Bedeutung.

Deshalb bedarf es einer guten Wohnungspolitik, die in den Händen der Mitgliedstaaten bleiben muss. Selbst bei optimalen Rahmenbedingungen gibt es immer Haushalte, die sich aus eigener Kraft - wegen zu geringen Einkommens oder wegen anderer Gründe - nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können. Für diese Menschen müssen wir sorgen. Dies können die Mitgliedstaaten nur, wenn sie weitreichenden Spielraum bei der Definition von Kriterien und Bedingungen für den sozialen Wohnungsbau haben.", so Simon.

Im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung stellen private Wohnungsunternehmen preiswerte Mietwohnungen für Haushalte mit Zugangsschwierigkeiten zu Wohnungen des Wohnungsmarktes bereit. Gefördert werden diese Unternehmen teilweise mit staatlichen Beihilfen. Nach der Aufgabenverteilung des Vertragsprotokolls über "Dienste von allgemeinen Interesse" sind für die Ausführung dieser Beihilfen die nationalen Behörden zuständig. Trotzdem hatte die Kommission in der Vergangenheit immer wieder Bedenken bezüglich der Vereinbarkeit der staatlichen Mittel mit dem EUWettbewerbsrecht geäußert - zuletzt in den Niederlanden. So wurde eine Definition des sozialen Wohnungsbaus festgelegt, nach der nur noch benachteiligte Bürger oder sozial schwache Bevölkerungsgruppen in den Genuss von gefördertem Wohnungsraum kommen. Außerdem wurde eine Einkommensgrenze von 33.000 Euro festgeschrieben, ab der der Zugang zu Sozialwohnungen begrenzt ist.

"Eine so restriktive Definition stellt nicht nur ein Hindernis bei der praktischen Bereitstellung von Sozialwohnungen dar. Wenn wir nur noch geförderten Wohnraum für die sozial Schwächsten bereitstellen, dann gefährden wir mutwillig die soziale Durchmischung und den sozialen Zusammenhalt in den Wohngebieten und schaffen die besten Voraussetzungen für Ghettos. Die Festlegung, ab wann ein Haushalt einen Anspruch auf eine Sozialwohnung hat, muss deshalb in den Händen der Mitgliedstaaten bleiben, denn diese kennen die lokalen Besonderheiten", betonte Simon, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, in der gestrigen Debatte.

Die Kommission unterstrich am Dienstag, dass die Festsetzung der Vergabekriterien weiterhin in der ausschließlichen Kompetenz der Mitgliedstaaten liege. "Dass diese Zusage nicht nur ein leeres Versprechen bleibt, werden wir Abgeordneten in Zukunft kritisch überprüfen. Die Kommission darf sich nicht einfach über die Kompetenz der Mitgliedstaaten hinweg setzen und die Vertragsprotokolle ignorieren", so Simon abschließend.

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 2 2849558

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de