Bildquelle: photocase.com // thomasfuer im Jahr 1836 gründeten der Arzt und Dichter Justinus Kerner, der Löwensteiner Stadtpfarrer Hegler und andere engagierte Personen einen Verein zur Eröffnung eines Kinderheims in Lichtenstern. Sie retteten damit nicht nur das alte Klostergebäude, das mangels Nutzung zu zerfallen drohte, sondern legten auch den Grundstein für eine karitative Einrichtung, die im Jahr 2011 unter dem Namen „Evangelische Stiftung Lichtenstern“ eine der bedeutendsten und vielfältigsten ihrer Art in unserer Raumschaft ist.
Die klassischen Angebote der Behindertenhilfe am Standort Löwenstein und dezentral in der Region werden ergänzt durch Angebote im Bereich der Seniorenbetreuung.
Herzstück der Stiftung bleibt jedoch die Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung. Durch verschiedene Betreuungs- und Wohnformen sowie auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Arbeitsangebote bekommen diese Menschen in Lichtenstern die Unterstützung und Anerkennung, die sie benötigen und verdienen. Sie können ihr Leben soweit wie möglich selbst bestimmen, sammeln Selbstvertrauen und Sicherheit. Auch den Angehörigen wird so unter die Arme gegriffen und manche Unsicherheit oder schwierige Situation mit professioneller Unterstützung gemeistert.
Bei meinen Besuchen und Gesprächen hier in Lichtenstern habe ich stets eine sehr angenehme Atmosphäre erlebt. Ich glaube, dass sich nicht nur die Menschen, die die Angebote abfragen, in Lichtenstern wohlfühlen, sondern auch diejenigen, die hier arbeiten und zum Gelingen dessen beitragen, was sich die Stiftung zum Ziel gesetzt hat.
Auch wenn es heute schon oft gesagt wurde und noch oft gesagt werden wird, möchte auch ich die Gelegenheit nutzen und all jenen, die Lichtenstern mit ihrem Engagement zu dem machen, was es ist, herzlich danken. Dieser außergewöhnliche und beeindruckende Einsatz, diese hohe Identifikation mit der Arbeit und dem Arbeitgeber ist, gerade in unserer schnelllebigen Zeit, nicht selbstverständlich. Ihnen allen, vom Azubi bis zur Leiterin Frau Pfarrerin Leiß, gebühren daher nicht nur meine persönliche Beachtung und mein Respekt. Ich meine, mir anmaßen zu können, bei diesem Lob auch den Dank der politischen und öffentlichen Einrichtungen in unserer Raumschaft und der heute nicht anwesenden Kolleginnen und Kollegen einzuschließen.
Aus einer 175-jährige positiven Entwicklung und Geschichte erwächst immer auch die Verpflichtung, in dem, was erreicht und geleistet wurde, nicht nachzulassen. Bei der Stiftung Lichtenstern bin ich davon überzeugt, dass dies gelingen wird. Das 350. Jubiläum im Jahr 2186 werden wir wohl alle nicht mehr erleben, aber auf dem Weg dahin lässt sich ja noch manch runder Geburtstag feiern und auch das jährlich wiederkehrende Jahresfest, das sich in diesem Jahr übrigens auch zum 175. Mal jährt, werde uns Gelegenheit geben, die weitere Entwicklung der Stiftung zu verfolgen und uns regelmäßig auszutauschen.
Ich freue mich jedenfalls auf viele weitere Begegnungen und wünsche von Herzen alles Gute und Gottes Segen!