SPD Illingen / Schützingen

 

„Wir bauen Bürgerbeteiligung auf“.

Veröffentlicht in Allgemein

Quergedacht in Baden–Württemberg – Wie interessieren wir Jugendliche für Demokratie?

So begründet Katja Mast MdB ihre unermüdliche Arbeit mit jungen Menschen. Warum gerade bei den jungen Bürgern anfangen? Sprichst Du mit denen über Politik, z.B. im Rahmen einer Jugendtagung, dann spürst Du sofort, wie sie sich zurückziehen. Die Politik spricht offenbar eine spezielle Sprache, die bei Jugendlichen eine spontane Signalwirkung hat.


Ein Bericht aus dem Zukunfts-Seminar der Friedrich–Ebert–Stiftung in Pforzheim, das anfangs des Monats Juli 2011stattfand.

„Wie bekomme ich es hin, Jugendliche zu Demokraten zu machen?“ So hat sich Katja Mast seit Beginn ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete gefragt. Grundvoraussetzung ist: Die Jugendlichen brauchen eine Perspektive für sich selbst. Wer denken muss: Ich schaffe sowieso keinen Abschluss, ich bekomme doch keine Lehrstelle und wenn ich die Ausbildung geschafft habe, dann bekomme ich keine feste Anstellung.
Wer aus dieser oder jener Erfahrung heraus so denken muss, der wird bestenfalls ein müdes Lächeln übrig haben, wenn da einer anfängt, über Demokratie zu reden. Ohne Perspektive keine gesellschaftliche Teilhabe, ohne Teilhabe kein demokratisches Engagement.

„Wir können Jugendliche für Politik und Demokratie nur dann begeistern. wenn Jugendliche verstehen, was Politik mit ihnen zu tun hat, wo sie sich einmischen können. Und nur wenn Politik sie ernst nimmt, werden sie sich aktiv für unsere Demokratie engagieren. „Diese Überzeugungen waren es, die mich auf den Weg zu dem bundesweit einmaligen Projekt „Junger Rat für Mast“ gebracht haben, als ich 2005 zum ersten Mal für die Menschen aus den baden–württembergischen Pforzheim und dem Enzkreis SPD–Bundestagsabgeordnete geworden bin,“ so einleitend zu dem Thema die SPD–Bundestagsabgeordnete.

Jede Schule kann mitmachen, egal ob Hauptschule oder Gymnasium.
Bisher haben etwa 20 Schulen in Pforzheim und im Enzkreis mitgemacht. Am Schuljahresanfang wird das Projekt ausgeschrieben. Über die Schulleitung oder aus der Zeitung erfahren es die Lehrerinnen und Lehrer und bewerben sich im Büro der Bundestagsabgeordneten. Daraufhin erfolgt die Auswahl der Klassen und das Gespräch mit dem Lehrer über mögliche Themen.

Zum Beispiel im Schuljahr 2009/2010:
- „Soziale Gerechtigkeit“, 9. Klasse Kepler–Gymnasium , Pforzheim.
- „Was muss Politik tun, damit Jugendliche sich mehr für Politik begeistern“, Wirtschaftsklasse Fritz–Erler–Schule, Pforzheim und 10. Klasse Carl–Dittler–Realschule, Remchingen .
- „Integration“, 9. Klasse Hebel–Gymnasium , Pforzheim,
- „Interkulturelle Kompetenz“, 9. Klasse Lise–Meitner–Gymnasium, Königsbach–Stein.
- „Integration – welche guten Projekte begegnen Euch im Alltag“, 2 x 9. Klasse Möricke–Realschule, Mühlacker.

Wichtig ist, dass das Thema dem Alter der Schülerinnen und Schüler entspricht und damit für sie greifbar und erlebbar wird.

Es ist offensichtlich, dass das Engagement der Lehrer und ihre Bereitschaft und Neugier, sich auf neues Vorgehen im Unterricht einzulassen, den Schulalltag bereichert. Ein „Teilnahme-Zertifikat“ für Schüler und Lehrer dokumentiert und honoriert das besondere Engagement.

„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit“. Durch das Projekt „Junger Rat für Mast„ wird Demokratie lebendig gehalten und junge Menschen werden am politischen Prozess beteiligt. „Ich bin eine Freundin von mehr direkten Demokratieelementen durch Volksentscheide. Die Würze der Politik liegt dann darin, die Fragen zu stellen, über die abgestimmt wird. Und darauf können Bürger nur Einfluss nehmen, wenn sie am Politikprozess beteiligt sind“, schreibt die SPD–Bundestagsabgeordnete.

Die großen Sommerferien beginnen jetzt. Wir wünschen schöne erholsame Wochen, glückliche Rückkehr für die, welche sich auf Reisen begeben, und einen Sommertraum daheim für die, welche in der Heimat es sich wohl sein lassen.

Mit herzlichen Grüßen
Hermann Baethge

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

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