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Die SPD-Fraktion sieht trotz positiver Entwicklungen in der neuesten Pisa-Studie nach wie vor erheblichen Handlungsbedarf in den Schulen des Landes. „Pisa macht erneut deutlich, dass das Schulsystem im Land weiter erhebliche Nachteile insbesondere für Kinder aus sozial schwachen Familien mit sich bringt“, erklärt Reinhold Gall. Die Studie zeige erneut auf: Je früher die Aufteilung auf verschiedene Schularten erfolgt, desto größer sind bei den 15-jährigen die Leistungsunterschiede nach sozialer Herkunft - ohne dass sich dadurch die Gesamtleistung verbessert. „Eine Landesregierung, die sich nach diesen eindeutigen Ergebnissen am bestehenden Schulsystem festkrallt, agiert ideologisch und nicht nach Sachverstand“, sagt Gall. Und: „Es ist unfassbar, dass es in unserem wohlhabenden Land nicht gelingt, den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft aufzulösen.“

