SPD Illingen / Schützingen

 

SPD-Landesparteitag in Bühl zum Grundsatzprogramm:

Veröffentlicht in Kreisverband


Delegierte auf dem Landesparteitag

SPD Enzkreis positioniert sich auf Landesparteitag mit Anträgen zum Thema Arbeit und Nachhaltigkeit

Sternenfels/Bühl (p) - Beim Landesparteitag am Samstag, 07.07.2007 in Bühl/Baden stellte die SPD Baden-Württemberg programmatische Weichen für die Zukunft. Mit fünf Delegierten war hierbei auch der SPD-Kreisverband Enzkreis vertreten. Die Delegierten hatten an diesem Tag ein immenses Arbeitspensum zu erledigen. Über mehr als 300 eingegangene Änderungsanträge von Ortsvereinen und Kreisverbänden musste beraten, diskutiert und abgestimmt werden. Darunter auch zwei Anträge der SPD Enzkreis. Auf der Kreisdelegiertenkonferenz am 2. Mai in Keltern-Ellmendingen hatten die Delegierten der Ortsvereine im Enzkreis zwei Anträge zu den Themen "Bonus für Arbeit" (negative Einkommenssteuer) und "Nachhaltigkeit" verabschiedet. Die nun auf dem Landesparteitag eingebrachten Anträge wurden von den 320 Delegierten zur weiteren Beratung an die Programmkommission weitergeleitet. Im Focus der Programmdebatte der SPD Baden-Württemberg sieht die Landesvorsitzende Ute Vogt die Rolle und Aufgaben des Staates. Ute Vogt in ihrer Eröffnungsrede: "Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat, der Regeln setzen und gestalten kann - das ist der Kern der Auseinandersetzung mit den Konservativen".
Stehende Ovationen für Erhard Eppler
Gegen 12:00 Uhr musste die Landesvorsitzende allerdings ihre kämpferische Rede unterbrechen. Mit tosendem Beifall erhoben sich die anwesenden Genossinnen und Genossen von ihren Stühlen. Erhard Eppler betrat den Saal. Nun begrüßte Ute Vogt vom Podium herab den großen alten Mann der Südwest-SPD. Eppler riet der SPD, die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Union und nicht mit der Linken zu suchen. Eppler: "Wir müssen eine Alternative formulieren zum Marktradikalismus." Die Linke habe nur Rezepte aus den siebziger Jahren zu bieten. Der frühere Bundesminister für Entwicklungszusammenarbeit sagte mit Blick auf den Linke-Parteichef: "Die Alternative zu Oskar Lafontaine heißt Seriosität." Die Ablehnung der Linkspartei zu Auslandseinsätzen nannte er im Hinblick auf den Kosovo und Afghanistan "zynisches Zuschauen".
Programmnote zur Positionsbestimmung
Bereits im Vorfeld des Parteitags hat der Landesvorstand die zahlreichen Anregungen und Anforderungen aus der Partei gesichtet und diskutiert. Viele der Vorstöße wurden in die Programmnote aufgenommen, die am Samstag in Bühl als Leitantrag zur Abstimmung vorlag. "Hiermit wollen wir eine klare Positionsbestimmung der SPD Baden-Württemberg für den Bundesparteitag Ende Oktober in Hamburg vornehmen", so Vogt. Die Südwest-SPD will den Programmentwurf des Bundesvorstands ("Bremer Entwurf") in einigen Punkten ändern. Auch Erhard Eppler hat den Entwurf kritisch überarbeitet. Dies soll nun ebenfalls berücksichtigt werden. Ein elementarer Bestandteil der Programmnote der baden-württembergischen Sozialdemokraten ist das Staatsverständnis der SPD. "Für uns sind Bildung, Sicherheit, soziale Sicherung sowie die Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen und öffentlicher Infrastruktur Kernaufgaben, die der Staat gewährleisten muss. Das sind keine Waren, die den Marktprinzipien von Angebot und Nachfrage überlassen werden dürfen", betonte Vogt. Die SPD- Landesvorsitzende verdeutlichte, zwar könne die Privatisierung von staatlichen Aufgaben durchaus einmal zweckmäßig und verantwortbar sein, "wir widersprechen aber energisch Privatisierungen, die die Kernaufgaben des Staates berühren", so Vogt. "Kernbereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge können wir nicht den Renditeerwägungen globaler Kapitalmärkte aussetzen".
Daher wolle die Landes-SPD die Verantwortung der öffentlichen Hand für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur zum Wohle der Allgemeinheit herausstellen. "Dazu zählt für uns zum Beispiel die Verantwortung für die Wasserversorgung ebenso wie die für Wohnraum in kommunaler Hand und die Gesundheitsversorgung." Ute Vogt nannte insbesondere drei Politikbereiche, in denen die Programmnote der SPD Baden-Württemberg konkretere und weitergehende Forderungen gegenüber dem bisherigen Programmentwurf der Partei erhebt: Die Überwindung des dreigliedrigen Bildungssystems, die Dezentralisierung der Energiewirtschaft sowie das Bekenntnis zur Beibehaltung der Deutschen Bahn AG in öffentlichem Eigentum. Hier äußerten sich auch am Samstag die Delegierten in einem verabschiedeten Initiativantrag kritisch zu dem von der Bundesregierung geplanten Börsengang der Bahn.

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de