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SPD: Kultusministerin redet mit Äußerung zu Pädagogischen Tagen weitere Unterrichtsausfälle geradezu herbei

Veröffentlicht in Landespolitik

Der Landtagsabgeordnete Andreas Stoch stimmt Bildungsexperten Norbert Zeller zu: „Frau Schick sollte sich lieber ernsthaft darum kümmern, dass die Ausfallzahlen bei den Schulstunden zurückgehen, anstatt über Verbesserungen nur zu reden“

Die SPD-Fraktion warnt Kultusministerin Schick davor, mit ihren Aussagen zu den Pädagogischen Tagen neue Unterrichtsausfälle hervorzurufen. Sie hatte bei einem Treffen mit GEW-Chefin Doro Moritz betont, der Unterricht könne auch einmal ausfallen, wenn die Tagung ins pädagogische Konzept passe und Eltern frühzeitig informiert würden. Dies sehen sowohl der Rechnungshof, der gesamte Finanzausschuss als auch der Finanzminister anders.

Solche Äußerungen dürften nicht mit Anfangsfehlern der Ministerin entschuldigt werden, pflicht Stoch dem SPD-Bildungsexperten bei. Immerhin wurde 2008/09 die Hälfte der Pädagogischen Tage während regulärer Schulzeiten abgehalten. In den Vorjahren waren es bis zu 70 Prozent. Insbesondere betrifft das die Gymnasien, die laut einer Stichprobenerhebung 2009 landesweit den höchsten Unterrichtsausfall im Pflichtunterricht von 5,5 Prozent verzeichneten. Eine genaue Statistik über Ausfälle und Vertretungen werde wegen des damit verbundenen Aufwands nicht von den Schulaufsichtsbehörden geführt, erfuhr Stoch auf seine im März an die Landesregierung gestellte Kleine Anfrage bezüglich des Unterrichtsausfalls und Krankheitsstellenvertretungen im Landkreis Heidenheim.

Das Kultusministerium habe bisher immerhin darauf hingewirkt, dass möglichst wenige Schulstunden für Pädagogische Tage geopfert würden. Jetzt gebe es offenbar eine Kehrtwende. Dies sei schon deshalb fatal, da die Landesregierung viel zu wenig unternehme, um die ohnehin hohen Fehlzeiten an den Schulen auszugleichen. Jeder weitere Ausfall sei unverantwortlich. Die SPD fordert, die Zahl der Krankheitsvertretungen deutlich zu erhöhen.

 

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