PhotoExpress.com, Fotograf: Stepanov In einem Schreiben an Valentin Luschenz, den Betriebsratschef der Firma Läpple, hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Gall solidarisch mit ihm und der Belegschaft des Heilbronner Automobilzulieferers erklärt.
Luschenz ist von der Geschäftsleitung mit einer dubiosen Begründung gekündigt wurden. Die IG Metall vermutet dahinter eine Aktion, um einen für den Vorstand unbequemen Kämpfer für die Rechte der Belegschaft loszuwerden. Dieser Vermutung hat sich Reinhold Gall MdL angeschlossen. Am Freitag will sich der Abgeordnete vor Ort bei einer Unterschriftenaktion der IG Metall am Werkstor von der Stimmung im Betrieb ein Bild machen.
Lesen Sie die Solidaritätsadresse an Valentin Luschenz im Wortlaut:
Lieber Kollege Luschenz,
mit Bezugnahme auf die Berichterstattung in der Heilbronner Stimme möchte ich Dir, auch im Namen meiner SPD-Abgeordnetenkollegen, den Rücken stärken und mich der Meinung unserer IG Metall anschließen. Für die hat Rudolf Luz ja formuliert, er halte die Aussage, mit der der Läpple-Vorstand den Kündigungsantrag begründet, für vorgeschoben, um einen unbequemen Verhandlungspartner loszuwerden.
Du kannst Dich jederzeit an mich wenden, wenn Du meine bzw. unsere außerbetriebliche Solidarität auch in öffentlicher Form oder gegenüber der Geschäftsleitung für angebracht hältst.
Ich möchte Dir auch sagen, dass ich bereits heute Morgen viele Reaktionen von Läpple-Beschäftigten und aus meinem privaten Umfeld zum Artikel in der Heilbronner Stimme erhalten habe, die alle eindeutig Deine Position stützen. Vielleicht ist Dir das in dieser schwierigen Situation eine mentale Stütze.
In der Hoffnung, dass sich die Situation für Dich positiv auflöst verbleibe ich
mit kollegialen und solidarischen Grüßen
Reinhold Gall MdL