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Rote Tränen

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Jochen Kiefer (li.) Ralf Fuhrmann, Renate Schmidt (re)

SPD Kreisverbände Pforzheim und Enzkreis verabschieden zwei langjährige Mitarbeiter der Regionalgeschäftsstelle

In einer bewegenden Feier im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach verabschiedeten Genossen der SPD-Kreisverbände Pforzheim und Enzkreis am Sonntag zwei hauptamtliche SPD-Urgesteine, die über 30 Jahre lang die SPD- Regionalgeschäftsstelle Pforzheim betreut haben.

Mehr als 120 Genossen aus Pforzheim und dem Enzkreis kamen auf Einladung der SPD-Kreisverbände zur Verabschiedung von Hans-Joachim "Jochen" Kiefer, der als neuer Geschäftsführer des SPD-Regionalzentrums nach Stuttgart wechselt, und Renate Schmidt, die aus dem aktiven Berufsleben in den wohlverdienten Ruhestand geht.

120 Festgäste

Ute Vogt MdL, Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg, übermittelte die besten Glückwünsche des Landesvorstandes und erinnerte in ihrer bewegenden Rede an die wichtige Bedeutung der regionalen Geschäftsstellen für die Parteiarbeit vor Ort und blätterte da auch in ihrer eigenen politischen Karriere, die maßgeblich in der SPD- Regionalgeschäftsstelle Pforzheim, die in Bürogemeinschaft mit dem Bürgerbüro der Bundestagsabgeordneten die gleichen Räume bewohnt, geprägt wurde.

Thomas Knapp MdL, Kreisvorsitzender der SPD im Enzkreis, würdigte das phänomenale Organisationstalent des "Kommunikationswunders" Renate Schmidt. Ihr umfangreiches Wissen über viele bekannten und auch weniger bekannten Genossen in den Kreisverbänden ermöglichten viele Querverbindungen, die in der aktiven Parteiarbeit unschätzbar sind. Legendär, so Knapp, waren Vorbereitungen auf Feste und Jubiläumsfeiern, in deren Vorfeld Renate Schmidt regelmäßig die wichtigsten Stationen von Jubilaren recherchierte und auch passende Anekdoten beisteuern konnte.

Ralf Fuhrmann, Kreisvorsitzender der SPD in Pforzheim, kennzeichnete rückblickend die Person des Regionalgeschäftsführers Jochen Kiefer augenzwinkernd unter anderem als "leibhaftig wandelnde Parteisatzung" und Ruhepol in der hauptamtlichen Parteiarbeit. Jochen Kiefer ist landesweit in der SPD nach wie vor einer der kundigsten hauptamtlichen Mitarbeiter im Bereich des Parteisatzungswesens und prägte mit seiner jahrelangen Organisationsarbeit nicht nur die Parteistrukturen in "seinen" Geschäftsstellenbereichen, die bis nach Freudenstadt reichten - trotz der Entfernungen keine "schwarzen Flecken" für ihn, da er regelmäßig selbst bei Versammlungen von kleinsten Ortsvereinen als Geschäftsführer anwesend war.

Wolfgang Roth, ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Pforzheim und Enzkreis, beschrieb die Arbeit der Regionalgeschäftsstelle als "Büro der besonderen Temperamente"; die ruhige Art Jochen Kiefers ergänzte sich seiner Meinung nach hervorragend mit der Antriebskraft Renate Schmidts und sorgte dafür, dass selten Routine aufkam, sondern ständig Raum für Kreatives und Konstruktives gebildet wurde. Der vorherrschende gute Geist, so Roth, war ein fester Punkt für seine insgesamt fünf Wahlkämpfe und "wo nur alles stromlinienförmig läuft, kommt nix Kreatives dabei heraus".

Musikalisch untermalt wurde die Feier mit Lieder und Texten, die von Mitgliedern des Stadttheaters vorgetragen wurden. Als besondere Einlage sangen die so genannten "Rotkrakehlchen", bestehend aus Genossen jeden Alters und jeder Funktion (unter anderem mit Katja Mast MdB, Schriftführer Karl-Heinz Grässle, dem Pforzheimer Kreisvorsitzenden Ralf Fuhrmann und Enzkreis-Pressesprecher Timo Steinhilper), leicht abgeänderte Liedinterpretationen altbekannter Lieder aus der Arbeiterbewegung.

Die SPD- Regionalgeschäftsstelle wird trotz des Wegganges von Jochen Kiefer und Renate Schmidt - entgegen anderslautenden Meldungen - weiterhin geöffnet bleiben. Monika Löschner, Bernd Safferling, Reinhild Lang und Timo Steinhilper sind von montags bis donnerstags Ansprechpartner vor Ort.

Timo Steinhilper
Pressesprecher SPD-Kreisverband Enzkreis

 

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