Mehr Tempo bei der Entscheidung über die Einrichtung von Werkrealschulen neuen Typs fordert der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Reinhold Gall MdL. Die Landesregierung hatte zugesagt, die Kommunen bis Ende Januar darüber zu informieren, ob den Anträgen auf Weiterentwicklung ihrer Hauptschulen zu so genannten Neuen Werkrealschulen stattgegeben werde oder nicht.
„Einige Bescheide wurden zwar verschickt“, berichtet Reinhold Gall, „allerdings stehen noch Antworten auf Anträge aus, zum Beispiel in Bad Wimpfen, Neudenau oder Gemmingen.“ Dies sei wenige Tage vor Beginn der Faschingsferien und der Vergabe der Zwischenzeugnisse – und damit der Empfehlungen für den weiteren Schulbesuch von Viertklässlern – ein „miserabler Zeitplan“ kritisiert Gall. Kommunen und Eltern hätten einen Anspruch auf Planungssicherheit, den diese von der Landesrgierung praktizierte Salami-Taktit nicht biete, so der SPD-Politker weiter.
Reinhold Gall kündigt zudem an, eventuelle Ablehnungen der Werkrealschulanträge und damit die Gefahr von Schulschließungen nicht zu akzeptieren. „Die Schulstruktur im Landkreis Heilbronn werden an Qualität verlieren, wenn auch nur zwei oder drei unserer Hauptschulen schließen müssen. Dies hat massive Auswirkungen auf den Bildungsstandard und die Bildungschancen unserer Kinder.“ Hier sei auch der Kreistag gefordert, der eventuell betroffene Kommunen politisch unterstützen müsse.