Am 02. Mai war es soweit: bei leider nicht ganz passendem Wetter wurde in der Nähe von Wüstenrot der Finsterroter See wieder eröffnet. Reinhold Gall, der die beiden Besitzerinnen des Sees in den letzten Jahren bei ihren Bemühungen um und ihrem Engagement für die Wiedereröffnung unterstützt hatte, war bei der Neueröffnung des Sees dabei uns hat ein Grußwort gesprochen.
Liebe Frau Lang, liebe Frau Lang-Kemppel,
liebe Unterstützer und Mitarbeiter des Seebetriebs,
liebe Gäste,
„Alles neu macht der Mai“ – ein altes Sprichwort, das auf den Finsterroter See wunderbar zutrifft. Allerdings, und das möchte ich gleich zu Beginn meines kurzen Grußwortes betonen, ohne den engagierten und mehr als vorbildlichen Einsatz von Ihnen, liebe Frau Lang und Frau Lang-Kemppel, und ohne Ihre Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, mit der Sie die Sanierung und die Wieder-Inbetriebnahme des Finsterroter Sees als Bade- und Freizeitstätte betrieben haben, würden wir heute vermutlich nichts eröffnen können. Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch das große finanzielle Engagement Ihrerseits, das für die Dammsanierung und die Entschlammung dieses Naturdenkmals nötig war.
Für diese Leistung möchte ich Ihnen beiden und allen weiteren Beteiligten ausdrücklich danken. Nicht nur, dass der Finsterroter See eine willkommene Bereicherung der Freizeitmöglichkeiten im Heilbronner Land darstellt und die Auswahl an naturnahen Bade- und Erholungsmöglichkeiten erweitert. Der See, idyllisch gelegen im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, ist auch eine schöne Alternative für alle diejenigen, die ihre Freizeit lieber in ruhiger Atmosphäre verbringen wollen.

Besonders beeindrucken mich am Finsterroter See die Vielfalt der Angebote und die Tatsache, dass alles reibungslos miteinander zu harmonieren scheint. Ob Badegäste, Ruder- und Tretbootfahrer, Kinder, die sich auf dem neuen Spielplatz austoben, Ausflügler und Wandergäste, die im frisch heraus geputzten und neu verpachteten Kiosk einkehren, Angler, Naturinteressierte, Schulklassen und andere Kindergruppen – wo wir an anderen Stellen oft Konflikte aufgrund unterschiedlicher Interessen haben, akzeptiert man sich hier gegenseitig und nimmt Rücksicht.
Ich glaube, dass dies zwei Gründe hat. Zum einen die Geschichte des Sees, der schon vor über 450 Jahren in den Aufzeichnungen erwähnt wurde und lange Zeit als Wasserspeicher für die Finsterroter Mühle diente, bis diese 1956 als eine der letzten Mahlmühlen geschlossen wurde. In dieser Zeit entdeckten dann Menschen aus der direkten Umgebung und auch aus dem Umland den See als Freizeitanlage. Einen wichtigen Beitrag dazu haben die Eltern der beiden Frauen geleistet, die heute im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Wilhelm und Elisabeth Lang eröffneten 1958 und 1959 einen Bootsverleih und eine Trinkhalle legten damit den Grundstein zu dem, was der See auch heute wieder ist: ein angesagtes Ausflugsziel.
Der andere Grund liegt sicherlich in der guten Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Sowohl die Gemeinde als auch der Verband Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald haben die Wiedereröffnung des Finsterroter Sees positiv begleitet und auch zukünftig soll die Etablierung eines naturnahen, sanften und zurückhaltenden Tourismus unterstützt werden.
Wenn ich mir den See und die vielen begeisterten Besucher – vor allem die vielen Familien - so anschauen, bin ich übrigens sehr zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Darüber freue ich mich übrigens sehr. Denn als Sülzbacher, der ja ganz in der Nähe wohnt, werde ich heute sicher nicht zum letzten Mal hier gewesen sein.
Ich darf Ihnen jedenfalls allen viel Freude mit diesem Kleinod wünschen. Möge es gelingen, den See so naturnah wie heute zu halten, denn dies ist sicherlich sein wichtigstes Alleinstellungsmerkmal.
In diesem Sinne alles Gute und viel Erfolg!
Weitere Informationen zum See auf der Homepage!