Beim Gespräch im Polizeirevier Neckarsulm von Yannik Glaser, Obersulm
Ich habe am Mittwoch den 6. August den Innenminister und Landtagsabgeordneten Reinhold Gall im Rahmen meines einwöchigen Praktikums in seiner Tätigkeit begleitet. Der Tag war geprägt durch einige Termine in seinem Wahlkreis, in denen verschiedenste Anliegen vorgestellt und diskutiert wurden.
Der erste Termin fand in Bad Wimpfen statt. In der Kurstadt gibt es einige sanierungsbedürftige Gebäude. Im Rahmen einer kurzen Vorstellung hat man uns die drei größten dieser Projekte vorgestellt: die Sanierung des „blauen Turmes“, den Ausbau der Ludwig-Frohnhäuser-Gemeinschaftsschule und den Ausbau und die damit einhergehende Sanierung des Soleheilbades. Unter Beisein der meisten Mitglieder des Gemeinderates stellte der Bürgermeister Claus Brechter diese Vorhaben und die damit verbundenen Anliegen vor.

Bürgermeister Brechter erläutert die schadhaften Stellen am Blauen Turm.
Anschließend haben wir uns die Gebäude vor Ort angesehen und hatten Gelegenheit uns selbst von der Notwendigkeit der Projekte zu überzeugen. Die Schulleiterin der Ludwig-Frohnhäuser-Gemeinschaftsschule Sabine Keidel hat uns außerdem noch mit Begeisterung das Schulkonzept, aus dem der Umbaubedarf resultiert, ihrer Gesamtschule näher gebracht.

Gruppenbild mit dem Gemeinderat von Bad Wimpfen
Anschließend sind wir nach Neckarsulm gefahren, wo das Polizeirevier saniert wird. Man hat uns auch hier zunächst genauer über die aktuelle Lage informiert und uns die Dringlichkeit der verschiedenen Maßnahmen nahe gebracht. Hierzu waren nicht nur der Leiter des Reviers Bernahrd Mai und sein Stellvertreter Wolfgang Greiß anwesend, sondern auch eine Architektin des Landesbetriebs Vermögen und Bau, deren Fachkenntnis auch zur Beleuchtung des Projektes beigetragen hat. Die Dienststelle benötigt unter anderem neue Umkleideräume. Nicht zuletzt weil das Revier sich teilweise in den Gemäuern des ehemaligen Klosters befindet, ist eine Sanierung notwendig und auch angestrebt.

Reinhold Gall wirft noch einen Blick in die Planungen für den weiteren Umbau des Polizeireviers Neckarsulm
Nach einer Mittagspause, die wir in Neckarsulm mit Herrn Mai und Herrn Greiß verbracht haben, ging es weiter zum nächsten Termin in Weinsberg. Dort haben wir uns mit Vertretern des Weinbauverbandes Weinsberg getroffen, die auch zwei Anliegen vorzubringen hatten.
Zunächst ging es um Laubschneider für Traktoren die die Sicht des Fahrers einschränken können und diesbezügliche Regulationen. Diese Regulationen können aufgrund von Ungenauigkeiten Problematiken für die Fahrzeugführer mit sich bringen. Anschließend wurde dann auch noch eine Art Partnerprogramm mit Ungarn angesprochen, in dem es ungarischen Studenten ermöglicht werden soll in deutschen Betrieben Anstellungen zu finden, da die ungarische Ausbildung zwar sehr gut, aber das anschließende Finden von Stellen dort sehr problematisch ist.

Aktion zur Verkehrssicherheit von Motorradfahrern
Der letzte Termin war dann auf der Löwensteiner Platte. Dort wurde eine neue Messtechnik für Fahrzeuglärm der Presse vorgestellt. Das Projekt wurde vor allem durch Staatssekretärin Gisela Splett der Presse und den zahlreich erschienenen Motorradfahrern und Motorradenthusiasten präsentiert. Hiermit soll nicht nur gegen den Lärm, der von den vielen Motorradfahrern verursacht wird und über den sich Anwohner wiederholt beschwerten vorgegangen werden. Vor allem sollte auch ein Zeichen gesetzt werden, die Unfallzahlen allgemein, sowie die Zahl der Schwerverletzten und tödlich verunglückten Unfallopfern ist in dieser Motorradsaison, im Gegensatz zu dem Trend der Vorjahre, wieder relativ stark angestiegen. Dabei ist diese neue Technik der Lärmmessung von Motorrädern aber auch Autos, die wohlgemerkt noch nicht in Serie zum Einsatz kommt, nur ein Ansatz von vielen um die Straßen wieder sicherer zu machen. Hier spielt vor allem der direkte Zusammenhang zwischen manipulierten Fahrzeugen und anderen Verkehrsdelikten eine Rolle.
Das Ende dieser Veranstaltung markierte dann auch das Ende meines ersten Praktikumstages und so wurde ich am späten Nachmittag wieder nach Hause gebracht, wo ich ein wenig von meinem Blick hinter die politischen Kulissen und den interessanten und vielseitigen Tag mit unserem Innenminister Reinhold Gall erzählen konnte.