SPD Illingen / Schützingen

 

Neujahrsempfang 2013 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Veröffentlicht in Kreisverband

Peter Friedrich, Minister für den Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten im Staatsministerium Baden–Württemberg, sprach im Reuchlinhaus in Pforzheim bei den Kreisverbänden Pforzheim und Enzkreis am 10. Januar 2013

Stadträtin Jacqueline Roos begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Verwaltung und Gewerkschaften, den Kommunen und der Wirtschaft, den Verbänden, der Presse und den Gliederungen der Partei. Die SPD besteht nunmehr seit 150 Jahren. Damit ist sie bei weitem die älteste, noch bestehende politische Partei in Deutschland.

Das betonte die Stadträtin am Anfang ihrer Begrüßungsworte. Ihre weitere Feststellung, dass Dr. Frank Mentrup (SPD) in Karlsruhe zum Oberbürgermeister gewählt wurde, begleitete der Jubel der Anwesenden.
Katja Mast MdB, Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg, begrüßte die Gäste: Wir brauchen mehr „Wir“, weniger „Ich“! Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, schon seit 150 Jahren, das war möglich, weil Frauen und Männer aus den Reihen der SPD 150 Jahre lang taten, was sie tun mussten. Otto Wels protestierte 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz Hitlers: „Freiheit und Leben können Sie uns nehmen, die Ehre nicht“. Solche Worte bedeuteten damals sofortige Flucht ins Ausland oder sofortige Inhaftierung.

Die SPD hat jüngst rückblickend 12 Landtagswahlen gewonnen. Ich sehe im Jahre 2013 die SPD wieder an der Regierung im Bund, aber keine große Koalition! So begann Dr. Peter Friedrich und fuhr fort: Europa, das ist mehr als Währung und Finanzen. Es ist auch ein Vertrauens-Problem bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Da wird heute laut gerufen und erbittert gerungen: Europa darf keine Transferunion werden! Tatsache ist, Europa ist eine Transferunion, nämlich von dem Augenblick an, als dem zerschundenen, nach dem Krieg am Boden liegenden Deutschland die Hand gereicht wurde, ein begrenzter Teil seiner Wiedergutmachungszahlungen von den Siegermächten erlassen wurde.

Baden-Württemberg ist ein Herzland Europas. Zwei Drittel seiner wirtschaftlichen Leistung geht nach Europa. Wir dürfen unsere eigenen Absatzmärkte nicht abwürgen, wie in Spanien und Griechenland jüngst unter Merkel–Regie geschehen. Sparen und Haushaltssanierung, um Banken zu retten, das allein genügt nicht. Mit der Vergemeinschaftung von Staatsanleihen europäischer Staaten mittels deren Aufkauf durch die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Präsidenten Mario Draghi stützen wir schon seit längerem schwächelnde Volkswirtschaften unter den Euro - Ländern, meint der Referent. Die Finanzmärkte sind nach wie vor unreguliert. Wir brauchen eine wirksame gemeinsame europäische Bankenaufsicht als Ergänzung zu dem „Europäischen Fiskalpakt“ zur Verbesserung der Haushaltsdisziplin und entsprechend einen Pakt zur Durchsetzung einer Mindestbesteuerung der Unternehmen und eines flächendeckenden europäischen Mindestlohnes. Die Finanzmarkt-Transaktionssteuer, welche die SPD fordert, ist die Umsatzsteuer der Finanzmärkte. Sie muss jetzt im Europäischen Kontext wirksam umgesetzt werden.

Die Energiewende muss bei uns, in Baden-Württemberg, „klappen“. Jeder Euro für Voltaik–Anlagen bleibt bei uns im Lande. Jeder Euro für Kohle und Öl geht zu Öl-Scheichs und anderen außereuropäischen Finanz - Magnaten. Pforzheim, Nordschwarzwald, Kraichgau müssen sich zu einer intelligenten Energie-Partnerschaft zusammenfinden. Lösung des Fachkräfte-Nachwuchs-Problems und Gelingen der Energiewende, das sind zwei entscheidende Herausforderungen für unser Land. Gelingt das nicht, könnte daraus eine Wachstums-und Wohlstands - Bremse werden. Wir brauchen ein Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie ein Bildungssystem einschließlich guter Gymnasien, in dem die Leistung, nicht die soziale Herkunft über den Erfolg entscheidet. Das gehört auch zu einem sozialen und demokratischen Europa.

Hermann Baethge

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de