SPD Illingen / Schützingen

 

Neues Restaurant im sanierten Bretzfelder Bahnhof

Veröffentlicht in Veranstaltungen


Bildquelle: Familie Busch (www.karlbusch-wein.de)

Grußwort des Innenministers anlässlich der Eröffnung der Gastronomie im mit Unterstützung des Landes sanierten Bahnhofs in Bretzfeld (es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Familie Busch,
liebe Gäste!
Auch wenn ich nun schon einige Monate im Amt bin, ist diese Veranstaltung doch eine Premiere für mich. Für gewöhnlich weihe ich Polizeireviere ein, taufe neue Rettungsboote des THW oder steige als erster die neue Drehleiter einer Feuerwehr im Land hinauf. Ein Restaurant hingegen habe ich bislang noch nicht eröffnet.

Als ich mir dann die Einladung zur Einweihung der Gastronomie im alten Bahnhof Bretzfeld durchgelesen haben, ist mir klar geworden, wo die Verbindung liegt. Ich zitiere: „Zielgruppe sind Weingenießer, Besseresser, Weintouristen und Geschäftsreisende.“ Unter Geschäftsreisende falle ich sicher nicht, von allen anderen Attributen fühle ich mich durchaus angesprochen. Zumindest dann, wenn es schon als Weintourismus gilt, wenn ich als Sülzbacher ab und an auch einen guten Rotwein aus Hohenlohe trinke.

Doch ernsthaft: ich freue mich wirklich, heute hier sein zu können. Das Projekt der Familie Busch, aus dem alten Bahnhof in Bretzfeld eine Art „Genießerbahnhof“ zu machen und damit eine Anlaufstation zu werden für Freundinnen und Freunde des guten Weins, des nachhaltigen Genusses und der regionalen Küche, ist ein richtiger Schritt zur richtigen Zeit.

Ein richtiger Schritt deswegen, weil wir insbesondere außerhalb der großen Städte auf Personen angewiesen sind, den Schritt wagen, und sich – mit eigenem Risiko - an die Belebung und Weiterentwicklung eines denkmalgeschützen Gebäudes machen. Ein richtiger Schritt auch deswegen, weil es jammerschade gewesen wäre, wenn der Bahnhof in Bretzfeld – wie es leider mit vielen anderen Bahnhofsgebäuden im Land geschieht – weiter verfallen wäre. Hierfür verdient das Ehepaar Busch Dank und Respekt.
Zur richtigen Zeit deswegen, weil ich schon der Meinung bin, dass es seit geraumer Zeit beim Thema Lebensmittel und Essen ein Umdenken gibt. Weg vom „Schnellschnell“ und „Möglichst billig“ hin zu einem genussorientierten Essen aus hochwertigen, biologisch angebauten und möglichst regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Ganz nach den Worten eines französischen Schriftstellers aus dem 17. Jahrhundert: „Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst.“

Das Konzept des „Bahnhofs Busch“ mit Vinothek, Restaurant, kleinem Hotel und einem Kiosk - ganz wichtig für Bahnpendler und Touristen –trifft den Nerv der Zeit und wird – auch durch das wirklich wunderbar sanierte Gebäude – sicher nicht nur gezielte Gäste, sondern auch eine ganze Menge Laufkundschaft und Spontanbesucher anlocken.

Die günstige Lage direkt an der Stadtbahn trägt nicht nur dazu bei, dass Weinfreunde zukünftig sorgenfrei edle Tropfen probieren können, ohne dabei ihren Führerschein und die Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Hierfür kann ich als Innenminister einen extra Daumen nach oben geben. Mit einer Genießergastronomie im Bahnhof Bretzfeld wird auch die Liste der Anlaufstellen für Touristen entlang unserer Stadtbahnlinie um ein attraktives Angebot ergänzt und wird sich sicher spätestens zur nächsten Fahrradsaison von einem Geheimtipp zu einem wahren Knaller entwickeln.

Ganz besonders freue ich mich, dass finanzielle Unterstützung des Landes dazu beitragen konnte, die Idee der Familie Busch umzusetzen. Sowohl aus dem Topf für Denkmalschutz, als auch über die Gelder zur Agrarförderung sind Mittel in dieses Projekt geflossen und ich habe mich heute davon überzeugt, dass es gut angelegtes Geld ist.

Liebe Familie Busch, ich wünsche Ihnen für Ihr neues Projekt alles Gute und hoffe - auch im Namen aller Genießer in und um Betzfeld – dass heute eine lang anhaltende kulinarische Erfolgsgeschichte startet. Auch ich werde sicher nicht zum letzten Mal hier gewesen sein, denn auch für mich gilt wie für den französischen Dramatiker Molière: „Ich lebe von einer guten Suppe, nicht von einer schönen Rede.“

 

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