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Mehrgenerationenhäuser in Pforzheim und Mühlacker müssen eine Zukunft haben

Veröffentlicht in MdB und MdL


Katja Mast MdB

Zum „Tag der Mehrgenerationenhäuser“ erklärt die Bundestagsabgeordnete Katja Mast:

„Hier in Pforzheim und Mühlacker leisten die Mehrgenerationenhäuser Bernhardushaus, Bürgerhaus Buckenberg-Haidach und das Altenzentrum St. Franziskus wertvolle Arbeit. Sie bieten passgenaue Angebote wie Familienbildung, Kinderbetreuung, Seniorenarbeit oder Integrationsarbeit mit Migranten für verschiedene Generationen in unserer Region Pforzheim und dem Enzkreis.“

Gerade weil die Arbeit der Häuser vor Ort so wichtig ist, kritisiert Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete für die Menschen aus Pforzheim und dem Enzkreis, die teilweise ungewisse Zukunft der Mehrgenerationenhäuser: „Die Bundesregierung hat sich nicht ausreichend für den Fortbestand der bereits bestehenden Häuser eingesetzt. Das Bundesprogramm wird neu ausgeschrieben, die Träger von Häusern müssen sich neu bewerben. Hinzu kommt, dass der jährliche Bundeszuschuss pro Mehrgenerationenhaus von 40.000 auf 30.000 Euro ab 2012 sinkt. Insbesondere in strukturschwachen Regionen und im ländlichen Raum droht die Gefahr von Projektruinen. Besonders kritisch sehe ich, dass die Bundesregierung keine Übergangslösung für diejenigen Häuser, deren Bundesförderung bereits vor Ablauf des Jahres 2011 ausläuft, geschaffen hat.“

In Zukunft sollen bundesweit nur noch 450 statt 500 Häuser gefördert werden. „Das bestehende Bundesprogramm wird zusammengestrichen. Eine nachhaltige Generationenpolitik sieht anders aus. Ich hoffe, dass der heutige „Tag der Mehrgenerationenhäuser“ nicht der letzte in Pforzheim und dem Enzkreis ist und unsere Mehrgenerationenhäuser auch im nächsten Jahr ihre Pforten weit geöffnet haben.“

Das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“, dessen fünfjährige Laufzeit 2011 zu Ende geht, ist eine Erfolgsgeschichte. Die 500 Begegnungsstätten für alle Generationen wurden 2006 ins Leben gerufen. Sie haben sich in Städten und Gemeinden als Anlaufstelle bewährt. Doch ab Herbst 2011 läuft schrittweise die Bundesförderung für alle Häuser aus, ein neues Programm folgt ab 1. Januar 2012. Einen Starttermin für die Ausschreibung des neuen Programms hat die zuständige Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) noch nicht bekannt gegeben. Ebenso warten die Träger der Mehrgenerationenhäuser seit Monaten auf konkrete Hilfe des Bundes für finanzschwache Kommunen.

 

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