SPD Illingen / Schützingen

 

Löhne nicht verantwortlich für die Krise machen!

Veröffentlicht in Europa

Merkels Wettbewerbspakt nicht mehr als durchsichtiges Ablenkungsmanöver für europapolitischen Zickzackkurs der Bundesregierung

"Die gegenwärtige Krise ist eine Krise der Finanzmärkte, der Spekulanten und des unzureichenden Risikomanagements der Banken. Es ist daher völlig widersinnig, wenn nun versucht wird, die Löhne oder das Renteneintrittsalter für die prekäre Haushaltslage verantwortlich zu machen", kritisiert der Mannheimer SPD-Europa-Abgeordnete Peter SIMON die laufenden Geheimverhandlungen der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission zum Wettbewerbspakt.

Bundeskanzlerin Merkel hatte den Pakt zur Vorbedingung für einen ständigen EU-Krisenmechanismus gemacht und damit viele europäische Partner vor den Kopf gestoßen.

"Das eigentliche Ziel des Wettbewerbspakts ist es, vom Zickzackkurs der deutschen Europapolitik abzulenken. Statt ein klares Bekenntnis zum Krisenmechanismus, zu Investitionszielen und zur teilweisen Refinanzierung von Staatsschulden durch Eurobonds abzugeben, versucht Bundeskanzlerin Merkel sich in die Sozialpolitik der übrigen Mitgliedstaaten und in die Tarifautonomie einzumischen", stellt Peter
SIMON fest. Die über Jahre unzureichenden Lohnsteigerungen in Deutschland und die daraus resultierende schwache Binnenmarktnachfrage würden hingegen nicht thematisiert.

Zwar diskutierten die Mitgliedstaaten auch über Steuerentlastung der Einkommen, dies solle aber zu Lasten der Konsumbesteuerung gehen. Von derartigen Verschiebungen hält Peter SIMON nichts. "Das ist Augenwischerei, denn so oder so haben weder die Menschen noch der Staat am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche", betont das Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung der sozialdemokratischen Fraktion.

"Wirklich Abhilfe schaffen könnten höhere Steuern auf Kapital und Vermögen oder die Einführung einer Finanztransaktionsteuer. Darüber hinaus braucht Europa eine gemeinsame Investitionsstrategie, um aus der Krise herauszuwachsen." Dafür werden sich die europäischen Sozialdemokraten im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsprozesses zur Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts einsetzen, kündigt Peter SIMON an.

Hintergrund:
Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone wollen bei einem Sondergipfel am 11. März 2011 über den Wettbewerbspakt beraten. Derzeit laufen Geheimverhandlungen, um den Widerstand gegen Merkels Vorschlag zu überwinden. Gleichzeitig braucht die Bundeskanzlerin ein Ergebnis, das aus innenpolitischer Sicht einen Erfolg suggeriert.

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 2 28 47558

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de