SPD Illingen / Schützingen

 

Innovative Eingliederungsprojekte brauchen Förderung

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Der sozial- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Hinderer, besuchte auf Einladung des örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Stoch Projekte zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser von der AWO und der Caritas im Landkreis Heidenheim.

Vor dem Hintergrund der drastischen Kürzung der Eingliederungsförderung von Langzeitarbeitslosen durch die Bundesregierung besuchte der sozial- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rainer Hinderer auf Einladung seines Parlamentskollegen Andreas Stoch die erfolgreich laufenden Projekte „Verlängerte Werkbank“ der AWO beim Kooperationspartner GARDENA in Niederstotzingen und das Vorhaben „Jugend-Job-Agentur“ der Caritas Ostwürttemberg.

AWO-Geschäftsführerin Birgit Koepsel stellte das Projekt vor, in dem ehemalige Langzeitarbeitslose aus dem Landkreis Heidenheim in einer AWO-eigenen Firma auf dem Gelände der GARDENA Manufacturing GmbH beschäftigt werden und dort vereinbarte Auftragsarbeiten für GARDENA übernehmen. Die erfolgreiche industrienahe Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt laufe bereits im dritten Jahr und werde durch entsprechende Fördermittel des JOB-Centers Heidenheim unterstützt. Geplant sei, dem Projekt noch weitere Trainingsplätze anzugliedern, mit dem Ziel eine möglichst schnelle Vermittlung der Betroffenen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Stefan Cramer, Personalreferent bei GARDENA, informierte über die ausgezeichnete Zusammenarbeit und begrüßte die Maßnahme. Dadurch sei es möglich gewesen, ehemals ins Ausland ausgelagerte Arbeitsplätze wieder an den Standort Niederstotzingen zu holen.

Matthias Quick, Fachleiter für Soziale Hilfen der Caritas Ostwürttemberg, verwies darauf, dass man für die Weiterführung der erfolgreich laufenden Projekte zur Eingliederung jugendlicher Arbeitsloser „Jugend-Job-Agentur“ und “Bewerberwerkstatt 2011“ unbedingt auf weitere öffentliche Förderung angewiesen sei. Thomas Koch, Leiter des JOB-Centers Heidenheim, betonte gegenüber den Abgeordneten die besondere Arbeitsmarktlage im Landkreis Heidenheim. Trotz Fachkräftemangel bestehe hier eine konstant hohe Zahl von rund 3.000 Langzeitarbeitslosen. Diese bedürfen besonderer Anstrengungen, um wieder ins Arbeitsleben eingegliedert zu werden. Dazu benötige man jedoch die entsprechenden Fördergelder.

Rainer Hinderer war von den Projekten beeindruckt und kritisierte die Kürzung der Eingliederungsmittel durch die Bundesregierung, welche mittelfristig auch das Ende dieser beispielhaften guten Integrationsmodelle sein dürfte: „Die betroffenen Langzeitarbeitslosen sind die Leidtragenden. Damit wird ein großer Flurschaden angerichtet werden“. Das Land Baden-Württemberg werde mit dem Regierungswechsel wieder zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik zurückkehren, versprach der Sozialpolitiker. Dazu gehöre ein Tariftreuegesetz, die flächendeckende Einführung von Mindestlöhnen, die Überprüfung von Landesausgliederungen und das Erstellen eines eigenen Arbeitsmarktprogramms. Dafür würden Projekte wie diese hier mit guten, innovativen Konzepten gesucht. Allerdings vermöge das Landesarbeitsmarktprogramm nicht, die verheerende Berliner Arbeitsmarktpolitik zu kompensieren. Das sei aufgrund der staatlichen Aufgabentrennung und der fehlenden finanziellen Landesmittel nicht möglich, bedauerte Hinderer.

Andreas Stoch vertrat die Auffassung, dass sich aus den Ansätzen des Landesarbeitsmarktprogramms für engagierte Sozialträger Fördermöglichkeiten ergeben könnten. Das Projekt „Verlängerte Werkbank“ der AWO mit den geplanten Erweiterungen und die Maßnahmen der Caritas können als Vorhaben im ländlichen Raum mit einer hohen Dichte von Langzeitarbeitslosen und der gewährleisteten Industrienähe nur empfohlen werden. Voraussetzung sei, dass das Landesarbeitsmarktprogramm mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet werde. Dafür wollen sich Rainer Hinderer und Andreas Stoch in der anstehenden Haushaltsplanberatung im Landtag einsetzen.

 

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