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Impuls für deutsche Automobil- und Zulieferindustrie

Veröffentlicht in Bundespolitik

1. Bundesumweltministerium fördert elektrische Fahrzeugantriebe mit 100 Millionen Euro
Mit elektrischen Fahrzeugantrieben lassen sich verkehrsbedingte CO2- und Schadstoffemissionen senken - vor allem dann, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne stammt.

2. FORSA-Umfrage: Mehrheit lehnt Atomkraft ab
Zwei Drittel der Bevölkerung wollen den beschlossenen Ausstieg beibehalten oder sogar beschleunigen.

Das Bundesumweltministerium hat daher heute eine Förderbekanntmachung zur Elektromobilität veröffentlicht. Gefördert werden vor allem die Weiterentwicklung und Erprobung von Plug-In-Hybrid- und Elektroantrieben, Verfahren zum gesteuerten Be- und Entladen im Pkw- und Wirtschaftsverkehr sowie die Forschung und Entwicklung im Recycling von Antriebsbatterien.
Das BMU unterstützt ferner die Vernetzung von Elektrofahrzeugen und Energiesystemen mittels Informations- und Kommunikationstechnologie in den E-Energy-Modellregionen sowie den Kauf von Diesel-Hybrid-Bussen durch Kommunen.
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf die Straße kommen. Dafür stehen im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung.
Da der Strom für elektrische Fahrzeugantriebe aus einer Vielzahl von Primärenergien gewonnen werden kann, macht man sich unabhängiger von Ölimporten und den stark schwankenden Preisen an der Tankstelle.
Damit bietet die Elektromobilität aus Sicht des Bundesumweltministeriums gerade für die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie große Chancen. Denn in den wichtigen Märkten weltweit ist eine zunehmende Verschärfung der CO2- und Abgas-Gesetzgebung zu beobachten. Und bei den Pkw-Käuferinnen und Käufern spielen die Betriebskosten eines Fahrzeugs nach den Erfahrungen mit den hohen Kraftstoffpreisen im vergangenen Jahr eine deutlich wichtigere Rolle. Auch wenn der Ölpreis derzeit wieder relativ niedrig ist, bleibt doch im Bewusstsein, dass dieser bei einem Anspringen der weltweiten Konjunktur auch schnell wieder ansteigen kann.
(Berlin, 23.04.2009)
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2. FORSA-Umfrage: Mehrheit lehnt Atomkraft ab
Zwei Drittel der Bevölkerung wollen den beschlossenen Ausstieg beibehalten oder sogar beschleunigen.
Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen wollen den beschlossenen Atomausstieg beibehalten oder sogar beschleunigen. Dies ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesumweltministeriums in einer repräsentativen Umfrage zur Sicherheit von Atomkraftwerken und zum Ausstieg aus der Atomkraft (Befragungszeitraum: 20.-22. April). Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber 2006. Im August 2006 hatten 62 Prozent der Bundesbürger auf dieselbe Frage geantwortet, das Tempo des Atomausstiegs solle beibehalten oder beschleunigt werden.
Dass das Tempo des Atomausstiegs verlangsamt werden sollte, finden 12 Prozent der Deutschen richtig. Lediglich 18 Prozent sind grundsätzlich gegen einen Ausstieg aus der Atomkraft.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die repräsentativen Zahlen belegen, dass eine breite Bevölkerungsmehrheit den beschlossenen Atomausstieg unterstützt. Sie zeigen auch, dass es der Atomlobby selbst mit einer millionenschweren Dauerwerbekampagne nicht gelingt, die Wahrnehmung der Atomkraftrisiken zu übertünchen. Das Gerede von einer Rückkehr der Atomenergie entpuppt sich als bloße Propaganda."
70 Prozent der Deutschen halten das Unfallrisiko der Atomkraftwerke für zu hoch: 26 Prozent aller Bundesbürger halten die Gefahr, dass es heutzutage noch zu einem schweren Atomunfall wie z.B. vor 20 Jahren in Tschernobyl kommen könnte, heute für noch genauso groß wie damals. 44 Prozent glauben, dass die Atomkraftwerke heute zwar weltweit sicherer seien, halten das Unfallrisiko persönlich jedoch weiterhin für zu hoch.
Lediglich 4 Prozent glauben, dass Atomkraftwerke heute sicher seien und keine Unfallgefahr mehr besteht. 24 Prozent sind der Meinung, dass die Unfallgefahr in den letzten 20 Jahren weltweit zumindest soweit zurückgegangen ist, dass man das Restrisiko heute in Kauf nehmen kann.
Die Mehrheit der Bevölkerung (57 Prozent) sieht in der Atomkraft eine große Gefahr oder sogar eine sehr große Gefahr für sich und ihre Familien. Dies ist in allen Altersgruppen die mehrheitliche Einstellung, während in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen lediglich 49 Prozent die Gefahr als sehr groß oder groß einschätzen.
(Berlin, 24.04.2009 )

 

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