SPD Illingen / Schützingen

 

Im Austausch mit dem Vorstand des VdK-Kreisverbands Heidenheim

Veröffentlicht in Wahlkreis


Andreas Stoch mit dem VdK-Vorstand Gerd Zipser, Wolfgang Klook, Angelika Schiele-Baun und Liselotte Haag (v.l.).

Zu einem Gedankenaustausch traf sich der geschäftsführende Vorstand des VdK–Kreisverbands Heidenheim mit dem SPD–Landtagsabgeordneten und Fraktionschef im Stuttgarter Landtag Andreas Stoch in seinem Heidenheimer Wahlkreisbüro.

„Der Sozialverband VdK ist gemeinnützig und setzt sich seit vielen Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit für alle Bürger, im Besonderen für die Interessen einkommensschwächerer Menschen ein“, informierte Kreisvorsitzender Wolfgang Klook über die Aufgaben des VdK im Landkreis Heidenheim. „Gerade Rentnern mit geringem Einkommen, Pflegebedürftigen und ihren betreuenden Angehörigen, sozial benachteiligten Familien und Menschen mit Behinderungen wollen wir eine starke Stimme geben. Wir haben rund 4700 Mitglieder im Landkreis.“

Ein zentrales Thema des Gesprächs war die ärztliche Versorgung im Landkreis. „Die Menschen brauchen eine gute gesundheitliche Versorgung, die sie sich auch leisten können“, forderte Klook. Dabei müsse eine solche Versorgung sowohl in den Städten als auch in den ländlichen Gemeinden garantiert sein. Zunehmend hohe Belastungen für Patienten durch Zuzahlungen prägten das Gesundheitswesen, beispielweise die Zuzahlungen bei Zahnersatz oder Hörgeräten. Infrastrukturmaßnahmen in der Pflege, so Klook weiter, seien gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Er bekräftigte die VdK–Forderung, dass Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen aus Steuermitteln durch das Land zu tragen seien. Denn die zu erwartenden Kostensteigerungen in der Pflege dürften nicht einseitig zu Lasten der gesetzlich Pflegeversicherten gehen. Insbesondere ältere Menschen bräuchten darüber hinaus ein barrierefreies Umfeld, das ihnen ermöglicht, weiterhin mobil zu sein und ihren Bedürfnissen entsprechend zu wohnen. „Gesundheitsversorgung, im medizinischen wie auch im pflegerischen Bereich, zählen für mich zur Daseinsvorsorge und sollten nicht dem Prinzip der Gewinnmaximierung folgen“, betonte Andreas Stoch, der sich diesem Thema unlängst mit einem Aktionstag „Wohnen im Alter“ in seinem Wahlkreis annahm.

Kritisch wurde von beiden Seiten auch die Gründung einer Servicegesellschaft beim Klinikum Heidenheim gesehen. Kosteneinsparungen auf dem Rücken der zukünftigen Mitarbeiter seien auch im Blick auf den Fachkräftebedarf eine falsche Entscheidung, insbesondere, wenn das Einkommen dieser Mitarbeiter im unteren Bereich liegt und die später zu erwartende Rente unweigerlich Altersarmut hervorrufen wird. „Was das Klinikum und damit der Kreis als Träger hier auf Kosten der Mitarbeiter einspart, trifft ihn später bei den Sozialausgaben umso härter“, stimmt Stoch zu.

 

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