SPD Illingen / Schützingen

 

Hintergründe des Amoklaufs von Lörrach aufklären!

Veröffentlicht in Landespolitik


Bildquelle: photocase.com // himberry

Fraktionsvize Katrin Altpeter: „Die SPD wird prüfen, ob das geltende Waffenrecht geändert werden muss, um die Gefahr von Tragödien wie jetzt in Lörrach so weit wie möglich zu verringern“

Reinhold Gall: „Es muss gewährleistet werden, dass die Waffenbehörden von den Schützenvereinen wirklich darüber informiert werden, wenn Sportschützen nicht mehr am Schießtraining teilnehmen und deshalb keine Waffen mehr besitzen dürfen“

Nach dem Amoklauf von Lörrach fordert die SPD-Landtagsfraktion von Innenminister Rech, alle Umstände des Waffenbesitzes der Täterin vollständig aufzuklären. Erklärungen des Ministers, das geltende Waffenrecht sei in Ordnung, hält die SPD für vorschnell. „Zuerst müssen die genauen Umstände der Tat überprüft werden, bevor die Konsequenzen absehbar sind“, erklärt Reinhold Gall, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion.

Er bezweifelt ebenso wie Katrin Altpeter, Fraktionsvizechefin und frühere Obfrau der Fraktion im Sonderausschuss „Winnenden“ des Landtags, dass die Amokläuferin als Sportschützin tatsächlich legal im Besitz zahlreicher Waffen gewesen sei. Die beiden Politiker weisen darauf hin, dass nach dem neuen Waffenrecht die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Waffen und Munition erlischt, wenn ein Sportschütze nicht regelmäßig an Schießsportveranstaltungen teilnimmt. „Angesichts der familiären Hintergründe können wir uns nicht vorstellen, dass die Lörracher Rechtsanwältin bis in die jüngste Zeit hinein regelmäßig den Schießsport ausgeübt hat“, erklärt Altpeter.

In einem heute eingebrachten Parlamentsantrag fordert die SPD-Fraktion von Innenminister Rech deshalb präzise Auskunft über folgende Fragen: Welcher anerkannte Schießsportverband hat wann erstmals gegenüber welcher Behörde bescheinigt, dass für die Rechtsanwältin ein waffenrechtliches Bedürfnis für den Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition als Sportschützin besteht? Ob und wann ist dieses Bedürfnis später erneut überprüft worden? Welche Waffen und Munition wurden in der Waffenbesitzkarte der späteren Amokläuferin bescheinigt? Seit wann war sie Mitglied in einem Schießsportverein? Welcher Schützenverein führte den Nachweis über die Häufigkeit und die schießsportlichen Aktivitäten der Rechtsanwältin?

Altpeter und Gall fordern vor dem Hintergrund des Sorgerechtsstreits der Anwältin und ihrer psychischen Situation, dass auch geklärt werden müsse, ob Zuverlässigkeit und persönliche Eignung der späteren Amokläuferin noch immer vorhanden gewesen seien, um berechtigt Waffen und Munition zu besitzen und ob dies überhaupt überprüft worden sei. Sie wollen deshalb von der Landesregierung wissen, ob sie Änderungen im Waffenrecht für sinnvoll erachtet, mit dem Ziel, bei Sportschützen das Vorliegen der waffenrechtlichen Voraussetzungen zum Besitz und Erwerb von Waffen und Munition (regelmäßige Teilnahme am Schießsport, persönliche Eignung und Zuverlässigkeit) ohne jede Befristung und von Anfang an regelmäßig zu überprüfen. „Es muss gewährleistet werden, dass die Waffenbehörden von den Schützenvereinen auch wirklich darüber informiert werden, wenn Sportschützen nicht mehr am Schießtraining teilnehmen und deshalb keine Waffen mehr besitzen dürfen“, sagt Gall.

Die SPD fordert, es müsse sichergestellt werden, dass die Waffenbehörden über alle gravierenden Veränderungen in der Persönlichkeit von Sportschützen informiert werden, die die persönliche Eignung und Zuverlässigkeit der Waffenbesitzer in Frage stellen. „Die SPD wird prüfen, ob das geltende Waffenrecht geändert werden muss, um die Gefahr von Tragödien wie jetzt in Lörrach so weit wie möglich zu verringern“, erklärt Altpeter.

 

Homepage Reinhold Gall MdL

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de