SPD Illingen / Schützingen

 

Gemeinsames Gipfeltreffen zeigt: Beim Lärmschutz ziehen alle an einem Strang

Veröffentlicht in Wahlkreis

Um die drängenden Fragen rund um den Lärmschutz entlang der A8 zu klären, luden die Abgeordneten Katja Mast MdB (SPD), Gunther Krichbaum MdB (CDU), Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (FDP) und Prof. Dr. Erik Schweickert MdL (FDP) am vergangenen Freitag zu einem regionalen Gipfeltreffen. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl ließ sich durch Abteilungsleiter Jürgen Skarke und A8-Projektleiter Timo Martin, sowie ihrer persönlichen Referentin Carolin Wichtermann vertreten.

Von Seiten der Stadt Pforzheim nahm Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler in Vertretung des Oberbürgermeisters Peter Boch an der Runde teil. Mit dabei waren auch Kieselbronns Bürgermeister Heiko Faber, der Eutinger Ortvorsteher Helge Hutmacher sowie Verbandsdirektor Matthias Proske vom gastgebenden Regionalverband Nordschwarzwald. Die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann (Grüne), die terminlich verhindert war, ließ sich durch eine Mitarbeiterin vertreten.

Für den Ausbau der Autobahn wurde das Planfeststellungsverfahren 2014 abgeschlossen. Dabei wurden auch die Erfordernisse des Lärmschutzes berücksichtigt. Eine rechtliche Verpflichtung des Bundesverkehrsministeriums zu einem zusätzlichen Lärmschutz besteht daher nicht. In der Region ist aber in den Anrainerkommunen die Idee entstanden, den beim A8-Ausbau anfallenden Aushub zu zusätzlichen Lärmschutzwällen aufzuschütten. Hierdurch könnten die Kosten des Abtransports gespart und teilweise für Lärmschutzmaßnahmen verwendet werden. Um diese Idee eines zusätzlichen Lärmschutzes zu diskutieren, traf sich erwähnte überparteiliche Runde und einigte sich bei dem Gespräch auf folgende Punkte:

  1. Der Bund erklärt sich dazu bereit, die Unterhaltungskosten der zusätzlichen Lärmschutzwälle komplett zu übernehmen, sofern diese Wälle in der Ausschreibung berücksichtigt wurden. Eine Ablöse entfällt damit.
  2. Eine offene Frage ist, ob die vom Gesetzgeber geforderten und im Planfeststellungsbeschluss eingehaltenen Lärmwerte auf Eutinger und Kieselbronner Seite durch erhöhte Lärmschutzwälle noch weiter signifikant zu senken sind, um den für einen erweiterten Lärmschutz notwendigen Bebauungsplan zu begründen. Die Stadt Pforzheim klärt zeitnah, wie schnell ein ergänzendes Lärmgutachten erstellt werden kann, das einen Prognosezeitraum des Verkehrsaufkommens bis 2035 berücksichtigt.
  3. Die Runde stimmt überein, dass auf Grundlage dieses Lärmgutachtens darüber entschieden wird, wie weiter verfahren werden soll. Wenn die prognostizierten Lärmwerte nicht signifikant niederer sind, wird das Aufschütten von Lärmschutzwällen nicht mehr weiter verfolgt.
  4. Das Regierungspräsidium erklärt, dass es bis zum 23.11.2018 Klarheit darüber geben muss, wie mit dem Aushub des A8-Ausbaus umgegangen wird. Hintergrund hierfür ist, dass Ausschreibungsfristen eingehalten werden müssen und bereits bei der Ausschreibung feststehen muss, ob der entstandene Aushub für Lärmschutzwälle verwendet wird oder deponiert werden muss.
  5. Um die Interessen der Region gegenüber dem Bund zu vertreten soll es noch vor der parlamentarischen Sommerpause einen gemeinsamen Termin mit den Vertreterinnen und Vertretern der Region und dem Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Steffen Bilger geben.

Die Ergebnisse des Treffens zeigen, dass es sich lohnt die Fragen des Lärmschutzes entlang der A8 in breiter Runde abzustimmen und überparteilich die Initiative zu ergreifen.

Zudem diskutierte die Runde auch über eine mögliche Lärmschutzwand auf der geplanten Autobahnbrücke über die B 10. Das Regierungspräsidium stellte klar, dass auf Basis des Planfeststellungsbeschlusses keine Lärmschutzwände auf der B10-Brücke erforderlich sind. Die Kosten für den gesamten „Lückenschluss“ belaufen sich auf zusätzlich etwa drei Millionen Euro.

 

Homepage Katja Mast MdB

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de