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Mit Unverständnis reagiert Reinhold Gall, Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Neckarsulm und polizeipolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, auf die Einstellung von freiwilligen Polizisten, die seit heute bei der Polizeidirektion Heilbronn aushelfen. „Ich habe hohen Respekt für das bürgerschaftliche Engagement derer, die sich im freiwilligen Polizeidienst engagieren, aber der Polizeiberuf ist ein außerordentlich anspruchsvoller und die Aufgaben der Polizei sehr komplex und schwierig“, so Reinhold Gall. Diese Anforderungen seien nicht in einem zweiwöchigen Lehrgang zu vermitteln, auch für den Umgang mit der Waffe bedürfe es eine fundierte Ausbildung.
Reinhold Gall weiter: „Es gibt viele andere Bereiche, wo unserer Gesellschaft das Engagement dieser Freiwilligen sehr gut gebrauchen kann, die Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit gehört nicht dazu.“ Es sei offensichtlich, dass die Landesregierung Geld einsparen wolle und das auf Kosten der Sicherheit. Zur Zeit seien bei der Polizeidirektion Heilbronn 80 Stellen unbesetzt, kritisiert Reinhold Gall und zeigt alternative Konzepte auf: „Die SPD-Landtagsfraktion hat bei jeder Haushaltsberatung in den letzten Jahren beantragt, mehr Polizisten einzustellen. Dies ist durch Umschichtung finanzierbar.“ Zudem gebe es die Möglichkeit, die freiwilligen Helfer im Verwaltungsdienst bei der Polizei einzusetzen und so den ausgebildeten Beamten mehr Raum für die originäre Polizeiarbeit und die Präsenz auf der Straße zu geben.

