SPD Illingen / Schützingen

 

Finanztransaktionssteuer: Zeit der Ausreden ist vorbei

Veröffentlicht in Europa


Peter Simon MdEP

EU-Kommission mit Entwurf zur Finanztransaktionssteuer

„Dieser Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer hat Biss. Auch weil die Europäische Kommission dabei zentrale Forderungen von uns Sozialdemokraten im Europäischen Parlament berücksichtigt und Schlupflöcher zur Verlagerung von Transaktionen geschlossen hat“, begrüßt Peter SIMON, Mitglied im Wirtschafts-und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments, den heute von der Europäischen Kommission vorgelegten Gesetzesentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in den elf Mitgliedstaaten, die ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit in diesem Bereich bereits förmlich erklärt haben. „Jetzt liegt es an den teilnehmenden Mitgliedstaaten, allen voran Deutschland, den Entwurf nicht wieder zu verwässern, und damit die Finanztransaktionssteuer zu einem zahnlosen Tiger zu machen“, so der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON weiter.

Laut Kommission könnte die Steuer bereits zum 1. Januar 2014 in den teilnehmenden Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, eingeführt werden. Verärgert zeigt sich Peter SIMON deshalb darüber, dass aus Regierungskreisen in Deutschland bereits jetzt darauf hingewiesen werde, dass der als Starttermin mögliche 1. Januar 2014 nicht haltbar sei. „Anstatt zu versuchen, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen und alles dafür Mögliche zu tun, um diese Gerechtigkeitssteuer zeitnah einzuführen, wird jetzt schon wieder zurückgerudert. So ernst wie behauptet scheinen die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister die Einführung dieser Steuer dann doch nicht zu nehmen“, kritisiert Peter SIMON.

Wichtig ist dem Wirtschaftsexperten bei der künftigen Ausgestaltung der Finanztransaktionssteuer auch, die Verwendung der zu erwartenden jährlichen Einnahmen von 30 bis 35 Mrd. Euro frühzeitig zu klären: "Wir Sozialdemokraten im Europäischen Parlament werden alles daran setzen, zu verhindern, dass die Einnahmen der Gerechtigkeitssteuer einfach in den nationalen Haushalten verfrühstückt werden", so Peter SIMON abschließend.

Hintergrund:
Mit der Steuer (mindestens 0,1% auf Aktien und Anleihen und 0,01% auf Derivate) sollen kurzfristige spekulative Finanzgeschäfte verteuert und der Schwerpunkt wieder auf langfristige, der Realwirtschaft dienende Geschäfte gelegt werden. Alltägliche Geschäfte von Verbrauchern wie etwa Zahlungsgeschäfte, Versicherungsverträge, Kredite oder Hypotheken sind ausdrücklich ausgenommen.

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 228 47558

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Katja Mast Unsere Frau in Berlin

 

Jetzt Mitglied werden

 

Shariff

 

WebsoziInfo-News

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de