SPD Illingen / Schützingen

 

Andreas Stoch besucht neuen Leiter der Heidenheimer Agentur für Arbeit

Veröffentlicht in Wahlkreis


Elmar Zillert, Jochen Henne und Andreas Stoch im Gespräch (v.l.)

Andreas Stoch pflegte als örtlicher SPD-Landtagsabgeordneter und als früherer Kreisrat immer einen engen und konstruktiven Austausch mit der örtlichen Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. Diese fruchtbare Zusammenarbeit möchte der Parlamentarier - auch in seiner Funktion als Oppositionsführer im Stuttgarter Landtag – mit dem neuen Leiter der Heidenheimer Geschäftsstelle fortsetzen. Deswegen traf er sich mit Geschäftsstellenleiter Jochen Henne und dem Chef der Arbeitsagentur Ostwürttemberg, Elmar Zillert, zu einem Informationsgespräch.

Andreas Stoch begrüßte den neuen Leiter der Geschäftsstelle in Heidenheim und bot ihm die Zusammenarbeit an, insbesondere wenn den Arbeitsmarkt betreffende Themen in der Landespolitik platziert werden müssen. „Als Abgeordneter ist mir die Situation auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sehr wichtig und trotz der derzeit relativ guten Zahlen dürfen schwierige Fakten nicht vernachlässigt werden“, so Stoch. Jochen Henne und Elmar Zillert begrüßten das Angebot und wünschten sich von der Politik eine bessere Abstimmung bei verschiedenen Aktionen. Mehr Koordinierung würde helfen, Doppel- und Mehrfachstrukturen zu vermeiden, so Zillert.

Auf dem hiesigen Arbeitsmarkt könne man einen Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse verzeichnen, berichtet Zillert, hauptsächlich in den Bereichen Logistik und Verkehr. Auch durch Zeitarbeitsfirmen seien vergleichsweise viele Stellen geschaffen worden. Kritisch sei, dass hier vor allem junge Zeitarbeiter ältere Arbeitnehmer ersetzten, die aufgrund von Kosteneinsparungen von den Firmen „freigesetzt“ würden. Zum einen sei es extrem schwierig, diese älteren und meist gut bezahlten Fachkräfte wieder in eine adäquat bezahlte Anstellung zu bringen. Zillert sieht hier Handlungsbedarf, ein neues Instrument für einen aus Beitragsmitteln geförderten Lohnausglich zu schaffen: „Besser wir finanzieren Arbeit als Arbeitslosigkeit.“ Andererseits werde durch Befristungen großer Druck auf junge Arbeitnehmer ausgeübt. Stoch hält es aus sozialdemokratischer Sicht für sehr bedauerlich, dass die Industrie so viele feste Stellen durch Zeitarbeit ersetze. Parallel sei aber auch ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit festzustellen, was hauptsächlich daher komme, dass die Profile von Stellen und Bewerbern immer weniger zusammenpassen, so Zillert. Die Arbeitslosen profitierten zu wenig von der wirtschaftlichen Entwicklung. In den nächsten zehn Jahren werde es zu einem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel kommen, wenn Tausende aus Altersgründen das Beschäftigungssystem verlassen. Flüchtlinge könnten davon nur einen kleinen Anteil ersetzen. Es bedürfe einer gesteuerten Einwanderung, war man sich einig. Diese werde in Baden-Württemberg im Rahmen eines Modellversuches ab Oktober in Anlehnung an das kanadische Modell eingeführt, kündigte Zillert an.

Den früheren Kultusminister interessierte vor allem der starke Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis Heidenheim.  Problematisch sei, dass 80 Prozent der jugendlichen Arbeitslosen in der Grundsicherung keine Ausbildung haben, vermeldete Zillert. Dabei gebe es 1.783 offene Ausbildungsstellen in Ostwürttemberg. Die Firmen zeigten eine hohe Ausbildungsbereitschaft, aber der Trend gehe immer mehr zur weiterführenden Schule und zum Studium. An Studienabbrecher müsse man früher herangehen, um diese für eine Berufsausbildung zu gewinnen. Ein Potenzial sieht Zillert in jungen Ausländern, die häufig ungelernt auf den Arbeitsmarkt kommen. Hier müsse man verstärkt an die Eltern appellieren und eine „aufsuchende Bildungsarbeit“ leisten. Eine große Herausforderung sei die berufliche Integration der Flüchtlinge. Der Spracherwerb müsse hier an erster Stelle stehen. Andreas Stoch lobte die Arbeit an den Berufsschulen. Diese verbänden Sprachförderung mit beruflichen Praktika und könnten mehrere Berufsfelder abdecken.  

Abschließend wurde Andreas Stoch eingeladen, im Herbst gemeinsam einige Maßnahmen zu besuchen, damit sich der Abgeordnete einen persönlichen Eindruck davon machen könne.             

 

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