
Albert Köble (re.) zeigt Andreas Stoch die aktuellen Zahlen
Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch besuchte den Leiter des Heidenheimer Jobcenters Albert Köble und informierte sich über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis.
 
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Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch besuchte den Leiter des Heidenheimer Jobcenters Albert Köble und informierte sich über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis.
Albert Köble, der den in den Ruhestand verabschiedeten früheren Leiter Norbert Bach im Sommer abgelöst hatte, stellte dabei zwei Themen in den Vordergrund: Die hohe Zahl der Langzeitleistungsbezieher, sprich Hartz IV-Empfänger, und die enorme Aufgabe der Integration von Flüchtlingen und Migranten.
Was die Langzeitarbeitslosigkeit betrifft, merkt Köble an, sei der Landkreis Heidenheim strukturell bedingt schon langjährig Schlusslicht in Baden-Württemberg. Man müsse einfach anerkennen, dass es Menschen gebe, die keine Chance haben, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Deswegen braucht es Instrumente, die darauf angelegt seien, diese Menschen dauerhaft auf dem zweiten Arbeitsmarkt zu beschäftigen. „Wir brauchen einen echten Passiv-Aktiv-Tausch“, wünscht sich der Jobcenterleiter. „Es ist nicht teurer, hier Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit.“ Es gebe einige gute Modelle, wie zum Beispiel die „Verlängerte Werkbank“ der AWO bei GARDENA in Niederstotzingen. Allerdings seien diese zeitlich befristet und setzten die Träger unter enormen Druck, die Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Es brauche die sozialpolitische Einsicht, dass manche Menschen nicht eingliederbar sind, so Köble. Andreas Stoch werde dies mit nach Stuttgart nehmen und über seine Fraktion versuchen, entsprechend auf die Bundespolitik und das Landesarbeitsmarktprogramm einzuwirken. Wobei er befürchtet, dass es durch die Verschiebung der Zuständigkeit für das Gebiet Arbeit vom Sozial- ins Wirtschaftsministerium unter Grün-Schwarz eine Verschiebung der Wertigkeiten gebe und dabei insbesondere der sozialpolitische Blick auf schwer- bzw. nicht vermittelbare Arbeitnehmer verlorengeht.
Hinsichtlich der Integration stehe das Jobcenter vor einer Mammutaufgabe. Es binde viele Ressourcen, Flüchtlinge in Beschäftigung zu bringen und vor allem deren Lebensunterhalt zu sichern. Derzeit kümmerten sich zehn Mitarbeiter im Integrationszentrum im Haintal um 900 Flüchtlinge, 700 davon seien im erwerbsfähigen Alter. Neben dem Sprachproblem, gebe es einen großen Aufklärungsaufwand, denn viele Flüchtlinge kommen aus einem anderen Kulturkreis mit anderer Arbeitswelt und anderer Sozialisation. Dankbar ist Köble für die vielen ehrenamtlichen Helfer insbesondere vom Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, deren wertvolle Arbeit durch einen sozialpädagogisch ausgebildeten Lotsen noch besser koordiniert werden könnte. Das Angebot, junge Flüchtlinge in Qualifizierungsmaßnahmen unterzubringen, hält Köble für ausreichend. Wichtig seien hier Bereitschaft und Stetigkeit vonseiten der Flüchtlinge und vor allem der Faktor Zeit, betont Köble. Der Arbeitsmarkt hier sei noch aufnahmefähig, allerdings gebe es nicht genügend Stellen im Helferbereich und für Ungelernte, das gelte für Deutsche und Migranten gleichermaßen. Problematisch sei auch der starke Zuzug von Migranten aus der EU, die ebenfalls kaum Berufsqualifikationen vorweisen können. Hier sind sich Köble und Stoch einig, dass Zuwanderung nach den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes durch ein Einwanderungsgesetz gesteuert werden muss.
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