1. Katja Mast fordert: Gesetz zu Entgeltgleichheit von Männern und Frauen
31% – 28% – 23% - Im Enzkreis verdienen Frauen weniger als im Land und im Bund
Frauen verdienen in Deutschland 23 Prozent weniger als Männer, in Baden-Württemberg sogar 28 Prozent. In der Stadt Pforzheim sind es 28 Prozent und im Enzkreis sogar 31 Prozent! „Frauen müssen also länger arbeiten, um mit ihren männlichen Kollegen beim Gehalt gleichzuziehen. Und das, obwohl Frauen noch nie so gut ausgebildet waren wie heute!“, stellt Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete für die Menschen aus Pforzheim und dem Enzkreis fest.
„Es kann nicht sein, dass gleiche Arbeit noch immer nicht gleich bezahlt wird. Deshalb legt die SPD noch im Frühjahr ein Entgeltgleichheitsgesetz im Bund vor, damit die Lohnkluft am Arbeitsmarkt endlich überwunden wird“, so Mast weiter. „Und wenn Schwarz-Gelb das wieder einmal ablehnen sollte, legen wir es wieder vor.“
Lohndifferenz ermitteln, Entgeltbericht erstellen und Ungleichbehandlung beseitigen – darauf zielt auch die kürzlich eingebrachte Bundesratsinitiative der baden-württembergischen Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) ab. Weil freiwillige Vereinbarungen ins Leere gelaufen sind, brauchen wir jetzt Gesetze, um Lohndifferenzen zu beseitigen und durch verbindliche Quotenregelungen den Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft zu erhöhen. „Die Landesregierung hat damit ein klares Zeichen für Frauen in Baden-Württemberg gesetzt, die schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Schließlich ist die Lohnlücke im Bundesländervergleich in Baden-Württemberg mit am höchsten. Das muss sich ändern!“, stellt Katja Mast fest. Um Gehaltslücken in jedem Betrieb ermitteln zu können, müssen nach Vorstellung der Landesregierung geeignete, durch den Bund zertifizierte und zugelassene Lohnmessverfahren verbindlich eingeführt werden.
Bei der Durchsetzung tatsächlicher Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt sind neben der Entgeltgleichheit und der Quotenregelung aber noch weitere Schritte notwendig. Es bedarf einer Aufwertung sogenannter Frauenberufe wie beispielsweise der Erzieherin oder Altenpflegerin. „Die Armut in Deutschland ist weiblich, denn 68 Prozent aller Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Wir brauchen dringend den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn“, stellt Katja Mast fest.
„Wir müssen handeln! Dazu braucht es kein „Jahr der Frau“, wie es die CDU in Baden-Württemberg ausruft, dafür braucht es die Zustimmung im Bundestag, wenn es darauf ankommt, für Entgeltgleichheit, verbindliche Quoten und den Mindestlohn“, fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete.
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2. Statement von Katja Mast MdB zum Start der zweiten Förderwelle des Sprachförderprogramms des Bundes "Offensive Frühe Chance":
"Es ist gut, dass die evangelische Kita am Haidach zusätzlich Geld vom Bund für die Sprachförderung der Kinder bekommt. Sprache ist der Schlüssel zur Integration und Teilhabe in Pforzheim und in ganz Deutschland. Damit sind es nun insgesamt 13 Kitas, die in Pforzheim und dem Enzkreis für drei Jahre jeweils 25.000 Euro bekommen, um die Sprache unserer Kinder zu verbessern. Das ist gut, reicht aber nicht aus. Denn notwendig ist eine dauerhafte Förderung jenseits von Projekten. Deshalb bin ich froh, dass das SPD-geführte Kultusministerium aus Baden-Württemberg jährlich 11 Millionen Euro mehr in die Hand nimmt, um den Spracherwerb für Kinder dauerhaft zu fördern. Das ist auch der Unterschied in der Politik - Schwarz-Gelb setzt im Bund auf Projekte, die Gutes tun, aber irgendwann zu Ende gehen, Grün-Rot setzt im Land auf dauerhafte Bildungsinvestitionen."
Dass die Kindertagesstätte der evangelischen Gemeinde am Haidach für drei Jahre diese Bundesmittel erhält, teilte der Bundestagsabgeordneten das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms des Bundes "Offensive frühe Chance".