SPD Illingen / Schützingen

 

Geschichte

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Freunde der SPD Illingen / Schützingen, liebe Mitglieder der SPD,

die SPD Illingen / Schützingen feierte 2013  -  100 Jahre Sozialdemokratie in Illingen.

Die Geschichte Deutschlands ist in diesen Jahren nicht ohne Brüche verlaufen. Dies gilt – fast zwangsweise – auch für die Geschichte der SPD und der SPD in Illingen / Schützingen.

1912 - Vorsitzender Ludwig Rühle

In das Jahr der Reichstagswahl zum 13. Deutschen Reichstag, fällt die Geburtsstunde der SPD in Illingen, es war die letzte Wahl des Reichstags vor dem Ersten Weltkrieg und die letzte im Deutschen Kaiserreich überhaupt, Eine Partei, die in diesen Zeiten gegründet wurde, deren Mitglieder insbesondere von 1933 bis 1945 der Verfolgung ausgesetzt waren, kann nicht mit einer vollständigen Chronik über ihre Ortsgeschichte aufwarten. Diese Chronik ist weder wissenschaftlich noch vollständig. Mit dieser Dokumentation wollen wir für die Zeit von 1912 bis heute einen Eindruck über die Entwicklung der Illinger Sozialdemokratischen Partei vermitteln. Wir wissen, dass die Mitglieder, Genossinnen und Genossen, sich in Radfahrer–Gruppen zusammenfanden, die durch die Landschaft radelten und sich im Wald niederließen, um bei Speis und Trank miteinander zu reden und zu diskutieren. Diese Form des Zusammenfindens, war eine Folge von Bismarcks „Sozialistengesetz“, das jegliche Kontakte, auch in den eigenen Wohnungen, strikt verboten hatte, insbesondere in Gastwirtschaften. Nach Aufhebung des Gesetzes wurde es besser. Wir erfahren aus dem „Enzboten“ jetzt VKZ Vaihinger Kreiszeitung am 20. Juli 1912, dass Mitglieder des „Arbeiter–Vereins Illingen“ solche Gastwirtschaften mieden, die ein Plakat der sozialdemokratischen „Schwäbischen Tagwacht“ aus ihren Gasträumen aus politischen Gründen entfernt hatten. In einem Artikel am 3. August 1912 im „Enzboten“, wehrt sich der Genosse Ludwig Rühle, gegen einen Angriff politisch anders denkender.
Folgendes Dokument zeigt uns den vermutlichen Beginn der Sozialdemokratie in Illingen.

100 Jahre SPD in Illingen/Schützingen lässt nach den Wurzeln fragen !

Erste Hälfte 19. Jhdt. Beginn der Industrialisierung, krasse soziale Gegensätze, unsägliche Not der Unterschicht, totale Abhängigkeit der Fabrikarbeiter von den Besitzenden, rasch steigender Wohlstand einer kleinen Schicht. Industrielle Revolution, Übergang von Handwerk zu Industrieproduktion lässt Proletariat entstehen. Viele werden ihrer angestammten Existenzgrundlage beraubt, Zuzug in die Städte mit der Hoffnung auf Arbeit wird ein Zug in neues Elend. Arbeitszeiten bis zu 14 oder gar 17 Stunden, selbst sonntags, inhumane Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit von 10 und mehr Stunden, keinerlei soziale Absicherung für Krankheit oder Invalidität.

Als Sozialdemokraten werden in Deutschland erstmals 1848/1849 die damaligen linken Demokraten aus Arbeiter- und Intellektuellenkreisen bezeichnet, die den politischen Zielsetzungen der Revolution, wie dem Ruf nach einer Verfassung, nach Freiheitsrechten und nach einem allgemeinen Wahlrecht die gesellschaftliche Zielsetzung nach einer Verbesserung der Lage der Arbeiter bis hin zur völligen Umwandlung des Wirtschaftssystems hinzufügen. Sie finden sich in der Folgezeit in Vereinen zusammen, denen sich immer mehr Handwerker und Arbeiter anschließen. Ihre Mitglieder gehören später oft zu den Gründern und treibenden Kräfte der Gesellenvereine und Arbeiterbildungsvereine.

1848 - Märzrevolution in Deutschland. Forderungen: Parlament, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Frankfurter Paulskirche (18.5.1848) ist mehr Revolution der Bürgerlichen gegen den Absolutismus. Nur von kurzer Dauer, Fürsten erobern die Macht zurück, erreichte Errungenschaften werden abgebaut. Arbeiterbewegung erwacht, hat es aber schwer sich zu organisieren. Erste überregionale Organisation der Arbeiterbewegung entsteht 1848: Die „Allgemeine Deutsche Arbeiterverbrüderung“. Karl Marx und Friedrich Engels entwerfen im Winter 1847/48 in Brüssel das „Kommunistische Manifest“ (veröffentlicht im Februar 1848)

Der entsprechende in Leipzig ansässige Verein bildete 1862 ein Zentralkomitee zur Einberufung eines Allgemeinen deutschen Arbeiterkongresses. Ferdinand Lassalle gründet am 23. Mai 1863 den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“ (ADAV). Die Lassalleaner wollen das demokratische Erbe der gescheiterten 48-Revolution antreten. Ihr Motto: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

So schlug am 23. Mai 1863 mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins die Geburtsstunde der SPD. Sechs Jahre später ging in Eisenach aus Arbeitervereinen, die Lassalle nicht folgten, die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands hervor. Beide Gruppierungen waren von der Spannung geprägt, sozialistische Vision und demokratische Reformarbeit zu vereinen. Das ermöglichte ihnen 1875 in Gotha den Zusammenschluss zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands.

Die Arbeiterbewegung, die sich auch in Württemberg ab der Mitte des 19. Jahrhunderts organisiert hatte, war gemäßigter ausgerichtet als in Preußen. Sie profitierte von der liberalen Politik Karls und Wilhelms II. von Württemberg. Der erste Arbeiterverein war im Mai 1848 in Stuttgart gegründet worden. Die erste gewerkschaftsähnliche Vereinigung war der 1862 ebenfalls in Stuttgart gegründete Gutenberg-Verein der Buchdrucker. Das von 1878 bis 1890 im Deutschen Reich gültige Sozialistengesetz wurde Anfangs mit Strenge gehandhabt, jedoch mit den Jahren in Württemberg wesentlich gemildert, so dass sich in Stuttgart namhafte Sozialdemokraten wie etwa J.H.W. Dietz, Wilhelm Blos, Georg Bassler und Karl Kautsky einigermaßen unbehindert betätigen konnten. Nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes 1890 gab es auch in Württemberg eine Gründungswelle sozialdemokratischer Vereine. Stuttgart wurde zum Zentrum gewerkschaftlicher Bestrebungen. Der 1891 gegründete Deutsche Metallarbeiter-Verband hatte seinen Sitz ebenfalls in Stuttgart. Ziel der gewerkschaftlichen Arbeit war zunächst die Verkürzung der Arbeitszeit. Ein erster Erfolg war die Einführung des Neun-Stunden-Tags bei Bosch im Jahr 1894. Die zunehmend eigenständige kulturelle Identität der Arbeiterbewegung wurde mit der Gründung der Stuttgarter Waldheime deutlich sichtbar.

1895 - Die Landtagswahl von 1895 ergab eine starke Mehrheit für die demokratischen Fraktionen. Die Vormachtstellung der Deutschen Partei wurde gebrochen. Die neue Mehrheit bildeten die demokratische Württembergische Volkspartei und das vor der Wahl gegründete katholische Zentrum. Die SPD kam erstmals mit zwei Sitzen in den Landtag. In den Folgejahren wurde der Parlamentarismus ausgebaut. Es entwickelte sich ein modernes Parteienspektrum aus Konservativen, Nationalliberalen, der Volkspartei, dem Zentrum und der SPD. Die führenden Parteipolitiker in der Spätphase der württembergischen Monarchie waren für die Konservativen Heinrich von Kraut und Theodor Körner, für die Volkspartei Friedrich Payer und Conrad Haußmann, für das Zentrum Adolf Gröber und für die SPD Wilhelm Keil. Auf der kommunalen Ebene wirkten Sozialdemokraten früh an der Politik mit und fanden häufig politischen Konsens mit bürgerlichen Parteien. Im Landtag hingegen stimmte die sozialdemokratische Fraktion nur ein einziges Mal, im Jahre 1907, dem württembergischen Staatshaushalt zu. Dies war die Gegenleistung für den im August desselben Jahres stattfindenden Internationalen Sozialistenkongress in Stuttgart, der erste seiner Art auf deutschem Boden. Die württembergischen Behörden unterstützten die Organisatoren des Kongresses, sehr zum Missfallen von Kaiser und Reichsregierung in Berlin. An die 900 Delegierte, darunter die in Stuttgart wohnende Frauenrechtlerin Clara Zetkin und der russische Revolutionär Lenin, wurden gastfreundlich empfangen und durften sogar den Wartesaal erster Klasse des Stuttgarter Hauptbahnhofs benutzen. Ungehindert konnte der Kongress sein Programm in der Stuttgarter Liederhalle durchführen und eine Großveranstaltung mit öffentlichen Reden auf dem Cannstatter Wasen abhalten, an der mehr als 30.000 Menschen teilnahmen.

Die Ergebnisse der beiden letzten Landtagswahlen für die Zweite Kammer im Königreich Württemberg sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Nach der Verfassungsreform von 1906 waren die dort vertretenen Abgeordneten allein vom Volk gewählt:

Wahljahr

Sozial-
demo-
kraten

Volks-
partei

Deutsche
Partei

Zentrum

Konservative
Partei und
Bund der
Landwirte

1906

22,6 %
15 Sitze

23,6 %
24 Sitze

10,9 %
13 Sitze

26,7 %
25 Sitze

16,2 %
15 Sitze

1912

26,0 %
17 Sitze

19,5 %
19 Sitze

12,1 %
10 Sitze

26,8 %
26 Sitze

15,6 %
20 Sitze

Der eigentliche Sozialistenkongress begann am 18. August und dauerte sieben Tage. Für diesen waren aus 25 Ländern 884 Delegierte angereist. Tagungsort war die Liederhalle. Auf Grund der liberaleren politischen Kultur im Königreich Württemberg tagte man in Stuttgart und nicht in Berlin. Aber auch in Süddeutschland war es nicht selbstverständlich, dass die Behörden die Veranstaltung erlaubten. Johann Heinrich Wilhelm Dietz war als Vorsitzender des Lokalkomitees für die Organisation verantwortlich. Die Behörden machten ihm zur Auflage: 1. Rote Fahnen dürfen nicht zur Verwendung gelangen; 2. Beleidigende Ausfälle gegen die Reichsregierung, die Regierungen der Deutschen Bundesstaaten und befreundeter Staaten müssen unterbleiben. 3. Den Verhandlungen wohnt ein Polizeibeamter in bürgerlicher Kleidung an.
Am Eröffnungstag am 18. August fand ein „Internationales Massenmeeting für Völkerfrieden und Volksbefreiung“ auf dem Gelände des Cannstatter Wasens statt. Dort hielten Redner aus zwölf Ländern auf sechs Rednertribünen Ansprachen vor zusammen 60.000 Menschen.

16.11.1912 - In Gegenwart des deutschen Kaisers wird in dem schlesischen Ort "Mauer" die Bobertalsperre eingeweiht. Die damals größte Talsperre Deutschlands.

Die Bobertalsperre (poln. Jezioro Pilchowickie) wurde von 1902–1904 bis 1911–1912 nordwestlich von Hirschberg (Jelenia Góra) im heute polnischen Teil des Riesengebirges (Schlesien) zum Zwecke des Hochwasserschutzes und der Wasserkraftgewinnung gebaut. Der Fluss Bober wird hier gestaut. Der Stausee ist etwa 4 km lang. Die Talsperre befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Wleń (Lähn) und Jeżów Sudecki (Grunau).

 

Die Anfänge in Illingen

20. Juli 1912
Erste urkundliche Erwähnung des Sozialdemokratischen - Arbeiter - Verein - Illingen.
Doch bereits vor dieser ersten urkundlichen Erwähnung muss der Verein bestanden haben, denn wir lesen in einer Anzeige im Enz-Boten am 5.Juli 1912 vom Arbeiter-Verein-Vaihingen, dass dieser am 1. Stiftungsfest des Arbeiter - Verein - Illingen, teilnimmt. Also lag die Gründung bereits im Jahre 1911.
Am 8. Juli 1912 lesen wir in einem Bericht über das 1. Stiftungsfest, dass die Stadtkapelle Vaihingen spielte, der Arbeitergesangverein Bissingen Freiheitslieder sang und Ludwig Rühle und ein gewisser Sperka, Festreden hielten.
Das Vorhandensein von einer Sozialdemokratischen Partei setzte industrielle Produktionsweisen am Ort voraus. Die Industrialisierung setzte im Oberamt Maulbronn erst relativ spät ein. Am Ende der sechziger Jahre, also kurz vor der Reichsgründung Bismarcks im Jahre 1871, gab es in Illingen nur reine Landwirtschaft. Weinbau, Schweine- und Rinderzucht. Sonst nichts, was Arbeitsplätze geschaffen hätte. Im Jahre 1854 wurde die Eisenbahn von Bietigheim nach Bruchsal eröffnet. Man sollte denken, dass davon kräftige Anstöße für Gewerbe und Industrie ausgingen. Aber es ging langsam. Um die Jahrhundertwende gründete Wilhelm Luig in Illingen ein Stahlbauunternehmen, das sich gut und schnell entwickelte. Damit war die Industriegemeinde Illingen ins Leben gerufen. Industriearbeiter und solche, die Arbeit suchten, hatten wenig Auswahl. So etwas ist immer nicht gut für Löhne und Einkommen. Damit ist klar, dass um diese Zeit sich arbeitende Menschen einer Organisation und dem Ideengut einer Partei zuwandten, die für soziale Gerechtigkeit und eine andere Struktur der Arbeitsgesellschaft kämpfte: die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, so genannt nach 1890.
Kein Wunder also, dass deren erste schriftliche Spuren in Illingen aus dem Jahre 1912 datieren.

Wie sah die soziale Welt in Illingen für die Menschen anfangs des 20. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg aus ? Was sich im Archiv der Gemeinde findet, sind schriftliche Hinweise, dass es in manchen Familien Armut gab, darauf deuten Notizen über die Existenz von „Armenfürsorge“ und „Armenpflege“ hin, die offenbar in den Händen der Gemeinde lag. Aus den Angaben über Personalien geht hervor, dass es sich meist um schüttere Familienverhältnisse handelte: alleinstehende Frauen mit unehelichen Kindern, Waisen, alte und kranke Personen. Es bestand kein Rechtsanspruch auf solche Unterstützungen, es waren wohl reine Almosen aus der Gemeindekasse. Die Alten bekamen eine bescheidene staatliche Rente, aber in Todesfällen blieben Witwe und Kinder unversorgt . Erst im Jahre 1911 wurde eine gesetzliche Hinterbliebenenversorgung eingeführt. Während des Krieges wurde manches besser, um die Rüstungsindustrie in Gang zu halten, musste man die Arbeiter „bei Laune“ halten. Andererseits: Die Arbeiter schufteten, die Front blutete. Abgesehen von der materiellen Not war der Arbeiter, also derjenige, welcher seinen Lebensunterhalt nur durch die Arbeit seiner Hände erwarb, gesellschaftlich sehr gering angesehen. Man unterstellte nur begrenzte geistige Fähigkeiten.

Die Gaststätte „Bierhaus“ des Paul Schäuble in der Vaihinger Straße, war wohl das Vereinslokal des Vereins.
 

 

1914 - Der Erste Weltkrieg und das Ende des Königreichs
Am 1. August 1914 stimmte das Königreich Württemberg wie die anderen Bundesstaaten im Bundesrat der Ermächtigung des Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg zu, Frankreich und Russland den Krieg zu erklären. König Wilhelm unterzeichnete daraufhin den Kriegsaufruf an sein Volk am 2. August, obwohl er die allgemeine Kriegsbegeisterung der Bevölkerung nicht teilte. Bis 1918 gab es 508.482 württembergische Kriegsteilnehmer, was mehr als einem Fünftel der Bevölkerung entsprach. 71.641 württembergische Soldaten fielen dem Krieg zum Opfer.

1918 -  Im Zuge der Novemberrevolution trat die württembergische Regierung am 6. November 1918 zurück, um einer parlamentarischen Regierung Platz zu machen. Als Staatssekretär Philipp Scheidemann am 9. November von einem Fenster des Reichstags in Berlin die Republik ausrief, fanden in Stuttgart ebenfalls Kundgebungen statt. Bereits am Vormittag besetzten Demonstranten das Wilhelmspalais. Am Nachmittag wurde im Landtag eine provisorische Regierung aus den beiden sozialistischen Parteien SPD und USPD unter Wilhelm Blos gebildet. König Wilhelm verließ darauf noch am Abend des 9. November Stuttgart und zog ins Jagdschloss Bebenhausen. Am 30. November erklärte er seinen Thronverzicht und nahm den Titel eines Herzogs von Württemberg an. Württemberg wurde als freier Volksstaat Teil des Deutschen Reiches in der Zeit der Weimarer Republik.

Im Archiv der Gemeinde Illingen finden sich Hinweise auf die Bildung eines „Arbeiter– und Soldaten– Rates“ am Ende des Krieges 1918. Das war ein ganz entscheidendes Signal. Der Arbeiter, der sonst für nichts taugte als für die Arbeit, wurde plötzlich gebraucht, um die staatliche Ordnung aufrecht zu halten. Der Arbeiterrat nahm Funktionen des Gemeinderates wahr. Damit war eine Epoche auch in Illingen zu Ende gegangen.

Aber es bedurfte noch eines zweiten blutigen Krieges in Deutschland, bis Demokratie sich in den Köpfen und vor allem Herzen des ganzen Volkes durchgesetzt hatte. Eine beachtliche Rolle für den geistigen Fortschritt der Arbeiterschaft bildeten die Arbeiter–Bildungsvereine. Wir können heute noch hier vor Ort kleine Bibliotheken, deutsche Klassik, lexikographische Werke, technisches und handwerkliches Wissen, bewundern, die sich Arbeiter mit Hilfe dieser Bildungsvereine zusammengespart haben.

Bildung war also schon damals ein Element der Politik !

1919 - Die gesellschaftlichen Kämpfe der Industriearbeiter um die soziale Gleichstellung schlug ihre Wellen auch bis nach Illingen, so ließ sich der Vorsitzende des Arbeitervereins Ludwig Rühle im Hinblick auf seinen Arbeitgeber Luig, zu der Äußerung hinreißen: „Betrachten wir die hiesigen Verhältnisse genauer, so müssen wir leider konstatieren dass Illingen dem Ruin entgegengeht“. Diese Äußerung wirbelte erheblichen Staub auf und Rühle wurde aufs Rathaus zietiert und musste sich öffentlich entschuldigen und eine Buße von 50 Mark entrichten.

Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Illingen 30. Dez. 1918
Beschliessungsprotokoll Nr. 267 - Rühle Ludwig, hier - Beschuldigung des hiesigen Gemeinderats.
§ 2 Zufolge gemeinderätl. Beschlussung vom 12. Dez. 1918 wird Ludwig Rühle Vorstand des hiesigen Arbeitervereins in die heutige Sitzung gebeten, um mit demselben wegen der dem Gemeinderat zugefügten Beleidigung zu verhandeln.
Rühle erklärt:  Es fehlt mir jeder triftige Grund zu der Behauptung, daß Illingen dem Ruin entgegen gehe. Ich habe diesen Ausdruck unüberlegt gebraucht weil ich vermeintliche Übelstände in der Fabrik des Herrn Luig, welcher zugleich Gemeinderat ist, im Auge hatte und deshalb sehr in Erregung war. Es ist mir sehr leid, die hiesige Gemeindeverwaltung in unüberlegter Weise schwer beleidigt zu haben und nehme ich den von mir gemachten Ausdruck unter dem Ausdruck des Bedauerns reuevoll zurück.
Ich verpflichte mich zur Sühne den Betrag von - 50 M spätestens bis 15. Oktober diesen Jahres in die hiesige Gemeindekasse zur Verteilung an bedürftige und würdigwerts befundene Personen zu bezahlen. Ferner bin ich bereit im EnzBoten in der Landpost eine entsprechende diesbezügliche Abbitte aufzugeben. Ludwig Rühle - 19 Sept. 1912

Die Vorsitzenden

Ludwig Rühle folgte eine Reihe von Ortsvereins-Vorsitzenden, deren Namen nicht mehr alle rekonstruiert werden können. Die meisten waren im Gemeinderat vertreten und sorgten als Fraktionsvorsitzende - dafür, dass die Interessen ihrer Wähler Gehör fanden.

1912 -           - Ludwig Rühle

1965 - 1970 - Kurt Kienzle, Boris Ellmer

1970 - 1973 - Georg Höger

1973 - 1975 - Waltraud Göbel

1975 - 1977 - Gerd Rauser

1977 - 1978 - Heinz Guhl

1978 - 1982 - Gerd Bellenbaum

1981 - 1984 - Rosemarie Kling

1984 - 1986 - Gerd Bellenbaum

1986 - 1989 - Gerhard Rittinger

1989 - 1990 - Eva Armbruster

1990 - 1992 - Albrecht Lauser

1992 - 1994 - Gerhard Rittinger

1994 - 1998 - Michael Norbert Exner

1998 - 2002 - Heinz Erich Wilfert

2002 -           - Klaus Rüdiger Kluge

1921 - 10. Juni 1921 EnzBote - Ilingen, 9. Juni (Radsport) Letzten Sonntag hielt der hiesige Radfahrerverein sein 1. Stiftungsfest ab, verbunden mit Rennen, Langsam- und Hindernisfahren. Um halb 2 Uhr bewegte sich der stattlich Festzug durch den festlich geschmückten Ort dem Festplatz zu. Zehn Vereine aus Württemberg und Baden kamen herbei, um ihre Illinger Sportskollegen zu unterstützen und um deren Leistungen zu sehen. Wetter und Feststimmung waren sehr gut. Morgens 6 Uhr begann das Rennen bis zur Seemühle bei Vaihingen und zurück (6 Kilometer), an dem sich 20 Fahrer beteiligten. Den 1.Preis erhielt Adolf Wöhr, 2.Gotthilf Friedrich, 3.Karl Krebs, 4.Hermann Schmidt, 5.Wilhelm Hoß, 6.Wilhelm Lindauer, 7.Gottlob Schröder, 9...Mann, 9.Herm. Pfeifer, 10.Albert Veil, 11.Ernst Walz, 12.Ernst Oehrle, 13.Ernst Mansberger, 14.Albert Räpple, 15.Eugen Fink, 16.Karl Murschel, 17.Gottlob Diener jun., 18.Albert Munz, 19.Friedrich Kern, 20.Walter Wöhr. Die Preise für Langsam- und Hindernisfahren wurden von auswärtigen Kollegen errungen.

Am 29. Mai hatte sich der Verein in Markgröningen am Korso fahren beteiligt und erhielten den 3.Preis in Klasse B. Diese Leistungen lassen darauf schließen, dass in unserem Verein Willen und Energie steckt und durch Zusammenschluss aller Radler und Radlerinnen noch viel geleistet werden kann zum Wohle des Vereins und der ganzen Gemeinde. Wir rufen dem Verein zu: Wachse, blühe und gedeihe !

1928 - In einem nach wie vor stark bäuerlich-konservativ geprägten Illingen konnte die Partei keinen Zuspruch gewinnen. Im Jahre 1928, bei der Landtagswahl errang sie 10,4 % der Stimmen, 1930 bei der Reichstagswahl 8,5 %.

- Auszüge aus dem Buch – Illingen-Diktatur auf dem Dorf von Karl J. Mayer -
Pfarrer Dieterle hielt das Ergebnis der Reichs- und Landtagswahl vom Mai 1928 fest: Bauern- Weingärtnerbund in Illingen – 244 von 528 gültigen Stimmen ca. 46%, die NSDAP 13 %, die SPD 10,4% und die KPD 4,3 %. Auf Bezirksebene hatte die SPD allerdings 33%, verblüffend ist dass die NSDAP da nur 1,8% erhielt und Landesebene 1,9%.
Es gibt keine Erwähnung mehr der SPD in Illingen mit Ausnahme des Otto R. Aus Mühlacker, der seit 1925 SPD Mitglied und bis 1948 bei der Firma Luig beschäftigt war, auch als Lehrlingsausbilder. Herrn Luig war die pol. Gesinnung bekannt und hatte es abgelehnt ihn zu entlassen.
Otto R. hat laut Überlieferung bei der Volksabstimmung zweimal mit „nein“ gestimmt.
- Auszug Ende -

 Mit Hermann Müller stellte die SPD 1928 wieder einen Reichskanzler. Die von ihm geführte große Koalition mit den bürgerlichen Parteien brach 1930 nicht zuletzt an den Folgen der Weltwirtschaftskrise auseinander. In den nächsten zwei Jahren tolerierte die SPD die Politik von Reichskanzler Heinrich Brüning (Zentrum), um eine Übernahme der politischen Macht durch die Nationalsozialisten zu verhindern. In Preußen, dem mit Abstand größten Bundesstaat des Reichs, stellte die SPD mit Otto Braun den Ministerpräsidenten, der - mit nur kurzen Unterbrechungen - das im Kaiserreich als "Hort von Reaktion und Militarismus" angesehene Land vom März 1920 bis Juli 1932 zum "demokratischen Bollwerk" gegen die extreme Linke und nationalistische Rechte ausbaute.

1933 - 1945 - Württemberg im Dritten Reich

Die seit 1871 fortschreitende, von 1919 an beschleunigte Aushöhlung der Eigenstaatlichkeit Württembergs wurde durch den Nationalsozialismus vollendet. Nach der Reichstagswahl vom 5. März 1933, bei der die Nationalsozialisten in Württemberg 42% der Stimmen (Reichsdurchschnitt 43,9%) erhalten hatten, überstürzten sich die Ereignisse. Gegen den Widerspruch der Regierung Bolz setzte der Reichsminister des Innern am 8. März den SA-Gruppenführer von Jagow als Reichspolizeikommissar für Württemberg ein, am 15. März wählte der Landtag den nationalsozialistischen Gauleiter Wilhelm Murr zum Staatspräsidenten. Durch die beiden Gleichschaltungsgesetze des Reiches vom 31. März und 7. April wurde der Landtag ohne Neuwahl nach dem Ergebnis der Reichstagswahl vom 5. März umgebildet und das Amt des Staatspräsidenten abgeschafft. Das neugeschaffene Amt des Reichsstatthalters erhielt am 2. Mai Murr; er stand über der am 15. Mai eingesetzten Landesregierung mit Christian Mergenthaler als Ministerpräsident und Kultminister. Der gleichgeschaltete Landtag beschloss am 8. Juni ein Ermächtigungsgesetz, das die Landesverfassung von 1919 praktisch außer Kraft setzte. Kurz darauf erfolgte die Auflösung aller Parteien außer der NSDAP. Der ehemalige Staatspräsident Bolz kam mehrere Wochen in „Schutzhaft" auf den Hohenasperg. Das Reichsgesetz vom 30. Januar 1934 hob die einzelstaatlichen Landtage auf und übertrug die Hoheitsrechte der Länder auf das Reich. Württemberg wurde ein bloßer Verwaltungsbezirk des rigoros zentralisierten Reiches. In allen Organen des öffentlichen Lebens trat an die Stelle demokratischer Mehrheitsbeschlüsse das „Führerprinzip", auf allen Stufen wurde die Verwaltung von den „Hoheitsträgern" der straff organisierten Partei überwacht und dirigiert.
1935 ging die Justizverwaltung an das Reich über. Nachdem die württembergische Kreisordnung vom 27. Januar 1934 die altüberkommene Selbstverwaltung auf Kreisebene beseitigt hatte, wurde das Land am 1. Oktober 1938 in 34 größere Landkreise und drei Stadtkreise (Stuttgart, Ulm, Heilbronn) neu gegliedert. Diese Maßnahme, ihrem Wesen nach nicht spezifisch nationalsozialistisch, war seit Jahrzehnten vorbereitet worden. Es war seit den »Ämterkombinationen« König Friedrichs die erste umstürzende Änderung an den administrativen Fundamenten des Landes.

Aufruf der Exil-SPD zum Beginn des Zweiten Weltkriegs - 3. September 1939
An das deutsche Volk
Mit einem verbrecherischen Angriff Hitlers hat der Krieg begonnen. In diesem geschichtlichen Augenblick wendet sich der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands an das deutsche Volk und die ganz Welt. Er ist die letzte Körperschaft, die noch von der sozialdemokratischen Massenorganisation in Deutschland selbst gewählt worden ist. Er spricht für die Partei und darüber hinaus für jene Teile des deutschen Volkes, die den Krieg und die Diktatur verabscheuen und deren Ziel es ist, in Frieden und Freiheit zu leben.
Die ganze Wucht der Schuld für das ungeheure Verbrechen an dem Frieden und an der Menschheit ruht auf Hitler und seinem System. Die Vernichtung der Freiheit und die Zerstörung des Weltfriedens waren von Anfang an der Inhalt der nationalsozialistischen Politik. Der Sturz Hitlers ist deshalb das Ziel, für das wir kämpfen werden gemeinsam mit allen demokratischen Kräften in Europa.
Hitler und der neue deutsche Militarismus sind eins. Die Niederlage und die endgültige Überwindung dieses Militarismus sind die Voraussetzung für den Frieden und die Neuorganisation Europas.
Als verbündete Kraft an der Seite aller Gegner Hitlers, die für die Freiheit und die Kultur Europas kämpfen, werden wir im Kriege in diesem Sinne wirken.
Wir führen diesen Kampf für das deutsche Volk und für das große Ziel der Sicherung der Freiheit, des Friedens und der Demokratie in Europa.
Wir rufen dem deutschen Volke zu: Erkämpft Eure Freiheit !  Stürzt Hitler !
Der Sturz des Systems verkürzt den Krieg, bewahrt Millionen vor dem Tode, rettet das Volk!
Die Politik Hitlers ist nicht die Vollstreckerin nationaler Notwendigkeiten. Sie ist ein Rückfall in den Aberglauben, daß Zukunft und Wohlfahrt eines Volkes von der Eroberung von Territorien abhängen. Ein Frieden, der die Gewaltakte Hitlers wieder gutmacht, allen totalitären Systemen und Diktaturen ein Ende setzt und dem deutschen Volke wie allen vergewaltigten Völkern Recht und Freiheit wiedergibt, ist das Ziel unserer Politik.
Die Schuldigen schlagen und dann den friedlichen Wiederaufbau Europas zu beginnen, ist geschichtliches Gebot. In diesem Sinne kämpfen wir: Für Frieden, Freiheit und Brot !
Paris, 1. September 1939
Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
Die Vorsitzenden Otto Wels Hans Vogel
Quelle: Sozialistische Mitteilungen

Illingen im Dritten Reich

- Auszüge aus dem Buch – Illingen-Diktatur auf dem Dorf von Karl J. Mayer -
In der NS-Zeit von 1933 bis 1945 wurden die SPD-Mitglieder verfolgt und viele bereits 1933 in Konzentrationslager verschleppt.− Hauptlehrer (Karl Entenmann) seit 1919 SPD Mitglied trat nach seinem Wechsel 1930 von Wurmberg nach Illingen aus der Partei aus. Da man in Illingen den SPD'lern nicht wohlgesonnen war. Er betätigte sich nicht mehr parteipolitisch wählte aber weiterhin sozialdemokratisch und las die „Schwäbische Tagwacht“. Diese Haltung hielt jedoch nicht lange an, als ihm zu Ohren kam dass alle Lehrer in die NSDAP eintreten müssten, sonst würden sie ihre Anstellung verlieren, trat auch er 1933 in die NSDAP ein. 1934 wurde er vom Bürgermeister Schmid aufgefordert das Amt des Ortsgruppenleiters zu übernehmen. Entenmann weigerte sich zunächst und wies auf seine frühere SPD Zugehörigkeit hin. Schließlich willigte er dann doch ein. Wie wenig radikal Entenman tatsächlich war, verdeutlichte die Tatsache dass er nicht aus der Kirche austrat sondern sogar noch lange Jahr Organist war.
- Auszug Ende -
 

1945 - Politischer Neubeginn: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) knüpft an ihre Tradition als demokratische Arbeiterpartei an. In Hannover beginnt unter der Leitung Dr. Kurt Schumachers der Wiederaufbau der SPD bereits im April 1945. Das "Büro Dr. Schumacher", so der unverfängliche Name dieser illegalen Zentralstelle, wird rasch das Leitungsgremium im Westen. Schumacher ist überzeugt, "dass in Zukunft die Demokratie in Deutschland sozialistisch sein muss oder gar nicht sein wird". Er lehnt den Führungsanspruch des Zentralausschusses der SPD in Berlin ab, die in der sowjetischen Besatzungszone unter Otto Grotewohl gegründet wird.

Um die Klassengesellschaft zu überwinden, setzt die SPD sich nachdrücklich für wirtschaftliche und politische Demokratie ein. Sie befürwortet die Vergesellschaftung von Schlüsselindustrien und die Umgestaltung der Gesellschaft nach Grundsätzen des demokratischen Sozialismus.
Die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der sowjetischen Besatzungszone erfolgt bereits im April 1946 auf Druck der KPD und der SMAD gegen Widerstände innerhalb der SPD.

(db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

In den Jahren 1946 bis 1957 kamen über 500 Heimatvertriebene nach Illingen, darunter etliche sozialdemokratische Arbeiter, deren Nachkommen Herbert, Helmut und Katharina Steffan geb. Gärtner bis heute ein Teil der Illinger SPD sind.
 

1952 - Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in den Ländern Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zunächst drei unabhängige SPD-Parteibezirke. Alle drei Parteibezirke befürworteten vorbehaltlos die Gründung des Landes Baden-Württemberg, obwohl dies gerade die starke Position der SPD im von Industrie geprägten Land Württemberg-Baden schwächen musste, da im wenig industrialisierten und stark katholischen Süden des neuen Landes strukturbedingt weniger SPD-Wähler vorhanden waren. Der Landesverband der SPD wurde auf dem Parteitag vom 7. zum 8. Juni 1952 in Stuttgart gegründet. Zunächst firmierte die SPD Baden-Württemberg unter der Bezeichnung „Parteibezirk“ und erst ab 1962 als „Landesverband“. Die Partei war von 1952 bis 1960 in einer Allparteienregierung und von 1966 bis 1972 und 1992 bis 1996 in einer Großen Koalition an der Regierung Baden-Württembergs beteiligt, stellte aber niemals den Ministerpräsidenten.

1953 - Erste Erwähnung der SPD in Illingen finden wir erst wieder ab dem Jahre 1953. Bei der Kreistagswahl 1953 mit dem Rektor Kurt Kienzle als „Spitzenkandidat“ bekam die Illinger SPD nur 6,5 %.

1961 - Aus dem Archiv der Gemeinde Illingen können wir entnehmen, dass die Genossen Kurt Dippon, Gerd Bellenbaum, Tilo Förster, Helmut Steffan, Werner Müller, Helmut Pfeiffer, Gerd Rauser und Jahn Rachner, immer wieder versucht haben, über die Liste der „Allgemeinen Wählervereinigung“, ein Mandat im Illinger Gemeinderat zu erringen.
Unser Genosse Kurt Dippon, hat als einziger SPD'ler den Sprung ins Gremium geschaft. Kurt Dippon war von 1961 bis 1980 Mitglied im Illinger Gemeinderat und hat dort mit viel Engagement, die Sozialdemokratischen Werte vertreten.
Kurt Dippon war von 1965 bis 1972 Kreisverordneter des Landkreises Vaihingen, von 1972 bis 1973 Mitglied des vorläufigen Kreistags des Enzkreises und danach gehörte er von 1973 bis 1989 dem Kreistag des Enzkreises an.

1964 - Willy Brandt wird Nachfolger von Erich Ollenhauer als Parteivorsitzender.  Die SPD bildet mit der CDU/CSU eine Regierung der Großen Koalition.
Bundeskanzler wird Kurt-Georg Kiesinger (bisher Ministerpräsident in Baden -
Württemberg), Außenminister wird Willy Brandt, Gustav Heinemann wird Justizminister.

 

1965 - Vorsitzender – Kurt Kienzle 1965-1970

Bei der Kreistagswahl 1953, mit dem Rektor Kurt Kienzle als „Spitzenkandidat“ bekam die Illinger SPD nur 6,5 Prozent.

1969 - Im Frühsommer 1969 wählt eine Koalition aus SPD und FDP Gustav Heinmann zum Bundespräsidenten. Bei der Bundestagswahl am 28. September erreichen SPD und FDP zusammen 48,5 % der Stimmen und bilden eine Koalition. Willy Brandt wird Bundeskanzler. Unter seiner Kanzlerschaft wird das Wort „Ostpolitik“ über die Grenzen Deutschlands hinaus ein Begriff für den Versuch, Entspannung und Normalisierung zwischen Ost und West durchzusetzen.

 

1970 - Vorsitzender – Georg Höger 1970-1973

1971 -  erhält Willy Brandt für diese Politik den Friedensnobelpreis.

1972 -  CDU/CSU, die sich nie mit der Ostpolitik anfreunden konnten, versuchen, durch ein konstruktives Misstrauensvotum Willy Brandt zu stürzen und Rainer Barzel zum Kanzler zu wählen. Der Versuch scheitert, aber die Mehrheit der Koalition ist dünn geworden. Die Parteien einigen sich auf vorgezogene Bundestagswahlen. Am 19.11. wird gewählt und die SPD erreicht mit 45,8 % ihr bestes Ergebnis und wird
stärkste Fraktion.

1973 - Vorsitzende – Waltraud Göbel 1973-1975

1974 - Willy Brandt tritt am 6. Mai in Folge der Guillome-Affäre als Bundeskanzler zurück. Sein Nachfolger wird Helmut Schmidt.

1975 - Vorsitzender Gerd Rauser 1975-1977

Der SPD-Ortsverein Illingen/Schützingen hat am 23.01.75  beschlossen, für die Gemeinderatswahlen keine eigene Liste aufzustellen. Die Mitglieder der SPD, die bereit waren zu kandidieren, bemühten sich  um die Aufnahme in die Liste der "Allgemeinen Wählervereinigung".  

Am 2. Juli 1975 wurde vom Gemeinderat im vollbesetzten Musiksaal der Schule die Trennung der Grund- und Hauptschule von der Realschule, wie von Oberschulrat Wenz vorgeschlagen, mit 10:7 Stimmen beschlossen.

1976 - Auf Initiative von Gerd Bellenbaum wurde im November 1976 ein JUSO- Gruppe gebildet, der Gerd Ensinger als Sprecher vorstand. Die Gruppe wurde 1978 wieder aufgelöst und in den Ortsverein eingegliedert. Eine der ersten Aktivät der JUSOS war, das Einfordern eines Schulwegleitplanes, sowie das Aufstellen einer Fernsprechzelle im Bereich Hofäcker.

Der Arbeitskreis Kommunalpolotik steht nach wie vor zu seiner Auffassung, dass dem Schulhauserweiterungsbau der Vorrang zugesprochen werden sollte. Dass die Schulpflicht auch besteht, wenn einer Schulklasse 40 oder mehr Kinder angehören, ist nichts neues. Da für das spätere Leben der Kinder die Schule das ausschlaggebende Moment ist, daher ist es erforderlich, die Anzahl der Kinder je Klasse zu verringern, um so die größte Effektivität im Lernprozess zu erzielen. Dies erfordert mehr Klassenräume. Für den Schulhauserweiterungsbau von 2 Mio. DM Baukosten, sind staatliche Zuschüsse zu erwarten.

 

1977 - Vorsitzender Heinz Guhl 1977-1978

Antrag vom 23.12.1976. Die JUSO AG. reklamiert die Beseitigung der einzelne Gefahrenpunkte welche bei dem von der Polizei, den Eltern und der Lehrerschaft im März 1976 erstellten Schulwegleitplanes, festgestellt wurden.
1. die Einrichtung von Fußgängerüberwege, in der Wilhelmstraße/Ecke Znaimerstraße, in der Bahnhofstraße/Ecke Gündelbacher- und Schützingerstraße und in der Mühlackerstraße/Ecke Schulstraße und an der Manfred-Behr-Straße in schützingen. Ferner wurde vorgeschlagen, bis zur Genehmigung durch das Regierungspräsidium überbrückend in den Hauptzeiten ausgebildete Schülerlotsen einzusetzen.
2. Den Ausbau und Neubau von Gehwegen in der Luig-, Gerok-, Ensinger- und Bachstraße.
3. Die Errichtung oder Verbesserung der Beleuchtung in der Bach-, Wilhelm- und Kurze Straße.

 

1978 - Vorsitzender Gerd Bellenbaum 1978-1981

Ein Hauptthemen in dieser Zeit war der Bau der Schnellbahntrasse. Nachdem der Bau nicht mehr zu verhindern ist, wird sich der OV um eine umweltfreundliche Trassenführung, dh. weitmöglichste Untertunnelung und bester Schallschutz sowie Schonung der Natur bemühen! Der OV-Vorsitzende Gerd Bellenbaum, der als Albvereinsvorsitzender generell gegen diesen Einschnitt in unsere Natur ist, unterstützt durch seine Mitgliedschaft bei der "Bürgerinitiative Schnellbahntrasse" bereits die oben angeführten Ziele.

1980 -  SPD und FDP können bei der Bundestagswahl nochmals die Mehrheit erreichen, aber es zeigt sich, dass die Gemeinsamkeiten dünner werden.

 

1979 - Der Ortsverein beschließt bei der anstehenden Gemeinderatswahl zum ersten Mal mit einer SPD- Liste teilzunehmen.

1980 - Die Illinger SPD zog erstmals als Fraktion mit den Gemeinderäten Brigitte Grausam und Gerd Bellenbaum ins Gremium ein.

SPD und FDP können bei der Bundestagswahl nochmals die Mehrheit erreichen, aber es zeigt sich, dass die Gemeinsamkeiten dünner werden.

 

1981 - Vorsitzende Rosemarie Kling 1981-1984

1982 - Im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" wurde auf die Situation an der Schulbushaltestelle in Illingen und Schützingen hingewiesen und konkrete Verbesserungsvorschläge unterbreitet.  Ein Vorfall in der letzten Woche zeigt dieses besonders deutlich: Ein Kind wurde in Illingen an der Schulbushaltestelle vom Schulbus überrollt. Die Gemeindeverwaltung wurde aufgefordert schnellstens zu handeln. Da die vom Straßenverkehr für die Kinder ausgehenden Gefahren nicht völlig beseitigt werden können, bedarf es immer neuer Maßnahmen und der Weiterentwicklung vorhandener Ansätze, um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu verbessern. Auf Initiative der SPD wurde bei der Bäckerei Schäfer ein Fußgängerüberweg angelegt. Der SPD Ortsverein hat sich die Schulbushaltestelle in Illingen und Schützingen angesehen und festgestellt: - es fehlt jegliche Sichtmarkierung; es ist keine Abschrankung vorhanden; die Kinder müssen auf der Straße warten; der Bus hält oft an verschiedenen Stellen und fährt zu schnell an die Haltestellen heran; der Bus fährt im Bereich der Haltestelle rückwärts ohne Einweiser; es ist keine Aufsicht vorhanden. Die Verpflichtung des Schulträgers und der Schulverwaltung auf Sicherungsmaßnahmen wurde durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes bekräftigt. Die Gemeinderäte der SPD, Gerd Bellenbaum und Brigitte Grausam brachten im Gemeinderat einen Antrag ein: 1. Absicherung der Haltestelle durch ein Gitter mit einer Durchgangsschleuse. 2. Verpflichtung der Fahrer, immer an derselben Stelle zu halten. 3. Bereitstellen einer Aufsicht an der Haltestelle Illingen um 11.oo und 11.45 Uhr als Sofortmaßnahme bis die Haltestelle abgesichert ist.

1982 -  Im Herbst 1982 kann Helmut Kohl die FDP zu sich herüber ziehen und wird am 1.10. durch ein konstruktives Misstrauensvotum zum Kanzler gewählt. Die SPD geht in die Opposition.

1983 -  Bei der Bundestagswahl wird die Koalition aus CDU und FDP bestätigt. Ein Sieg für die SPD ist so kurz nach der Wende nicht herauszuholen, zumal mit den Grünen eine weitere Partei antritt, die vor allem der SPD Wähler abzieht. Kanzlerkandidat ist Hans-Jochen Vogel.

 

1984 - Vorsitzender Gerd Bellenbaum 1984-1986

Und bei der Gemeinderatswahl 1984 zogen bereits vier SPD-Gemeinderäte in das Gremium ein. Es waren dies Gerd Bellenbaum (1980-1999), Eva Armbruster (1984-2001), Dr. Hermann Lanfer (1984-1987), Mathias Kling (1984-1994, 1999-2004).

Kurt Dippon, Gerd Bellenbaum und Mathias Kling kanditierten für die Kreistagswahlen im Oktober.

Die vielen Kraftwerke entlang des Neckars heizen das Wasser zu stark auf, desshalb sollte kühles Schwarzwaldwasser beigemengt werden, welches man in neuen Talsperren sammeln wollte. Nach einer Bauzeit von 2 1/2 Jahren, sollte zehn Jahre lang Rheinwasser bei Diefenbach auf "natürlichem Weg" durch die Metter, vielleicht auch den Kirbach, den Streitenbach oder die Zaber, in den Neckar fließen. Gedacht ist dabei an etwa 2000 Liter in der Sekunde!

Die SPD forderte Gemeinderat und Gemeindeverwaltung auf, sich gegen die Veränderung des Mettertals zur Wehr zu setzen. Der Rhein soll daheim in seinem eigenen Bett bleiben!

 

1986 - Vorsitzender Gerhard Rittinger 1986-1989 und 1992-1994

Punkte auf der Liste Umwelt- und Naturschutz der Illinger SPD waren das maßgeblich von ihr angeregte Radwegkonzept, oder die Überprüfung der örtlichen Trinkwasserqualität, der Bau einer Sporthalle, die Ortskernsanierung sowie der schonende Ausbau der Bahn-Neubaustrecke.

Am 30. August 1986 feierte der SPD Ortsverein sein 75jähriges Bestehen mit einer öffentlichen Veranstaltung.

 

Am Mittwoch, den 5.2.1986 ist unser langjähriges Mitglied Maximilian Steffan gestorben. Zeitlebens war er mit der SPD verbunden. Dies zeigte sich nicht nur in seinen Aussagen, sondern auch da, wo es galt mitzuhelfen. Er war ein gutes Beispiel für einen politisch denkenden und handelnden Mitbürger sowie für all seine Parteigenossen.
Bereits in jungen Jahren war er in seiner alten Heimat in der Stadt Olbersdorf (Mesto Albrechtice, Tschechien) im Sudetenland bei den „Roten Falken“ aktiv. Gemeinsam mit seiner Schwester Elisabeth Kleber und dem Vater Maximilian, Richard, nahmen sie z.B. an Arbeitertagen 1930 und 1931 in Jägerndorf und Troppau, 1932 bei der 1. Mai Kundgebung in Jägerndorf (Krnov, Tschechien), teil.  Am 28. Sept. 1938 wurde die ganze Familie verhaftet. Nur unserem Genossen Max ist ist es gelungen zu fliehen und sich im Wald versteckt zu halten. Seine Mutter und Schwester wurden wieder freigelassen, sein Vater jedoch blieb bis 12. Nov. 1938 in Gefangenschaft.
Auszug aus dem Tagebuch von Maximilian, Richard Steffan: „ Einer nach dem anderen verließ aus Angst die Partei – ich konnte mir nicht vorstellen, daß ich wegen meiner politischen Gesinnung eingesperrt wurde, da ich doch als Stellvertretender Bürgermeister immer neutral war und dem tschechischen Staat treu gedient hatte.“

1987 - Albrecht Lauser rückt an die Stelle des ausscheidenden Dr. Hermann Lanfer, in das Gremium.

Die SPD verliert bei der Bundestagswahl (Kanzlerkandidat Johannes Rau) 1,2%.
Am 23.3.tritt Willy Brandt vom Amt des Vorsitzenden der SPD zurück. Zu seinem Nachfolger wird Hans-Jochen Vogel gewählt.

1988 -  Der SPD Parteitag beschließt die „Quote": Bis 1998 sollen alle Ämter und Mandate, die von der SPD vergeben werden, zu 40% von Frauen besetzt sein.

1988 - Die SPD feierte am 30. Mai 1988 im Berliner Reichstag ihren 125. Geburtstag. Von Ferdinand Lassalle, August Bebel, Klara Zetkin, Friedrich Ebert, Kurt Schuhmacher, Erich Ollenhauer, Herbert Wehner, Helmut Schmidt und Willy Brandt - um nur einige zu nennen - war es ein weiter Weg. Die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und die Geschichte der Sozialdemokratie sind ein wichtiger Bestandteil der deutschen Geschichte. Von Anbeginn bis heute wollte die SPD eine friedliebende, freiheitliche, demokratische, rechts- und sozialstaatliche Gesellschaft sein. Sie ist diesen Zielen auch in schwersten Zeiten trotz Verfolgung und Unterdrückung treu geblieben. Mehr...

Am 30. Juni konnnte in Illingen die Stromberg-Sporthalle eingeweiht werden

1989 - Am 9.11. öffnen sich die Grenzübergänge zur DDR. Die SPD beschließt in Berlin ein neues Grundsatzprogramm, an dem fünf Jahre lang gearbeitet wurde..

 

1989 - Vorsitzende Eva Armbruster 1989-1990

Bei den Gemeinderatswahlen wurden die vier Gemeinderäte Albrecht Lauser, Eva Armbruster, Mathias Kling und Gerd Bellenbaum (von links), mit respektablen 21,6 % wiedergewählt.

 

1990 - Vorsitzender Albrecht Lauser (1990-1992)

1990 -  3. Oktober, Vereinigung Deutschlands durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.
Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl erhält die SPD (Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine) 33,5 % der Stimmen.

1991 -  Rudolf Scharping wird zum Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz gewählt, die SPD erhält damit die Mehrheit im Bundesrat. Björn Engholm wird zum Vorsitzenden der SPD gewählt.

1993 -  Rudolf Scharping wird nach einer Mitgliederbefragung zum Parteivorsitzenden gewählt.

 

1994 - Vorsitzender Michael Norbert Exner 1994-1998

Mit 21,47 % konnten Eva Armbruster, Gerd Bellenbaum, Michael Exner und Dorothea Zaiß, wieder die vier Sitze im Gemeinderat verteidigen. Dass für den SPD Ortsverein Illingen die Sacharbeit im Vordergrund stand und steht und nicht die Parteiarbeit, hatte er schon bei der Kandidatenaufstellung verdeutlicht. Denn auf der SPD-Liste waren nicht nur die meisten Frauen, sondern auch Nicht-Parteimitglieder.

Bei der Bundestagswahl erhält die SPD (Kanzlerkandidat Rudolf Scharping) 36,4%.

Bei den gleichzeitig statttfindenden Europawahlen erreichten wir mit 28,6 % genau den Enzkreis Durchschnitt und lagen somit über dem Landesdurchschnitt von 26,6 %.

 

1994 - Jochen Protzer wurde der erste SPD Bürgermeister in Illingen.
Als mit den Gemeinderatswahlen 1994 auch die Kreistagswahl anstand, errang Bürgermeister Jochen Protzer im Wahlkreis II mit 5217 die meisten Stimmen aller Kandidaten. Jochen Protzer ist bis heute Mitglied in unserem Ortsverein und war bis 2016 Fraktionsvorsitzender der SPD im Enzkreis-Kreistag.

1995 -  Auf dem Bundesparteitag in Mannheim tritt Oskar Lafontaine gegen Rudolf Scharping an und wird zum Parteivorsitzenden gewählt.

1998 -  Nach dem Wahlsieg bei der Landtagswahl in Niedersachsen wird Gerhard Schröder zum Kanzlerkandidaten gewählt. Die folgende Bundestagswahl gewinnt die SPD mit 40,9% der Stimmen die Bundestagswahl. Gerhard Schröder wird von einer Koalition aus SPD und Bündnis 90/die Grünen zum 3. Bundeskanzler der SPD gewählt. Oskar Lafontaine wird Finanzminister.

 

1998 - Vorsitzender Heinz Erich Wilfert 1998-2002

der erste "Illinger Bürgertreff" am 6. Februar war ein voller Erfolg. Im August wanderten wir mit Ute Vogt, teils zu Fuß, teils mit dem Rad, über alle Ortschaften des Wahlkreises.

Nach dem Wahlsieg bei der Landtagswahl in Niedersachsen wird Gerhard Schröder zum Kanzlerkandidaten gewählt. Die folgende Bundestagswahl gewinnt die SPD mit 40,9% der Stimmen die Bundestagswahl. Gerhard Schröder wird von einer Koalition aus SPD und Bündnis 90/die Grünen zum 3. Bundeskanzler der SPD gewählt. Oskar Lafontaine wird Finanzminister.

 

13.10.1998

WIR TRAUERN um unseren langjährigen Genossen, um unseren ehemaligen Vorsitzenden, um unseren Freund Gerhard Rittinger
Gerhard Rittinger, stirbt viel zu früh im Alter von 50 Jahren. Sein sehr engagierter Einsatz lieferte auch der Fraktion immer wieder wertvolle Impulse.

Als "Illinger Bürgertreff" läuft in der Stromberghalle eine etwas andere Art von Bürgerversammlung. Der Gemeinderat beteiligt sich mit einem Informationsstand. Dort stehen für die SPD Eva Armbruster, Dorothea Zaiss und Gerd Bellenbaum für Gespräche und Fragen der Bürger zur Verfügung. Diese neue Form der Informationsveranstaltung kommt bei den Illinger Bürgern gut an.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion kämpft mit Erfolg gegen die jährliche Erhöhung der Kindergartengebühr. In diesem Jahr wird nicht erhöht, das gilt auch für die Gebühr für Kernzeitbetreuung an der Grundschule.

Die SPD gewinnt mit Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine die Bundestagswahl. Ute Vogt gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis Pforzheim-Enzkreis.

1999 - Die SPD - Fraktion stellt mit Befriedigung fest, dass die Kernzeitbetreuung erhalten bleibt . Sie unterstützt, die Planungen für die "Talaue", das gemeinsame Gewerbegebiet mit Vaihingen: "Ensingen-Süd".  Die SPD- Fraktion verhindert eine Erhöhung der Kindergartengebühren. Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl stellt die SPD wieder vier Gemeinderäte.

Oskar Lafontaine tritt von seinem Amt als Finanzminister zurück und legt auch den Vorsitz in der SPD nieder. Sein Nachfolger als Parteivorsitzender wird Bundeskanzler Schröder.

2000 - Die SPD-Gemeinderatsfraktion steht vor der Frage, den Kosten für den Bau einer Kläranlage und einer Kreditaufnahme in Höhe von insgesamt 2.5 Mio. Mark zuzustimmen.

 

2002 - Vorsitzender Klaus Rüdiger Kluge

Nach 8 Jahren für Illingen erfolgreiche Arbeit, endete die Amtszeit unseres Bürgermeisters Jochen Protzer. Heinz- Erich Wilfert, Eva Armbruster und Michael Exner brachten das Bedauern des Ortsvereines zum Ausdruck, dass Jochen Protzer nicht wiedergewählt worden ist.
Der Kläranlagenneubau, die Gewerbeghebiete Schweichling und Hofäcker, die Planung des Schulhauserweiterungsbaus, der Bürgerpark Talaue, die ersten Planungen für das Seniorenheim St. Clara fallen in seine Amtszeit, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ulrich Hintermayer wird neuer Bürgermeister von Illingen.

Unser Vorsitzender Heinz- Erich Wilfert kandidierte nach 4 Jahren Amtszeit nicht mehr.

Mit Klaus Rüdiger Kluge (links) konnte aber ein kompetenter Nachfolger gefunden werden, so dass die Arbeit der SPD in Illingen und Schützingen erfolgreich weiter geht.

Ein äußerst harter Wahlkampf führt zu einem äußerst knappen Ergebnis: Sowohl SPD als auch CDU/CSU erreichen je 38,5 % der Stimmen, wobei die SPD insgesamt bundesweit ca. 6.000 Stimmen Vorsprung hat. Die SPD ist somit weiterhin stärkste Fraktion, die Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen wird fortgesetzt, Gerhard Schröder wird wieder zum Bundeskanzler gewählt.

2003 - Auf einem Sonderparteitag beschließt die SPD die „Agenda 2010“, mit der ein sozial verträglicher Umbau des Sozialstaats eingeleitet wird.

Unser Gemeinderatskollege Michael Exner wandert mit seiner Familie nach Amerika aus. Für ihn rückt Helmut Weißer in den Gemeinderat nach.

2004 - Von der Bundesregierung wird der Ausbau der Ganztagsschulen beschlossen. Bis 2010 sollen schrittweise Standarts vergleichbarer Länder Europas erreicht werden.

Der Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: Auf dem Felke-Areal kann – wie in dem Bauvorbescheid beschlossen - gebaut werden.

Im EG. des Rathauses wird ein Bürgerbüro und Raatssaal eingebaut. Die genehmigte Bausumme von 670 000 Euro wurde um 110 000 Euro überzogen.. Wofür? Die Verwaltung schreibt selbst: 51 000 Euro wurden schon vorweg ausgegeben, für Zwecke, die mit dem aktuellen Bauvorhaben nichts zu tun hatten. SPD-Gemeinderäte fordern, den Kauf der Möbel noch zurückzustellen. Der Gemeinderat stimmte dem Nachtrag nicht zu. Wo war unser Bürgermeister, als das alles so lief?

Geregelter, insbesondere tariflich geregelter Urlaub wurde von der SPD vor mehr als hundert Jahren über Jahrzehnte hart erkämpft. Er gehört zu einer der ältesten sozialen Errungenschaften. Dennoch: Die Schlechterstellung der Arbeiter gegenüber den Angestellten reicht gerade beim Urlaub bis in unsere Zeit hinein. Noch gar nicht so lang ist es her: Urlaub war nach Tarif sicher . Wurde er aber auch genommen ? So mancher Arbeiterhaushalt brauchte das Urlaubsgeld für den alltäglichen Lebensunterhalt. Frau und Mann oder beide arbeiteten einfach weiter und ließen sich den Urlaub in Geld auszahlen. Wir müssen aufpassen, dass wir am unteren Ende der Lohnskala da nicht wieder rein schlittern. Oder die Rentner mit den ganz kleinen Renten, vor allem die Rentnerinnen- - Wegfahren ? Können die doch gar nicht.

 

Bei den Gemeinderatswahlen haben wir knapp den vierten Sitz verloren. Gewählt wurden Katharina Steffan, Edgar Mantai und Klaus Rüdiger Kluge. Thimo Eckert hat leider den Einzug in den Gemeinderat nicht geschafft.

Im Kreistag vertritt Jochen Protzer erneut die Farben der SPD.

      Im August 2004 – heiraten unsere Vorstandskollegin Sandra Orth und Edmund Karl in der St. Josefs Kirche. Ein Spalier mit roten Rosen geleitete das frischvermählte Paar aus der Kirche.

2005 - Ein neues Spielplatzkonzept wird erarbeitet und sechs der vierzehn Spielplätze nach und nach aufgelöst.

Felke-Areal: Man kann durch zielgerichtete Beharrlichkeit doch noch etwas zum Guten verändern, auch wenn Gerichte und Ämter endgültig gesprochen haben. Die SPD-Fraktion forderte, die Planung zu ändern, nämlich die Rampe für das Anliefern mit LKW und Entladen von der Ostseite auf die Westseite des Gebäudes für den Lidl-Markt zu verlegen. Der Geschäftsführer des Bauträgers wurde gebeten, den Architekten zu beauftragen, die Pläne in diesem Punkt zu ändern. Die Beharrlichkeit der SPD-Fraktion hatte Erfolg. Die dicken Brummer werden für Anwohner und an der Schule erheblich weniger hörbar sein. Die Hauptzufahrt erfolgt nur über die B 35, nicht durch die Wohngebiete.

Das geplante Pflegeheim an der Bachstrasse: wenn demnächst mit dem Bau begonnen wird, haben wir das unserem SPD-Mitglied und Bürgermeister a. D. Jochen Protzer zu verdanken. Er war es, der die Paul-Wilhelm-von-Keppler-Stiftung von der Notwendigkeit eines Pflegeheims in Illingen überzeugen konnte.

Bürgermeister Ulrich Hintermayer verläßt nach nicht mal drei Jahren Illingen und wird Bürgermeister in Kraichtal.

Unser Freund Klaus Kluge kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in Illingen, leider hat es nicht geklappt. Beim zweiten Wahlgang wird Harald Eiberger mit über 60 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.

Wahlkampf für Katja Mast – am 23. September ist es geschafft sie gehört dem neuen Bundestag an.

 

2006 - Wilhelm Hager, der bekannte Illinger Künstler, verstarb am 14. Oktober 2006. Ein Mensch – schöpferisch im wahrsten Sinne des Wortes und hochbegabt – dessen Berufung es war, die Wahrheit über diese Welt und das Leben in gestaltender Arbeit im Umgang mit Licht, Farben und Formen sichtbar zu machen, ist für immer von uns gegangen. Wir gedenken noch einmal dieser Persönlichkeit, Illinger Bürger seit Ende des Krieges und seit mehr als drei Jahrzehnten Mitglied der SPD.. Zur Homepage der Galerie Hager...

2009 - Bei der Gemeinderatswahl von 2009 wurden alle drei SPD-Räte wiedergewählt und der Anteil an den Wählerstimmen stieg von 15,8 % auf 18 %. Ein Zeichen dafür, dass das Engagement der SPD für die Illinger Bürger von diesen auch anerkannt und honoriert wird.

Dass für den SPD Ortsverein Illingen die Sacharbeit im Vordergrund stand und steht und nicht die Parteiarbeit, hatte er schon bei der Kandidatenaufstellung für die Gemeinderatswahlen des Jahres 1994 verdeutlicht. Denn auf der SPD-Liste waren nicht nur die meisten Frauen, sondern auch Nicht-Parteimitglieder.

2010 - Ortsumfahrung (Osttangente) Illingen: Einen wichtigen Schritt weiter. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 27. Januar beschlossen, dass die Ostumfahrung (Osttangente) gebaut werden soll. Weiter: „Die Gemeinde Illingen beantragt die Aufnahme des Anteils der Osttangente für Illingen in das Straßenbauprogramm des Enzkreises.  Die Stadt Vaihingen wird gebeten zur verkehrlichen Entlastung des Vaihinger Ortsteils Ensingen ebenfalls die Aufnahme ihres Anteils der Osttangente in das Straßenbauprogramm des Landkreises Ludwigsburg zu beantragen.“ Wir erinnern uns daran, dass es die SPD – Fraktion im Gemeinderat war, welche die Idee hatte, im Zuge einer alten Baustrasse aus der Zeit des Schnellbahnbaus eine Osttangente zu bauen und den ersten Anstoß gab, indem sie einen Antrag stellte, dieses Projekt zu verwirklichen. Wenn West – und Osttangente gebaut sind, kann der Durchgangsverkehr wirksam aus der Ortschaft herausgehalten werden. Noch aber steht ein entsprechender Beschluss der Stadt Vaihingen aus. Wir hoffen zuversichtlich, dass sich die Einsicht durchsetzt, dass die Maßnahme auch im Interesse von Ensingen und damit der großen Kreisstadt Vaihingen liegt.

Unvereinbarkeit von Christentum und Sozialdemokratie (Sozialismus) ?
Wenn du jemanden aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld leihst, so sollst du dich nicht als Wucherer gegen ihn benehmen.“ (2. Buch Mose 22, 20.24). Ute Vogt, Landesvorsitzende der SPD in Baden – Württemberg von 1999 bis 2009, Mitglied der kath. Kirche: Bei der Gründung der SPD im Jahre 1863 spielte die Kirche keine Rolle. Die Arbeiterschaft fühlte sich von der Kirche im Stich gelassen. Der Sozialismus ist der Endpunkt einer historischen Entwicklung. Wenn die erfolgt ist, dann ist alles gut. Da bleibt kein Raum mehr für ein Leben in einer jenseitigen Welt. Anders wurde es erst nach dem 2. Weltkrieg. Kurt Schuhmacher auf dem Parteitag in Hannover (1946): Die Bergpredigt sei auch eine Basis, sich in der SPD zu engagieren. Später im Jahre 1997: gemeinsames Wort der Evangelischen Kirche in Deutschland und der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz: „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“. Im Jahre 2006 folgte eine „Denkschritt des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Armut in Deutschland: „Gerechte Teilhabe“. Schwerpunkthema: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk: Armut muss bekämpft werden – Reichtum verpflichtet“ Diese Diskussion könnte ein Anstoß zu weiteren Fragen und Diskussionen sein. Mehr...

Seit 12. Mai 2011 ist die SPD Juniorpartner in einer Grün-roten Koalition.

Maßgeblichen Anteil hatte die SPD an der Verwaltungsreform von 1973. In der Schulpolitik wirkte die SPD bis zum Ende der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts darauf hin, noch bestehende konfessionsgebundene Schulen und Lehrerausbildung besonders in Südwürttemberg abzuschaffen.

Aus dem SPD-Landesverband in Baden-Württemberg gingen auch immer wieder wichtige bundespolitische Persönlichkeiten hervor, wie etwa Carlo Schmid, Alex Möller, Horst Ehmke, Erhard Eppler, Volker Hauff, Rainer Offergeld, Herta Däubler-Gmelin und Walter Riester.

2012  - Der demografische Wandel und seine Herausforderungen. Referenten: Rechtsanwalt Dr. Christoph Mährlein (SPD), Pforzheim, Jürgen Maser (Städt. Amt für Statistik). Nach „Demokratie“ (Selbstbestimmung des Volkes), „Demoskopie“ (Meinungsforschung) tritt jetzt „Demografie“ (Bevölkerungszusammensetzung) in den Vordergrund. Im Raum Pforzheim (Stadt Pforzheim, der Enzkreis und Nordteil des Landkreises Calw) leben insgesamt 340 000 Menschen, davon 105 000 Beschäftigte. Im Raum Pforzheim liegt der Anteil der über 50 jährigen Beschäftigten 2009 bei 26,8 % und damit über dem Landesdurchschnitt (25%). Bis zum Jahr 2030 ist für unseren Raum mit einem Rückgang der Erwerbspersonen um rund 12 % zu rechnen. Während im Zuge der gesellschaftlichen Alterung die Gruppe der 50 - bis 65 - jährigen noch leicht ansteigen wird, sind deutliche Rückgänge bei den unter 50 – jährigen zu erwarten. Der Fachkräftemangel wird sich besonders auf Beschäftigte mit Berufsausbildung und Beschäftigte mit einem Hochschulabschluss konzentrieren. Es besteht also Handlungsbedarf. Es gibt „Handlungsfelder.“ 1. Alternden Belegschaften gerecht werden, um erfahrene Facharbeiter länger im Betrieb zu halten. 2. Ausbau der Bildungsinfrastrukturen (u. a. einer zentralen Lehrlingswerkstatt, die durch die Unternehmen finanziert wird.) 3. Intensive Weiterbildungsprogramme anbieten, (der Lernerfolg muss allerdings kontrolliert werden). 4. Mitarbeiter durch attraktive Arbeitszeitmodelle binden. 5. Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen für junge Fachkräfte. 6. Verbesserung der Strukturen des öffentlichen Nahverkehrs. Frage: ist unser Illingen eine Gemeinde, in der die Menschen, insbesondere auch junge Menschen, gerne wohnen wollen?

2013 - Wie geht es weiter mit der SPD? Die Bildung einer großen Koalition mit der CDU ist jedenfalls kein Automatismus und darf es auch nicht sein. Unabdingbar sind ein flächendeckender Mindestlohn, der den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben gewährleistet. Alle Formen der Teilzeitarbeit müssen auf den Prüfstand. Der sozial – ökologische Umbau in unserem Land muß auch unter einer großen Koalition weiter gehen!

Die rot – grüne Landesregierung in Baden – Württemberg hat die Gemeinschaftsschule flächendeckend auf den Weg gebracht. Deren Auf – und Ausbau muß weiter gehen. Gemeinschaftsschulen müssen Ganztagsschulen sein. Dafür ist die finanzielle Unterstützung des Bundes erforderlich.

Zur Verbesserung der Steuergerechtigkeit in unserem Land muß eine vierstellige Anzahl von Steuerprüfern zusätzlich eingestellt werden. Das geht auch nicht ohne zusätzliche finanzielle Hilfe des Bundes. Baden – Württemberg muß weiter modern und vielfältig sein. Dafür muß sich der Bund stärker auf Landesebene einbringen.

Nicht die Parteiideologie zu betonen, sondern das Wohl der Bürger der Gemeinde zu fördern, das wird auch künftig die Leitlinie des SPD Ortsvereins Illingen bleiben.

 

100 Jahre SPD Illingen / Schützingen   ( 1912   -   2012 )


27. April 2013

Liebe Genossinnen und Genossen,

zum 100-jährigen Bestehen eures Ortsvereins gratuliere ich im Namen der SPD Baden-Württemberg, aber auch persönlich, ganz herzlich. Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt dem Engagement aller aktiven Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Denn ohne die ehrenamtliche Tätigkeit unserer Genossinnen und Genossen wäre unsere politische Arbeit vor Ort nicht sichtbar und vorzeigbar.

1912 wurde der Arbeiter-Verein Illingen gegründet und ihr sagt auf eurer Homepage zu Recht, dass es „bewegte Zeiten“ waren. Seit an Seit habt ihr Höhen und Tiefen der Sozialdemokratie erlebt. Der 100-jährige Geburtstag eures Ortsvereins ist ein guter Anlass, positiv in die Zukunft zu blicken. Wir können jetzt den Wechsel umsetzen, für den sich die Menschen in Baden-Württemberg im März 2011 entschieden haben. Gemeinsam können wir es schaffen und einen weiteren Schritt auf dem Weg in eine friedliche, sozial gerechte und ökologisch gesicherte Zukunft gehen. Ganz im Sinne der Geschichte der Sozialdemokratie. Baden-Württemberg soll zu einem Musterland Guter Arbeit werden. Besonders stolz bin ich, dass wir Anfang Mai im Kabinett ein Tariftreuegesetz beschlossen haben. Öffentliche Aufträge des Landes und der Kommunen werden damit nur an Unternehmen vergeben, die ihren Beschäftigten Tariflöhne zahlen. Im Bund setzen wir uns für einen gesetzlichen Mindestlohn ein und bekämpfen den Missbrauch in der Leih- und Zeitarbeit. Auch im Bereich der Bildung ist es uns gelungen, unsere Grundwerte in konkrete Politik zu übersetzen. Indem wir Aufstieg durch Bildung in Baden-Württemberg möglich machen: Wir haben die Studiengebühren abgeschafft, wir bauen die Kleinkindbetreuung aus und bringen die Gemeinschaftsschule auf den Weg. Weil wir überzeugt sind, dass Bildung nicht von der Herkunft und nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf. Lasst uns weiterhin gemeinsam für die Ziele der Sozialdemokratie kämpfen!

Ich wünsche dem Ortsverein Illingen alles Gute für die nächsten 100 Jahre und weiterhin viel Erfolg in seiner Arbeit.

Herzliche Grüße Euer Dr. Nils Schmid MdL SPD-Landesvorsitzender,  Stellvertretender Ministerpräsident sowie Finanz- und Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde der Sozialdemokratie in Illingen und Schützingen,

anlässlich des 100jährigen Bestehens des SPD-Ortsvereins Illingen-Schützingen, gratuliere ich im Namen aller Parteimitglieder im Enzkreis, aber auch ganz persönlich, allen Genossinnen und Genossinnen des Ortsvereins auf das Herzlichste!

Seit über 100 Jahren stehen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Illingen für Freiheit, Gerechtigkeit, für gesellschaftlichen Fortschritt, Erneuerung und für soziale Verantwortung.

Der SPD-Ortsverein Illingen-Schützingen prägte und prägt auch noch heute die Illinger Kommunalpolitik, was in besonderer Weise den Frauen und Männern zu verdanken ist, die sich stets für eine solidarische, am Bürger orientierte Politik eingestzt haben und dies auch noch heute tun. Dieses Ereignis hat daher nicht nur für den SPD-Ortsverein eine besondere Bedeutung, nein, es ist somit auch ein besonderes Ereignis für Illingen und Schützingen. Die Entwicklung der Gemeinde Illingen zu einem blühenden Gemeinwesen ist ohne die kommunalpolitischen Leistungen der Illinger und Schützinger Sozialdemokraten sicherlich so nicht denkbar. Darüber hinaus ist der SPD-Ortsverein Illingen eine tragende Säule der SPD im Enzkreis und so ist der 100. Geburtstag des Ortsvereins auch ein wichtiges Ereignis für unseren Kreisverband – noch dazu vor dem sich in diesem Jahr jährenden 150. Bestehens unserer Partei. Es ist sicherlich kein Zufall, dass das Gründungsjahr des SPD-Ortsvereins Illingen auf das Jahr 1912 datiert, dem bis dato erfolgreichsten Jahr der SPD. Bei den Reichstagswahlen im Jahr 1912 wurde die SPD mit einem Wahlergebnis von 34,8 Prozent, bzw. 4.250.000 Stimmen eindeutiger Wahlsieger und stellte somit auch zum ersten Mal mit 110 Abgeordneten, darunter auch der damalige Parteivorsitzende und „Arbeiterkaiser“, August Bebel, die stärkste Fraktion im Reichstag.

Meine Glückwünsche und mein Dank gelten an dieser Stelle allen Mitgliedern des SPD-Ortsvereins, die in der Vergangenheit bereit waren und auch zukünftig bereit sind, sich uneigennützig für die Durchsetzung unserer Ziele „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ einzusetzen. Ich wünsche dem SPD-Ortsverein Illingen im Namen des SPD-Kreisverbandes und seiner Mitglieder für die Zukunft alles erdenklich Gute und freue mich auf eine weiterhin gute und enge Zusammenarbeit mit Euch als Euer Kreisvorsitzender!

„Glück auf!“  Euer Timo Steinhilper

 

100 Jahre SPD Ortsverein Illingen: „Es hat sich was getan.“

Ich freue mich für Illingen und seine 100 Jahre politischer und wirtschaftlicher Entwicklung, Diese ist intensiv mit seinen Menschen und greifbaren Ergebnissen verbunden.
Aus einem kleinen Dorf ist eine moderne Gemeinde geworden.
Familienfreundliches Wohnen mit guter Verkehrsanbindung, arbeiten, einkaufen, Versorgung; jung und alt fühlen sich hier wohl.

Es sind die Geschichten und Ereignisse die in Erinnerung bleiben, unsere Ausstellung und die Dokumentationen machen es anschaulich. Menschen, die für etwas einstehen. Sie haben und werden sich an den Werten und Zielen der Sozialdemokratie orientieren und sich für ihre Mitmenschen und die Gemeinde auch in Zukunft einsetzen. Die Probleme, die es zu bearbeiten gibt, sind strukturell oftmals noch dieselben, wie damals. Wir treten aktuell für Mindestlöhne, gute Arbeitsbedingungen, Bildungschancen für unsere Kinder und ein sozial gerechtes Miteinander ein.
Wir integrieren die „Fremden“ seit eh und je.
Wir sind eben gefordert die Probleme der heutigen Zeit vor Ort aufzugreifen. Allerdings leben wir zwischenzeitlich in einem Staat von dem die Gründungsväter der sozialdemokratischen Bewegung vor 100 Jahre wohl kaum zu träumen gewagt haben. Die bitteren Erfahrungen der Geschichte lehrten und lehren uns das Einstehen für unsere Demokratie und den Kampf für Freiheit und Solidarität.

Ich wünsche der SPD in Illingen und Schützingen und uns allen, dass uns das immer gelingen möge.

Willy Brandt, dessen 100. Geburtstag wir in diesem Jahre ebenfalls feiern, hat einmal gesagt:

“ Wir haben uns bemüht.“

Ich möchte hinzufügen: „Wir werden uns auch weiterhin alle Mühe geben.“

Klaus Kluge

"Zur Bildergalerie  " 100 Jahre SPD Illingen/Schützingen "

 

Mühlacker Tagblatt - 22. Mai 2014 - Illingen-Schützingen (pm).

100 Jahre SPD Illingen, das haben die Sozialdemokraten vor einem Jahr in Schützingen gefeiert. Als Start in die nächsten 100 Jahre hat der SPD-Vorstand kürzlich eine Traubenkirsche (Prunus padus). übergeben, die bis zu 15 Metern hoch werden kann. Klaus Kluge, der neben dem Vorstand auch einige Kandidaten zur Gemeinderatswahl begrüßen konnte, dankte Katharina Steffan, die die Idee zur Baumspende hatte. Die Traubenkirsche wurde bereits durch den Bauhof an der Ecke Stahlbaustraße und Ortszentrum, gepflanzt und ist gut angewachsen.

 


Die SPD Illingen / Schützingen trauert um ihr langjähriges Mitglied
Gerd Bellenbaum
Gerd hat den Weg der SPD in Illingen / Schützingen
gestaltet und geprägt.
Er hat sich verantwortlich und erfolgreich für die Belange
der Illinger und Schützinger Bürgerinnen und Bürger engagiert.
Gerd Bellenbaum trat 1973 in die SPD ein,
er war von 1980 bis 1999 im Gemeinderat und leitete 7 Jahre
den SPD Ortsverein Illingen / Schützingen.
Wir sind ihm dankbar, und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
SPD Illingen / Schützingen
Klaus Kluge
 

 Kreistags- und Gemeinderatswahl am 25.5.2014

Nicht nur in Wort und Bild, durch die zahlreichen Veröffentlichungen, Flyer und Plakate haben sich unsere Kandidatinnen und Kandidaten in den letzten Wochen präsentiert. Persönliche Gespräche am Infostand, im Wohngebiet, beim Einkaufen, bei der Freizeitgestaltung sind und waren uns wichtig.

Dieses ehrenamtliche Engagement haben die Wählerinnen und Wähler honoriert. Die SPD-Fraktion wurde mit 19,17 % drittstärkste Kraft im Gemeinderat. Mit fast 1900 Stimmen mehr als die Grünen hätten wir einen vierten Sitz bekommen, gäbe es da nicht die unechte Teilortswahl.

Klaus Kluge und Katharina Steffan wurden wiedergewählt. Dieter Kiesling verstärkt nun die SPD im Gemeinderat.   Unsere Kandidatinnen und Kandidaten

SPD Kreisräte Enzkreis  Jochen Protzer vertritt uns im  Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss, im Sozial- und Kulturausschuss und in der Zweckverbandsversammlung der Stadt- und Kreissparkasse Pforzheim.

 

2014
Die SPD Illingen/Schützingen nimmt Abschied von
Theo Schreurs
Theo hat unserem Ortsverein seit seinem Umzug von Gerlingen nach Illingen im Jahr 1994 aufmerksam und kritisch begleitet.
Sein Erfahrungschatz aus 50 Jahren SPD-Mitgliedschaft und als Gemeinderat in Gerlingen waren uns wichtig und dafür sagen wir „Danke“.
Gerne hätte er uns noch weiter begleitet, allein der immer schlechter werdende Gesundheitszustand lies es nicht zu.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie
SPD Illingen/Schützingen - Klaus Kluge

2014 - Katja Mast MdB. besuchte auf ihrer Sommertour durch den Enzkreis, die Gemeinde Illingen. Herr Bürgermeister Harald Eiberger, der SPD GR – Fraktionsvorsitzender Klaus Kluge, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katharina Steffan und Hermann Baethge, begleiteten Katja Mast durch den Wald, über den Waldspielplatz, immer den Kletterpfad entlang.

Lothar Binding MdB,  sprach zum Thema „Europa, seine Banken und die Ukraine“

Der Koalitionsvertrag, Grundlage der „Großen Koalition“, sei für die SPD ein Verhandlungserfolg und  für die Rentner. Es wäre fair verhandelt worden. Schwerer zu verhandeln wäre das Thema „Gesetzlicher Mindestlohn“ gewesen. Inzwischen hätte der Mindestlohn alle Parlamentarischen Hürden genommen und sei ein großer Erfolg für alle Arbeitnehmer und die SPD. Die SPD in der Großen Koalition hätte aber auch weitere Erfolge zu verbuchen. So beginnt die europäische Bankenaufsicht jetzt damit, im Falle einer Banken-Schieflage erstmals die Aktionäre in Haftung zu nehmen.

Der ESM sei eine europäische Institution mit dem Ziel, nicht mehr zahlungsfähige Nationalstaaten der EU vor Zahlungsunfähigkeit zu schützen. Gegen große Widerstände konnte erreicht werden, dass der ESM erst am Ende einer „Haftungskaskade “wirksam wird, so Binding. Wenn also die Aktionäre der Bank, ihre privaten Schuldner, bankeneigene Sicherungssysteme, Versicherungen und die Nationalstaaten selbst wegen Überschuldung nicht mehr helfen können, kann (aber muß nicht) am Ende der ESM einspringen, um einen Zusammenbruch des gesamten wirtschaftlichen Systems zu vermeiden.

Die SPD fordert deshalb die Verabschiedung einer europäischen Insolvenzordnung. Die Interessen der Sparer und Steuerzahler sollen somit wirksam geschützt werden.

Inzwischen wurden Regelungen gefunden, die es der Europäischen Zentralbank ermöglichen, alle in Europa tätigen Banken einem Härtetest“, dem so genannten „Stresstest“ zu unterwerfen. Auch die Landesbank Baden – Württemberg will sich jetzt von höchst riskanten Wertpapierbeständen trennen, die seit der letzten Finanzkrise noch in ihren Büchern „schlummern“.

Krise in der Ukraine. „Was geschieht, wenn Putin den Gashahn endgültig zudreht?“  Es ist der größte Verdienst Gerhard Schröders, als Bundeskanzler Deutschland aus dem Irak – Krieg herauszuhalten. Auch in diese Krise wird sich Deutschland nicht militärisch einmischen. „Frank-Walter Steinmeier macht als Außenminister einen guten Job, die Diplomatie wird letztendlich siegen“. Auch Russland wird den Gashahn nicht zudrehen, denn Erdgas ist die wichtigste Einnahmequelle Russlands. „Vladimir Putin trifft auf eine standhafte Diplomatie des Westens“. Deshalb sei Staatskunst das oberste Gebot der Stunde, und kein „Säbelrasseln“.

 

2015 - Katrin Altpeter, Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin informierte sich vor Ort über das Projekt Familienherberge Lebensweg in Schützingen.

Mich hen‘ Se dabei.“ Deutlicher hätte das Signal von Katrin Altpeter (SPD)  nicht ausfallen können.

Karin Eckstein, Initiatorin des Projekts, brauchte im Hof des Bauernhofes der Familie Oehrle, wo am 27.6. der Spatenstich für den Bau einer Einrichtung für Familien mit schwerstkranken Kindern stattfindet, gar nicht lange für ihre Idee bei der Ministerin werben. „Ich sehe, da gibt es Bedarf“, wusste die Ministerin sehr wohl, dass es in Baden-Württemberg nur wenige Entlastungsmöglichkeiten für rund 3.000 betroffene Familien gibt. Das Drei-Millionen-Projekt in Schützingen habe Pilotcharakter für das Land.

Gerade dieser Pilotcharakter aber macht, wie Karin Eckstein und Stefan Weber, Vorsitzender des Fördervereins bestätigten, eine Finanzierung schwierig. Sowohl die Finanzierung des laufenden Betriebs als auch Investitionen in den Bau „passen in keinen Fördertopf“, bestätigte die Ministerin. Sie regte an, dass sich Vertreter von Pflege- und Krankenversicherung sowie von Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg an einen Tisch setzten und Möglichkeiten zur finanziellen Förderung erörtern.

„Ich gebe gerne meine Energie dazu, dass es gelingt, dieses fehlende Puzzleteil zu finden“, griff Altpeter den Vergleich von Karin Eckstein auf. Sie hatte das Haus, das als Besonderheit die ganze Familie einbezieht, als fehlendes Puzzleteil in der Versorgung schwerstkranker Kinder bezeichnet.

Diesem besonderen Projekthaben sich als Botschafter auch der bekannte Tenor Jay Alexander und Fußball-Weltmeister Guido Buchwald verschrieben. „Das ist für uns eine Lebensaufgabe“, so Alexander. Dabei hoffe man auf politische Unterstützung, betonte Baumann.

„Das ist ein Vorhaben, das weit über den Enzkreis hinausstrahlt“, erklärte Landrat Karl Röckinger, der seinerseits Überlegungen zur Förderung anstellte. Die müssten zum einen über den Enzkreis als Träger der Sozialhilfe sowie über Stiftungen laufen. Röckinger: „Ich wünsche uns allen, dass wir vorankommen.“

Für Thomas Knapp stellte der Besuch der Ministerin das Wiedersehen mit einer ehemaligen Kollegin dar. Knapp war gemeinsam mit Katrin Altpeter zehn Jahre lang im baden-württembergischen Landtag vertreten. Bei den kommenden Landtagswahlen am 13. März 2016 tritt Knapp erneut an: „Es muss endlich wieder ein Vertreter der Regierungspartei die Interessen des Enzkreises im Landesparlament vertreten.“ Den Besuch der Ministerin in Schützingen hatte maßgeblich der Illinger Ortsvereins-Vorsitzende Klaus Kluge mitorganisiert.

 

2016 - Reform Cafe: Neue Wege der Mitgliederbeteiligung der SPD im Enzkreis

In der historischen Weinbrennerei in Bilfingen hat das erste „Reform Café“ in der Geschichte der SPD im Enzkreis stattgefunden. Unter dem Motto „Gemeinsam verändern - sozialdemokratische Impulse für morgen“ wurden die Themen „Soziale Gerechtigkeit“, „Für was steht die SPD?“ und „Wie erreichen wir die Menschen vor Ort auch im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017?“, in Kleingruppen bearbeitet und diskutiert. „Aus den Ergebnissen entstehen erst Leitsätze und schließlich wird das die Basis unserer konkreten politischen Arbeit. Wir möchten möglichst viele Mitglieder an der Ausrichtung des Kreisverbandes teilhaben lassen und so unsere Impulse an die Landes- und Bundes-SPD senden“, erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende Paul Renner, der für die Konzeption und Organisation dieser innovativen und partizipatorischen Methode verantwortlich war. Die Idee des Reform Cafés sei es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Dabei soll es um Gespräche über Fragestellungen gehen, die für die Teilnehmenden im Alltag von Bedeutung und Interesse sind, so Paul Renner. Um den Diskurs zu vertiefen, wechselten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrmals die Tische. Dabei wurden zahlreiche Ideen, Visionen und Wünsche der Genossinnen und Genossen erarbeitet.

Neben zahlreichen Mitgliedern des Kreisverbandes nahm auch Katja Mast, SPD- Bundestagsabgeordnete für die Menschen in Pforzheim und dem Enzkreis, an der Veranstaltung teil und führte mit einem kurzen Impuls in den Abend ein. „So ist die soziale Gerechtigkeit immer noch der Markenkern sozialdemokratischer Politik. Meiner Ansicht nach stützt sich die soziale Gerechtigkeit auf vier Dimensionen: Teilhabegerechtigkeit, Chancengleichheit, Verteilungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit“, betonte Katja Mast.

Einige der Genossinnen und Genossen teilten im Laufe der Diskussionen in den Kleingruppen die Ansichten von Mast. Es wurden aber auch Bedenken geäußert, dass der Begriff „nicht ausreichend genug definiert ist, viele Menschen können sich darunter nichts vorstellen“ oder auch, dass der Begriff mit Themen bzw. an die aktuelle Politik wie „Steuergerechtigkeit, sozialem Wohnungsbau, gerechten Ausbildungsvergütungen, Grundversorgung im Alter oder mit Rentengerechtigkeit“ unterfüttert und angeknüpft werden müsse. Auf die Frage, für was die SPD steht wurden Dinge wie „Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit“ genannt. Die SPD sollte aber vor allem „eine klarerer Linie und ein klareres Profil aufweisen, Politik von unten machen und mehr Zukunft wagen“. Auf die dritte Frage, dem Erreichen der Menschen vor Ort, wurden viele Ideen gesammelt. So zum Beispiel ein „Mehr an direktem Dialog, Stammtische zu bestimmten Themen veranstalten, die Menschen in ihrem Lebensumfeld abholen, soziale Medien mehr nutzen und mehr politische Bildungsarbeit vor Ort betreiben“. Es wird versucht, solche Formate in den Parteialltag etablieren. Weitere Reform Café's sind geplant.

 

20. November 2016

Nachruf

Wir trauern um unseren langjährigen Kassierer und treues Mitglied

Fikri Pala

der uns am vergangenen Sonntag verlassen hat.

Seiner Familie gilt unser Mitgefühl.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

SPD Ortsverein Illingen

 

01.01.2017 Hermann Baethge und Roland Zebli - Verabschiedung eines langjährigen Schriftführers der SPD-AG 60plus  Während einer Vorstandssitzung des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Seniorinnen und Senioren Pforzheim/Enzkreis im Arlinger Bürgerhaus wurde Hermann Baethge als Schriftführer verabschiedet. Er gibt dieses Amt, das er viele Jahre begleitet hat, aus persönlichen Gründen auf. Roland Zebli,  1. Vorsitzender der AG 60plus, würdigte in seiner  Ansprache das hohe Pflichtbewusstsein  und große Engagement, das Hermann Baethge in seiner Funktion als Schriftführer auszeichnete. Er besuchte nahezu   jede Veranstaltung, verfasste immer einen Bericht, den er an die Tageszeitungen und Ortsvorstände zur Veröffentlichung übermittelte. Er brachte  Themen ein, die bei den monatlichen Treffen der AG 60plus diskutiert wurden und vermittelte Referenten. Bestens mit der Geschichte und der aktuellen Politik vertraut, waren seine Diskussionsbeiträge  immer differenziert und kenntnisreich. So bleibt nur zu hoffen, dass  er auch in Zukunft, soweit  die Verhältnisse es erlauben, den Kontakt  zur AG 60plus aufrecht erhalten kann. In seiner Erwiderung schilderte Hermann Baethge,  wie er zur SPD kam. Prägend  dabei waren die Persönlichkeit des Großvaters, der seine politische Heimat in der SPD sah und die Themen soziale Gerechtigkeit und Freiheit.  So ist und bleibt Herman Baethge sozusagen ein in der Wolle gefärbter Sozialdemokrat. Als Dankeschön für die  aktive und langjährige Mitarbeit in der AG 60plus überreichte ihm Roland Zebli einen Geschenkkorb und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.

 

Unsere Frau in Berlin: Katja Mast

 

Veranstaltungen + Termine

Alle Termine öffnen.

11.12.2017, 11:30 Uhr Wahlkreisbereisung mit Stefan Fulst-Blei MdL

11.12.2017, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr Arbeitgeberempfang

11.12.2017, 19:00 Uhr Podiumsdiskussion Berufsbildung 4.0

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